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Stefanie Brünenberg

    Stadtbaukunst zwischen Tradition und Moderne
    • Wolfgang Rauda (1907–1971), ein Dresdner Architekt, fand in der Nachkriegsmoderne nur schwer seinen Platz. In der DDR und später in der BRD nahm er eine konfliktreiche Position zwischen Tradition und Moderne ein. Ausgebildet in der traditionell orientierten Stuttgarter Schule der 1920er Jahre und als aufstrebender Architekt im Nationalsozialismus, entwickelte er ein bislang wenig beachtetes Konzept einer Stadtbaukunst, das Tradition und Moderne verbinden wollte. Seine Arbeiten lassen bereits Prinzipien der späteren Postmoderne erahnen, wie das städtebauliche Leitbild der „Kritischen Rekonstruktion“ und die architektonische Rekonstruktion. Die Architekturhistorikerin Stefanie Brünenberg analysiert Raudas Schriften und stellt sie in den Kontext bedeutender Klassiker der theoretischen Stadtbaukunst. Sie beleuchtet den Richtungsstreit zwischen Tradition und Moderne im 20. Jahrhundert bis hin zum Wiederaufbau in Frankfurt am Main. Rauda entwarf ein Konzept des Städtebaus nach „raumkulturellen“ Grundsätzen und setzte diese in seinen Projekten um, darunter Kirchen, Schulen und Verwaltungsbauten, stets mit Blick auf lokale Gegebenheiten und internationale Entwicklungen. Brünenberg fügt der Geschichte der Stadtbaukunst einen weiteren Baustein hinzu und beleuchtet die Biografie eines politisch umstrittenen Architekten, der in vier politischen Systemen wirkte und dennoch oft unbemerkt blieb. Rauda verkörpert eine typische Architekten

      Stadtbaukunst zwischen Tradition und Moderne