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Hermann Golle

    March 14, 1934
    Und dann war der Krieg plötzlich vorbei - Meine Kinder- und Jugendjahre im Erzgebirge - Von der Frölich und Wolter (Frowo) Beier
    Der große Wirtschafts-Transfer von Ost nach West nach 1945 - Tausende Ostbetriebe bauten den Westen auf - Bestandsaufnahme nach
    Das Know-how, das aus dem Osten kam:
    • Mai 1945. Der Krieg war vorbei! Es gab keinen Schulunterricht, eine herrliche Zeit für uns Jungs. Etwa im Juni tauchte ein Jeep mit amerikanischen Soldaten auf. Wir bekamen Bonbons. Es war die Zeit der „Freien Republik Schwarzenberg“, die von Altkommunisten errichtet worden war. Im Juli zogen die Russen ein. Die Hauptsorge bestand im Kampf um das tägliche Brot. Der Terror der Antifa-Genossen gegen Unternehmer und bürgerliche Kreise begann. Vertreter dieser Freien Republik hatten die Staatsgewalt übernommen, unterstützt von den Militärkommanden begannen ab August 1945 die umfangreichen Verhaftungen. Zugleich setzten die Demontagen der Betriebe ein, rücksichtslos mit dem Entfernen aller Maschinen und beweglichen Einrichtungen. Es war nur der Beginn einer beispiellosen Plünderung der Wirtschaft. Der junge Hermann Golle erlebt die Kriegs- und Nachkriegszeit. Bald folgt die Enteignung vieler Firmen, nur wenige entgehen diesem Schicksal. Die Firma Frowo des Onkels Erich ist eine solche. Eine bewegende wahre Lebensgeschichte und zugleich ein spannendes Zeitzeugnis.

      Und dann war der Krieg plötzlich vorbei - Meine Kinder- und Jugendjahre im Erzgebirge - Von der Frölich und Wolter (Frowo) Beier2024
    • "Wer nicht mit uns geht, sondern mit den reaktionären Kräften, wird in unserer Zone rücksichtslos liquidiert und vernichtet ...", so der SED-Chef von Leipzig, Lohagen, am 9. Oktober 1947. Die Stalinisten verfolgten eine klare Devise, die zur Abwanderung vieler erfolgreicher Unternehmen in den Westen führte. Diese Exilbetriebe wuchsen in der Bundesrepublik oft über den Vorkriegsstand hinaus, schufen neue Industriezweige und trugen erheblich zum westdeutschen Wirtschaftswunder bei. Im Gegensatz dazu büßten die enteigneten, „volkseigenen“ Unternehmen in Sachsen und Mitteldeutschland sukzessive ihre Effektivität und Exportfähigkeit ein; nach vierzig Jahren waren 90% der Betriebe abgewirtschaftet. Das Buch dokumentiert den Aufstieg im Westen und den Niedergang bekannter Firmen wie Wella, Audi und Villeroy & Boch sowie Leipziger Verlage wie Brockhaus und Reclam. Auch Chemnitzer Maschinenbauer und Textilhersteller siedelten sich im Westen neu an. Es wird erläutert, warum Ostdeutschland nicht aufholt, und die verheerenden Auswirkungen der Demontagen von 1945/48 sowie die exzessive Enteignungspolitik des marxistisch-leninistischen Staates werden thematisiert. Diese Maßnahmen führten zur Flucht tausender traditionsreicher Betriebe nach Westdeutschland und trugen entscheidend dazu bei, dass die Bundesrepublik zum Exportweltmeister wurde. Die Folgen dieses wirtschaftlichen Vernichtungsfeldzuges sind bis heute spürbar.

      Der große Wirtschafts-Transfer von Ost nach West nach 1945 - Tausende Ostbetriebe bauten den Westen auf - Bestandsaufnahme nach2021