Staatliche Aufsicht über Ersatzschulen.
Möglichkeiten und Grenzen staatlichen Einflusses auf private Schulen als Ersatz für öffentliche Schulen nach Artikel 7 des Grundgesetzes.
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Die Arbeit untersucht die verfassungsrechtlichen Bestimmungen in Art. 7 GG sowie das korrespondierende Landesrecht hinsichtlich der staatlichen Aufsicht über Ersatzschulen, die als wichtigste Gruppe der Privatschulen gelten. Hierbei werden sowohl Anforderungen an die Landesgesetzgeber als auch konkrete Maßgaben für die Anwendung der staatlichen Aufsicht und die schulische Gestaltungsfreiheit erörtert. Private Schulen nehmen im Grundgesetz eine besondere Rolle ein. Artikel 7 regelt nicht nur das Recht auf Gründung von Privatschulen, sondern auch die staatliche Aufsicht und stellt spezifische Anforderungen an den Betrieb sowie eine Genehmigungspflicht für Ersatzschulen auf. Die Untersuchung bietet eine umfassende Bestandsaufnahme des Ersatzschulrechts in den sechzehn Bundesländern und beleuchtet die Bedeutung dieser Grundrechtsbestimmungen aus einer abwehrrechtlichen Perspektive. Es werden Forderungen an die Landesgesetzgeber formuliert, denen nicht immer nachgekommen wird, sowie Maßgaben für die Anwendung der staatlichen Aufsicht in der Praxis und für die schulische Gestaltungsfreiheit. Die Gliederung umfasst Grundlagen der staatlichen Aufsicht, den verfassungsrechtlichen Rahmen der Ersatzschulaufsicht und Direktiven für die Gestaltung des Landesrechts. Die Schlussbetrachtung fasst die Ergebnisse zusammen und bietet einen Literatur- und Sachwortverzeichnis.
