An Audible Blue
- 230 pages
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Klaus Merz is a celebrated author whose work is distinguished by its effortless, concise, and precise articulation. Both as a poet and a narrator, he possesses a remarkable gift for capturing the essence of his subjects with exceptional clarity. His prolific output spans poetry, short stories, novellas, and essays, often delving into the realm of visual arts, alongside radio plays, screenplays, and theatrical works. Merz's distinctive voice and masterful command of language establish him as a significant figure in contemporary literature.







Klaus Merz is one of the most prominent, prolific, and versatile Swiss writers working today. Celebrated as a master of concise, condensed sentences, Merz brings depth and resonance to spare narratives with lyrical prose and striking images. Stigmata of Bliss brings together three of Merz's critically acclaimed novellas, offering English readers the perfect introduction to his work. Jacob Asleep introduces a family marked by illness, eccentricity, and a child's death. In A Man's Fate, a moment of inattention on a mountainous hike upends a teacher's life and his understanding of mortality. And finally, The Argentine traces the fluctuations of memory and desire in a man's journey around the world. In each novella, Merz takes readers on a profound and intimate journey. Read as a whole, the works complement, enrich, and echo each other.
Ein Mann namens Dubois hat einen Autounfall. Im Krankenhaus hört er sich an, was er während der Fahrt auf sein Diktiergerät gesprochen hat. „Er betreibe mit seinen Notizen eine Art Spurensicherung, um nachlesen zu können, wo es hingehe mit ihm.“ Und er spricht weiter, „um gegen die zunehmende Unruhe aufzukommen“. Dubois protokolliert Lebensstationen, Erinnerungen, Wahrnehmungen. Erzählend wird ihm klar, wie die Sprache Wirklichkeit inszeniert, wie die Wirklichkeit erst in der Sprache Gestalt annimmt. Er erfährt auch, daß nichts selbstverständlich ist, wenn man genauer hinsieht.
LOS. Das ist das Leben, das ist das alltägliche Abschiednehmen und: das ist das Verschwinden in den Tod. Eine ergreifende Geschichte über die Annäherung an einen verstorbenen Freund, der sich eines Tages aufgemacht hatte, um nicht mehr zurückzukommen
Aus dem Staub zeigt Klaus Merz einmal mehr als Meister der Verdichtung. Aus kurzen, sparsam gesetzten Versen entwickelt er ganze Lebensgeschichten, zeichnet mit bloßen Andeutungen Bilder voller Farben und Licht. Ob Klaus Merz über alltägliche Szenen schreibt oder in seine Erinnerungen eintaucht, ob er fremden Orten und Menschen begegnet oder vertrauten – stets gelingt es ihm, den Blick auf das Wesentliche zu richten und ihm seinen ganz eigenen Tonfall zu verleihen. Unter der Oberfläche seiner lakonischen Poesie blitzen Witz und feine Ironie auf, hinter dem ruhigen Vordergrund seiner Gedichte verbergen sich Momente voller Überraschung und Verstörung.
Klaus Merz erzählt die Geschichte einer Familie, deren Lebenswege immer wieder in Abgründe und Hinterhalte führen. Abseits der Kreuzungen, an denen Krankheit und Tod „Vorrang haben“, wird aber gelebt, geliebt und geflunkert oder in fröhlicher Bigamie mit zwei Eskimofrauen der Fisch geteilt. Den Blick auf die Details gerichtet, rückt der Erzähler die Ereignisse in ein oft überraschendes Licht. Fast beiläufig skizziert Klaus Merz so ein Bild der fünfziger und frühen sechziger Jahre, das aber nicht der Nostalgie, sondern immer dem Leben verpflichtet bleibt.
Als Lenas Großvater kurz nach dem Zweiten Weltkrieg das Schiff nach Buenos Aires besteigt, fährt er dem Abenteuer entgegen, auf der Suche nach einer neuen Welt, die ihm nicht so müde und verbraucht erscheint wie das alte, verstörte Europa. Doch ein hartnäckiger Heuschnupfen zwingt ihn schon bald, seinen Traum vom freien Leben als Gaucho zu begraben. Stattdessen begegnet er der Kunst des Tangos und jener der Liebe. Zwei Jahre später kehrt er dennoch wieder zurück in sein Heimatland und an die Seite von Amelie, die unbeirrt auf ihn gewartet hat. Die Erinnerung an seine Zeit in der Fremde, die ihn zum Argentinier gemacht hat, hütet der Schweizer wie einen Schatz und erst nach seinem Tod lüftet sich das Geheimnis. Unaufgeregt und mit zarter Ironie zeichnet Klaus Merz aus der Perspektive der Enkelin das Leben eines Mannes nach, das stets einem wunderbaren Eigen-Sinn verpflichtet war.
Prosa 1983–1995. Werkausgabe Band 3
Klaus Merz gehört seit vielen Jahren zu den außerordentlichen Stimmen der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur. Für seine Lyrik und Prosawerke wie z.B. Jakob schläft wurde er mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet.Der dritte Band der Werkausgabe von Klaus Merz, der seine Prosa aus den Jahren von 1983 bis 1995 versammelt, zeigt den Erzähler Merz als Meister der Seine Figuren halten sich in einem labilen Gleichgewicht zwischen Verheerungen und Momenten des Glücks. Kern des Bandes bilden jene viel gerühmten Erzählungen, die 1988 unter dem Titel Tremolo, Trümmer erschienen sind. Erstmals in Buchform erscheint Die Schonung. Eine Moritat in sieben Gängen.