Studienarbeit aus dem Jahr 2016 im Fachbereich Soziologie - Politische Soziologie, Note: 1,3, Humboldt-Universität zu Berlin, Sprache: Deutsch, Abstract: Die AKP, hervorgegangen aus den Reformisten des Erbakan-Lagers, regiert seit 2002 in der Türkei und hat signifikante Veränderungen in der Sozialpolitik bewirkt. Diese Arbeit untersucht die Bedeutung der Sozialpolitik unter der AKP. Zunächst wird die sozialpolitische Entwicklung der Türkei vom Osmanischen Reich bis zur Machtübernahme der AKP dargestellt. Danach werden die sozialpolitischen Maßnahmen der AKP analysiert. Abschließend wird erörtert, inwieweit diese Maßnahmen wirksam waren, welche Gruppen davon profitierten und welche ausgeschlossen wurden. Sozialpolitik, definiert von Karl Heinz Hillmann als angewandte Sozialwissenschaft zur Förderung sozialer Gerechtigkeit und Chancengleichheit, ist ein variabler Bestandteil moderner Nationalstaaten, abhängig von der Regierungsform. In demokratischen Staaten dient sie nicht nur der Verbesserung sozialer Lebenslagen, sondern auch der Stabilisierung staatlicher Strukturen. In autokratischen Systemen hingegen wird Sozialpolitik oft eingesetzt, um breite Massen zu mobilisieren und das eigene System zu festigen, nicht primär zum Wohle der Bevölkerung, wie historische und aktuelle Beispiele zeigen.
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