Die Kameraaugen des Fritz Lang
Der Einfluss der Kameramänner auf den Film der Weimarer Republik. Studien zu Karl Freund, Carl Hoffmann, Rudolph Maté, Günther Rittau und Fritz Arno Wagner
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Der Film der Weimarer Republik hat die Filmgeschichte maßgeblich geprägt, insbesondere durch seine bildgestalterischen Meisterleistungen. In dieser Ära emanzipierte sich die Sprache der bewegten Bilder von traditionellen Formen der Bildgestaltung aus Malerei und Fotografie. Die Wechselwirkungen zwischen visueller Gestaltung und erzählerischer Dramaturgie sowie zwischen Kamera und Regie förderten Innovation und Kreativität. Paul Rotha postulierte, dass viele fotografischen Mittel, die die dramatische Kraft von Einstellungen unterstützen, ihren Ursprung in den Filmstudios dieser Zeit haben. Dennoch wurde bislang nicht detailliert untersucht, wie die Wirkung und Aussagekraft dieser Bilder handwerklich und künstlerisch erzeugt wurden und wie die sich schnell entwickelnde Filmtechnik zu neuen bildsprachlichen Experimenten führte. Axel Block diskutiert anhand von neun Filmausschnitten den Einfluss von Kameramännern wie Karl Freund und Fritz Arno Wagner auf den Film der Weimarer Republik und beleuchtet die Zusammenarbeit mit Regisseuren. Dabei werden Werke von Fritz Lang, wie "Dr. Mabuse, der Spieler" und "Metropolis", sowie Klassiker von F. W. Murnau und G. W. Pabst betrachtet. Die Analysen konzentrieren sich auf Bildgestaltung, Bewegung, Lichtführung und deren Beziehung zur Inszenierung und Dramaturgie. Ein umfangreiches Glossar erklärt zahlreiche Fachbegriffe und handwerkliches Grundwissen.
