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Jizchok Lejb Perez

    Jüdische Geschichten
    • An einem warmen Pessachtag spazieren Reb Schachno, ein langer, magerer Jude und letzter Überrest der alten Kozker Chassidim, und Reb Sorach, ein ebenso magerer, aber kleiner Jude und letzter Vertreter der alten Belzer Gemeinde, vor der Stadt. In ihrer Jugend waren sie erbitterte Feinde, Reb Schachno als Anführer der Kozker und Reb Sorach als Anführer der Belzer. Doch im Alter haben sie ihre Rivalität abgelegt, da beide Gemeinden an Glanz verloren haben. Sie haben jüngeren Leuten die Führung überlassen, die zwar in Glaubensfragen schwächer, aber körperlich rüstiger sind. An einem Wintertag im Bethaus schlossen sie Frieden und genießen nun den dritten Pessachfeiertag. Der Himmel strahlt blau, die Erde sprießt mit frischem Gras, und Vögel suchen nach ihren Nestern. Reb Schachno äußert, dass die echten Kozker nicht viel von der Haggodo hielten, worauf Reb Sorach mit einem Lächeln anmerkt, dass sie dafür umso mehr von den Mazzeknödeln hielten. Reb Schachno erwidert ernst, dass man nicht über die Knödel lachen solle, da sie eine geheime Bedeutung im Bibelwort hätten. Reb Sorach antwortet stolz, dass es ihm genügt, die Verzückung des Gebets zu kennen.

      Jüdische Geschichten2023