Der erste Roman Péter Esterházys, neben Harmonia Cælestis und Einführung in die schöne Literatur einer der drei Grundpfeiler seines Werks. Als er 1979 in Ungarn erschien, schlug er wie eine Bombe ein und erlangte Kultstatus.
Terézia Moras Frankfurter Poetik-Vorlesungen beginnen mit einem starken Bild. Sie erzählt, wie sie unlängst mit ihrer kleinen Tochter im Kino war, um sich einen Zeichentrickfilm anzusehen. Darin musste eine Familie von Steinzeitmenschen ihre Höhle verlassen und sah sich mit einem Mal einer fremden und bedrohlichen Welt gegenüber. Ähnlich fühlt Terézia Mora sich als Autorin von jeher in eine Welt von Störungen und Irritationen ausgesetzt, der sie sich erwehren muss, die aber auch zu Antriebskräften ihres Schreibens werden. Wie sich dies gestaltet, darüber spricht sie in ihren Vorlesungen. Detailliert erzählt sie von ihren Romanfiguren, wann sie ihnen begegnet ist und welchen intimen Umgang sie mit ihnen, fiktiven Freunden teilweise schon seit Kindertagen, pflegt. Und sie kommt auch auf einen wesentlichen Aspekt ihres Schreibens zu sprechen: das Drastische, und weswegen ihre Geschichten immer radikale Wendungen nehmen. Indem Terézia Mora so dem existentiellen Ursprung sowie den Bedingungen und Grundlagen ihres Schreibens nachgeht, ist ihr neues Buch auch ein Nachdenken über die autobiographischen Hintergründe ihrer Entwicklung als Autorin. Dies macht »Nicht sterben« zu einer ebenso erhellenden wie faszinierenden Hinführung zu ihrem Werk und zur Literatur im Allgemeinen.
Sieben Jahre hat Terézia Mora regelmäßig ihre Gedanken und Beobachtungen in einem Blog festgehalten - von ihrem 43. bis zum 50. Geburtstag. Kurze Texte, in denen die vielfach preisgekrönte Autorin (Deutscher Buchpreis, Georg-Büchner-Preis) spontane Eindrücke festhält und »Glücksmomente« im Alltag sucht. Einträge, in denen sie ebenso klug wie kurzweilig über unsere Zeit reflektiert. »Fleckenverlauf« enthält Momentaufnahmen, die weit über eine Ideensammlung für spätere Werke hinausgehen. Ein Tage- und Arbeitsbuch, das Terézia Moras literarisches Schaffen kunstvoll ergänzt.
Muna verliebt sich in Magnus, einen Französischlehrer, und erlebt mit ihm eine intensive, aber problematische Beziehung. Nach Jahren der Trennung treffen sie sich wieder, doch ihre Liebe wird von Kälte und Gewalt überschattet. Muna kämpft darum, trotz der Schwierigkeiten an der Beziehung festzuhalten.
Ist das Leben ein ewiger Balanceakt? Darius Kopp drohte an seinem Unglück zu zerbrechen. Drei Jahre sind vergangen, seit seine Frau Flora, seine große Liebe, gestorben ist. Der IT-Experte ist mit Floras Asche durch Europa gereist und schließlich auf Sizilien gelandet. Dort taucht eines Tages unverhofft seine 17-jährige Nichte auf. Das Mädchen ist allein unterwegs und weicht ihm nicht mehr von der Seite. Lorelei braucht Darius‘ Hilfe – und er die ihre. Mit ihr geht er zurück nach Berlin. Und lernt, sein Glück daran zu messen, was man durch eigenen Willen verändern kann - und was nicht.
Nominiert für den Deutschen Buchpreis 2023»Ich weiß, was du willst«, sagte er. »Du bekommst es nicht.« - Der neue große Roman der Georg-Büchner-Preisträgerin und Gewinnerin des Deutschen Buchpreises.
Muna liebt Magnus. Ob und wen Magnus liebt, ist schwer zu sagen. Was geschieht mit einem Leben, das man in Abhängigkeit von einem anderen führt? Muna steht vor dem Abitur, als sie Magnus kennenlernt, Französischlehrer und Fotograf. Mit ihm verbringt sie eine Nacht. Mit dem Mauerfall verschwindet er. Erst sieben Jahre später begegnen sich die beiden wieder und werden ein Paar. Muna glaubt, in der Beziehung zu Magnus ihr Zuhause gefunden zu haben. Doch schon auf der ersten gemeinsamen Reise treten Risse in der Beziehung auf. Im Laufe der Jahre nehmen Kälte, Unberechenbarkeit und Gewalt immer nur zu. Doch Muna ist nicht gewillt aufzugeben.
Ausgezeichnet mit dem Georg-Büchner-Preis 2018.
Ein Ausflug ans Meer soll ein junges Paar zusammenführen. Ein Nachtportier fühlt sich heimlich zu seiner Halbschwester hingezogen. Eine Unidozentin flieht vor einer gescheiterten Beziehung und vor der Auseinandersetzung mit sich selbst. Ein japanischer Professor verliebt sich in eine Göttin.Kunstvoll erzählt Terézia Mora in »Die Liebe unter Aliens« von Menschen, die sich verlieren, aber nicht aufgeben, die verloren sind, aber weiter hoffen. Wir begegnen Frauen und Männern, die sich merkwürdig fremd sind und zueinander finden wollen. Einzelgängern, die sich ihre wahren Gefühle nicht eingestehen. Träumern, die sich ihren Idealismus auf eigensinnige Weise bewahren. Mit präziser Nüchternheit spürt Mora in diesen zehn Erzählungen Empfindungen nach, für die es keinen Auslass zu geben scheint, und erforscht die bisweilen tragikomische Sehnsucht nach Freundschaft, Liebe und Glück.
Kühl, eindringlich, bewegend: die Erzählungen der Trägerin des Ingeborg-Bachmann-Preises 1999. Schauplatz sind die kleinen Dörfer unweit der Grenze zwischen Ungarn und Österreich mit ihren skurrilen, manchmal brutalen und gerne besoffenen Einwohnern.
The Esterházys, one of Europe's most prominent aristocratic families, are closely linked to the rise and fall of the Hapsburg Empire. Princes, counts, commanders, diplomats, bishops, and patrons of the arts, revered, respected, and occasionally feared by their contemporaries, their story is as complex as the history of Hungary itself. Celestial Harmonies is the intricate chronicle of this remarkable family, a saga spanning seven centuries of epic conquest, tragedy, triumph, and near annihilation. Told by Péter Esterházy, a scion of this populous clan, Celestial Harmonies is dazzling in scope and profound in implication. It is fiction at its most awe-inspiring. This P.S. edition features an extra 16 pages of insights into the book, including author interviews, recommended reading, and more.
Für diese Erzählungen wurde sie mit dem Open-Mike-Literaturpreis, dem Ingeborg-Bachmann-Preis (1999) und dem Adelbert-von-Chamisso-Förderpreis (2000) ausgezeichnet. 2004 erschien der Roman 'Alle Tage', der ausnahmslos von der Kritik gelobt wurde und grossen Anklang bei den Lesern fand. Für den Roman erhielt sie den Mara-Cassens-Preis für das beste Roman-Debüt des Jahres, den Kunstpreis Berlin, den LiteraTour-Nord-Preis und den Preis der Leipziger Buchmesse.
Umgeben von globalen Wirtschaftskatastrophen kämpft ein Mann darum, sein Lebensidyll zu verteidigen, obwohl er die Realität nicht länger ignorieren kann: Die Firma, für die er arbeitet, ist zusammengebrochen, und seine Ehe steht auf der Kippe. Die Geschichte folgt Darius Kopp, einem Anfang vierzigjährigen, verheirateten Vertreter einer US-amerikanischen Firma für drahtlose Netzwerke. Ursprünglich ein gefragter Informatiker aus der DDR, sieht sich Darius als Gewinner der neuen Zeit. Doch die Geschäfte laufen schlecht, und als ein säumiger Kunde eine Kiste mit Geld in seinem Büro hinterlässt, versucht er vergeblich, seine Chefs in London oder Los Angeles zu erreichen, um Rat zu holen. Es scheint, als existiere die Firma nicht mehr. Darius leidet unter dem Verlust seiner Sicherheiten, kann sich jedoch nicht eingestehen, dass auch seine Ehe mit der hypersensiblen Flora in Gefahr ist. Während er um das nackte Überleben kämpft, wird ihm klar, dass er nicht nur beruflich, sondern auch privat vor dem Aus steht. Die Autorin thematisiert in diesem hochaktuellen Roman die Zerbrechlichkeit von Lebensentwürfen in einer vernetzten Welt, in der Krisen sowohl global als auch intim sind.
Das Buch enthält zwanzig unveröffentlichte Texte von Preisträgern der LiteraTour Nord (1993-2012), darunter Erzählungen, Feuilletons und Gedichte. Die Autoren, wie W. G. Sebald und Robert Gernhardt, reflektieren ernsthaft und verspielt über das Leben und die Herausforderungen der Welt.
Darius Kopp sa oženil krátko potom, čo prekročil štyridsiatku. Pracoval ako
jediný zástupca americkej firmy pre bezdrôtové technológie pre krajiny
strednej a východnej Európy a región Nemecko-Rakúsko-Švajčiarsko. V čase
globálnych hospodárskych katastrof sa Kopp snažil obhajovať svoj životný štýl.
Firma, pre ktorú pracoval, sa síce zmenila na fantóm (jeho šéfovia aj tak
sedia v Londýne a v Kalifornii) a aj manželstvo s jeho veľkou láskou stálo
pred rozpadom, no i tak chcel dlho veriť v to, že všetko pôjde dobre a že žije
v najlepšom z možných svetov. Predovšetkým však, že sa mu podarilo odkrojiť si
pre seba veľký kus z dobrého života.