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Lajos Mitnyán

    Das reine Wort
    • 2020

      Das reine Wort

      Rainer Maria Rilkes ästhetisches Denken und die 'Duineser Elegien'

      Die Studie untersucht die heterogenen ästhetischen Ideen von Rainer Maria Rilke in seinen frühen und mittleren Schaffensphasen und fokussiert dabei die „Duineser Elegien“. Diese werden als Abdruck seiner unentfalteten, ungeschriebenen späten Ästhetik interpretiert. Ziel ist eine ästhetisch orientierte Lektüre der „Elegien“, die sowohl Rilkes Ideen zur Kunst rekonstruiert als auch den gesamten Zyklus in neuem Licht erscheinen lässt. Die Untersuchung betrachtet das zentrale Problem aus zwei Perspektiven: Die erste analysiert die epistemische Struktur hinter Rilkes divergierenden kunsttheoretischen Überlegungen und deren sich verändernde Subjekt-Objekt-Struktur. Die zweite Perspektive hebt die generische Praxisorientiertheit seiner Kunstbetrachtungen hervor und nutzt Begriffe der zeitgenössischen pragmatischen Kunstphilosophie. Im Fokus steht die Funktion und Aufgabe der Kunst innerhalb des menschlichen Weltverhältnisses, die als ästhetisches In-Bezug-Setzen zur Welt verstanden wird. Der Text der „Elegien“ wird philosophisch-ästhetisch untersucht, um zu zeigen, wie Rilkes frühere ästhetische Vorstellungen in seiner späteren Schaffensphase weiterleben. Diese Methode ermöglicht es, zentrale Figuren und Phänomene der „Elegien“ aus einer neuen poetisch-ästhetischen Perspektive zu betrachten und die vorherrschende ontologisch-hermeneutische Lektüretradition in Richtung Ästhetik zu überwinden.

      Das reine Wort