Andorra von Max Frisch - Textanalyse und Interpretation
mit Zusammenfassung, Inhaltsangabe, Charakterisierung, Szenenanalyse, Prüfungsaufgaben uvm.
Max Frisch delves into profound questions of identity and alienation within modern society. His works critically examine Swiss nationalism and the illusory image of democracy, highlighting human fear of freedom and an obsession with control. Frisch masterfully blends personal reflections with political commentary, employing paradoxical techniques and a fragmented style to explore the spiritual crisis of the world.







mit Zusammenfassung, Inhaltsangabe, Charakterisierung, Szenenanalyse, Prüfungsaufgaben uvm.
Denníky Maxa Frischa z rokov 1946 – 1949 možno čítať ako fragment spisovateľovej autobiografie aj ako zápisky reportážneho charakteru z povojnovej Prahy, Viedne, Varšavy, Frankfurtu a Berlína. Výrazne literárne, ba až poetické pasáže sa v texte prelínajú s vecno-realistickými, s opismi hrôzostrašných scenérií a bizarných zážitkov. V jeho denníku nachádzame pestrú mozaiku postáv a postavičiek, sám Frisch hovorí o „pralese osudov", ktorým sa prediera. Je dobrý pozorovateľ a uvedomuje si rozsah morálnej katastrofy, ktorú spôsobila vojna. Odmieta myslieť v kategóriách ako je vina a pokánie a odmieta aj myšlienku kolektívnej viny, ktorá bola v tých časoch pomerne rozšírená. Dospieva k presvedčeniu, že ani kultúra a vzdelanie nie sú zárukou opakovania podobných vecí a že tomu možno zabrániť, len ak sa na ne nezabudne. Niektorí literárni vedci radia Frischove denníky k najdôležitejším dielam švajčiarskej literatúry 20. storočia.
Im September 1965 erschien in der Kulturzeitschrift „neutralität“ ein Text von Max Frisch mit dem Titel „Unbewältigte schweizerische Vergangenheit?“. Frisch fragte, inwieweit die schweizerische Vergangenheit von 1933–1945 Eingang in die Schweizer Literatur gefunden hatte. Der Beitrag wurde 1966 in der „Weltwoche“ erneut abgedruckt und bildete den Auftakt zu einer Debatte, in die sich Frischs Schriftstellerkollegen Otto F. Walter, Jean Rudolf von Salis, Peter Bichsel, Adolf Muschg und Walter Matthias Diggelmann einschalteten. In ihren Beiträgen fragten sie nach den Grenzen der heimatlichen Literatur, dem Bezugsraum ihres eigenen Schreibens und der politischen Rolle des Schriftstellers. Der vorliegende Band zeichnet die historische Debatte nach und verlängert ihre Fragen in die Gegenwart. Mit Ruth Schweikert und Julia Weber antworten ihnen zwei literarische Stimmen, die sich kritisch mit der Schweiz auseinandersetzen.
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Schriftsteller sind beliebte Interviewpartner, aus zweierlei Gründen: Man erhofft sich von ihnen Aufschluss über ihre eigenen Werke und Aufklärung über die allgemeine Weltlage. Das Schriftstellerinterview ist eine Fortsetzung der Literatur mit den Mitteln der Mediensprache. Es lebt von der Unmittelbarkeit, mit der sich Schriftsteller zu Wort melden und zu literarischen, gesellschaftlichen und politischen Themen Stellung beziehen. Max Frisch war der Inbegriff eines Schriftstellers, der sich einmischt und gehört wird. Er hat unzählige Interviews gegeben, obwohl er sie eigentlich gar nicht mochte. Umso virtuoser beherrschte er sie: Er war ein master conversationalist, wie sich Jodi Daynard ausdrückt, die ihn in den achtziger Jahren drei Tage lang interviewte. Nun erscheint erstmals eine Auswahl der besten Interviews und Gespräche mit Max Frisch. Einige davon werden zum ersten Mal überhaupt oder zum ersten Mal in voller Länge oder zum ersten Mal in deutscher Sprache veröffentlicht. Im Gespräch über Themen wie Vernunft und Utopie, Ideologie und Kritik, Hass und Gewalt, aber auch über Fakt und Fiktion, Poesie und Polemik werden Fragen beantwortet, die bis heute aktuell sind.
In seinem letzten Typoskript verarbeitete Max Frisch auf sehr persönliche Art und in einer für ihn typischen literarischen Form jenen Skandal, der die Schweiz 1989/1990 erschütterte: Fast eine Million Einwohner war während des Kalten Krieges vom schweizerischen Staatsschutz observiert worden. Auf individuell angelegten Karteikarten oder „Fichen“ hatte die Bundesanwaltschaft eine eigene Verdachtschronik produziert, deren grotesk banaler Charakter den Skandal nur verstärkte. Frischs Arbeit an der eigenen Akte fand 1990 statt, im Vorfeld der umstrittenen 700 Jahrfeier der Eidgenossenschaft statt. Fast ein halbes Jahrhundert nach Stiller sah sich Frisch gezwungen, die Frage nach dem Verhältnis von Lebensgeschichten und Identität nochmals aufzunehmen. Er rückte dem Strandgut des analogen Überwachungsapparates mit Schere, Tacker und Schreibmaschine auf den Leib. Die dabei entstandene Collage ist die erschütternde Abrechnung mit der Ignoranz, nicht nur des Staatsschutzes. Und damit erweist sie sich als eminnent aktuell. Sie wird hier zum ersten Mal veröffentlicht.
Deník 1966–1971 navazuje na předchozí Frischův Deník. Deníkové zápisky, ať už to jsou skici k budoucí povídce nebo glosy ke zprávám, různé fikce či analýzy, smyšlené výslechy, dotazníky či příručka pro seniory, cestovní zprávy anebo vzpomínky, to vše zachycuje dobu a jednotlivé situace oné doby. Deník vypovídá o moci a bezmoci nikoli jenom spisovatelů. O úloze lidí, kteří se spokojí s tím, že „ve srovnání s druhými jsou bez viny“. Max Frisch píše deník své doby a odkrývá vinu nevinných.
Der Spielcharakter wird augenscheinlicher, das Schauspiel ästhetische Technik und Thema zugleich. Im Zentrum des Spiels steht Hannes Kürmann, Verhaltensforscher, dessen Wunsch »Wenn ich noch einmal anfangen könnte, ich wüßte, was ich anders machen würde« mit Hilfe eines Spielleiters in Erfüllung geht. Biografie - gelebtes Leben, angesammeltes Leben - wird hier dem Versuch ausgesetzt: was wäre, wenn -und vor allem, was wäre, wenn nicht . . .
The daily journal of a giant of German literature, touching subjects ranging from everyday life to the political and social conditions in East Germany as viewed from West Berlin. Max Frisch (1911-91) was a giant of twentieth-century German literature. When Frisch moved into a new apartment in Berlin's Sarrazinstrasse, he began keeping a journal, which he came to call the Berlin Journal. A few years later, he emphasized in an interview that this was by no means a "scribbling book," but rather a book "fully composed." The journal is one of the great treasures of Frisch's literary estate, but the author imposed a retention period of twenty years from the date of his death because of the "private things" he noted in it. From the Berlin Journal now marks the first publication of excerpts from Frisch's journal. Here, the unmistakable Frisch is back, full of doubt, with no illusions, and with a playfully sharp eye for the world. From the Berlin Journal pulls from the years 1946-49 and 1966-71. Observations about the writer's everyday life stand alongside narrative and essayistic texts, as well as finely-drawn portraits of colleagues like Günter Grass, Uwe Johnson, Wolf Biermann, and Christa Wolf, among others. Its foremost quality, though, is the extraordinary acuity with which Frisch observed political and social conditions in East Germany while living in West Berlin.
V září 2009 byl v německém tisku oznámen senzační nález neznámého díla slavného švýcarského autora Maxe Frische. Jedná se o text namluvený Frischem na diktafon a následně přepsaný jeho sekretářkou (184 str.) Koncepty ke třetímu deníku vznikaly od jara 1982 v New Yorku, kde MF v té době žil se svou o mnoho mladší americkou družkou ( Lynn z jeho povídky Montauk). Příležitostné zápisky osobního charakteru i delší reflexivní pasáže se vyznačují typickým rukopisem jeho předchozích světoznámých deníků.
Die Schroedel Interpretationen bieten anspruchsvolle, doch verständlich und interessant geschriebene Darstellungen und Deutungen von wichtigen Werken der deutschen Literatur. Im vorliegenden Band wird unter anderem ausgeleuchtet, mit welcher Erzählkunst der Autor die eindimensionale Weltsicht Fabers ins Mehrdimensionale aufbricht und erweitert
Nichts Großartigeres gibt es als das Leben - und nichts Verwickelteres. Dabei hat jede Zeit im Leben ihren ganz eigenen Blick auf die Welt und die Existenz darin. Max Frisch erprobt die Perspektiven und entdeckt in jeder einen ganz eigenen Gewinn. Allen gemeinsam ist ein Bekenntnis: Leben, ja§'Für jedes Lebensalter, ausgenommen das kindliche, bedeutet die Zeit ein gelindes Entsetzen, und doch wäre jedes Lebensalter schön, je weniger wir verleugnen oder verträumen, was ihm zukommt.'
Das Tagebuch 1966-1971 steht in der Kontinuität des ersten. Die Aufzeichnungen, ob Erzählung oder Bericht, Fiction oder Analyse, Verhöre, Fragbogen oder Handbuch, Reisebericht oder Erinnerung, protokollieren unsere Zeit und die Situationen des einzelnen in ihr.
Im August 2009 meldeten die Feuilletons eine Sensation: In einem der Öffentlichkeit nicht zugänglichen Teil des Max-Frisch-Archivs in Zürich war das Typoskript eines bisher unbekannten Werks des Schweizer Autors gefunden worden: 184 Seiten, von Frisch auf Tonband diktiert, von seiner Sekretärin in die Maschine getippt. Der Autor selbst hatte auf der Titelseite notiert: »Tagebuch 3. Ab Frühjahr 1982«. Max Frisch lebte zu dieser Zeit in New York, zusammen mit seiner damaligen Lebensgefährtin Alice Locke-Carey, bekannt als »Lynn« aus der Erzählung Montauk. Ihr ist das Tagebuch 3 gewidmet, und vermutlich fällt das abrupte Ende der Aufzeichnungen Mitte der achtziger Jahre mit der Trennung von der Amerikanerin zusammen. Die USA und die Schweiz, die Reagan-Administration und das belastete Verhältnis zu der um vieles jüngeren Frau, der Kalte Krieg und der Krebstod eines engen Freundes: Wie die beiden legendären, 1950 und 1972 erschienenen Tagebücher verzeichnet auch das Tagebuch 3 Augenblicksnotizen neben längeren reflexiven Passagen – und hebt das scheinbar flüchtig hingeworfene Notat in den Rang des Literarischen: »Es gibt in Amerika alles – nur eins nicht: ein Verhältnis zum Tragischen.«
»Warum leben wir nicht, wo wir doch wissen, daß wir nur ein einziges Mal da sind, nur ein einziges und unwiederholbares Mal, auf dieser unsagbar herrlichen Welt!« Balz Leuthold wollte nie »gewöhnlich« sein, doch Außergewöhnliches hat er kurz vor seinem dreißigsten Geburtstag nicht vorzuweisen. Nun will er am Berg erzwingen, was ihm in Kunst und Literatur nicht gelang: die heroische Tat, die endlich sein »Dasein« in ein echtes »Leben« verwandelt. Mehr als siebzig Jahre nach Erscheinen ist diese frühe Erzählung von Max Frisch jetzt wieder zugänglich. Drängend und ungeschliffen noch begegnet bereits hier die Frage nach der biographischen Identität, die sein gesamtes Schaffen prägen sollte: Was macht ein erfülltes Leben aus? »Finden wir heraus, warum Frisch diese höchst ungewöhnliche und äußerst dichte, meisterhafte Erzählung verbannt hat, welche Züge seiner Figur ihm peinlich waren? Die Antwort kommt in diesem Buch tatsächlich aus der Stille; jeder Leser wird durch seine eigenen Lektüre eine für sich zutreffende finden. Diese Lektüre schafft man in wenigen, besonders lohnenden Stunden.« Andreas Müller, Darmstädter Echo
Die Geschichte eines absolut technologiegläubigen Mannes, der schliesslich erkennen muss, dass das Schicksal immer wieder unberechenbar und unerbittlich zuschlagen kann, als durch eine Liebesgeschichte sein rationale zementiertes Weltbild zerbricht. Durch die Ereignisse wird Faber zu einem Rechenschaftsbericht über seine eigene Vergangenheit gezwungen.
»Ein großer Teil dessen, was wir erleben, spielt sich in der Fiktion ab, das heißt, daß das wenige, was faktisch wird, nennen wir’s die Biographie, die immer etwas Zufälliges bleibt, zwar nicht irrelevant ist, aber höchst fragmentarisch, verständlich nur als Ausläufer einer fiktiven Existenz.« Was diese Existenz und damit die Person eigentlich ausmacht, und ob ein Mensch überhaupt zu beschreiben ist, hat Max Frisch ein ganzes Schriftstellerleben lang beschäftigt. Besonders sein Prosawerk – seine Romane, Erzählungen, Tagebücher – geben davon Zeugnis. Sie sind in diesem Band versammelt, vom literarischen Debüt Jürg Reinhart des Dreiundzwanzigjährigen über die längst kanonisch gewordenen Romane Stiller, Homo faber und Mein Name sei Gantenbein bis zu den späten Erzählungen Montauk und Blaubart. Volker Hage beschreibt Entstehung, Relevanz und Wirkung der Prosa Max Frischs in einem ausführlichen Nachwort. Dieser Band bietet im Vergleich zu den Einzelbänden eine Preisersparnis von 65%.
Anzukündigen ist die Erstveröffentlichung zweier Texte von Max Frisch: 1981, das Jahr seines siebzigsten Geburtstags, war für Max Frisch biographisch wie literarisch ein ereignisreiches Jahr: Nach der Scheidung von seiner zweiten Frau Marianne lebt er nun in New York – gemeinsam mit Alice Locke-Carey, Frisch-Lesern bekannt als »Lynn« aus der 1975 erschienenen Erzählung Montauk. In Zürich wird an der ETH das Max Frisch-Archiv eingerichtet, und im Sommer und Herbst dieses Jahres entsteht die Erzählung Blaubart. Zur gleichen Zeit schreibt Frisch zwei Vorlesungen, die er Anfang November 1981 in englischer Sprache am City College of New York hält. Beide Vorträge sind eine Reise durchs Werk und zugleich Instrument der Selbstbefragung und -erforschung: Welchen Impulsen folgt der Drang zu schreiben? Was vermag Literatur? Und zu welchem Zweck? Max Frischs Vorlesungen sind ein Manifest: ein Bekenntnis zur Poesie, die sich nicht abfindet mit dem Machbaren, die nicht lassen kann »von der Trauer, daß das Menschsein auf dieser Erde nicht anders ist«. Unter dem Titel Schwarzes Quadrat erscheinen sie jetzt erstmals in deutscher Sprache.
Tells the story of a middle-class UNESCO engineer called Walter Faber, who believes in rational, calculated world. Strange events undermine his security - an emergency landing in a Mexican desert against all odds, his friend Joachim hangs himself in the Mexican jungle, and he falls in love with a woman who dies of a concussion.
Lire en allemandCollection dirigée par Henri YvinecLa collection s'adresse à tous ceux qui désirent découvrir ou redécouvrir le plaisir de lire dans leur langue d'origine les oeuvres des plus grands auteurs contemporains.Notes en allemand en regard du texte, lexique bilingue en fin de volume dispensent d'un recours fastidieux au dictionnaire.20 Kurzgeschichten des 20. Jahrhunderts (Vingt histoires du xxe siècle) présentées par Maria Briand Notre aspect physique est-il le reflet de notre âme ? (R. Musil, W. Borchert, M. Frisch, C. Reinig). Un robot sosie pourrait-il nous remplacer ? (H. Kasack). Deux voisins échangent leur identité sans que personne s'en aperçoive... Est-ce possible ? (K. Kusenberg). Et si on nous donnait des pouvoirs magiques - serait-ce le paradis ou l'enfer ? (F. Kafka, E. Kästner, H. Spoerl)...Avec humour, ironie et d'un oeil parfois critique, les auteurs de ces Vingt histoires du xxe siècle observent ou imaginent la vie de leurs contemporains.
Nouvelles présentées par Michel LemercierMarie-Luise Kaschnitz . Gespenster - RevenantsHerbert Malecha . Die Probe - L'ÉpreuveAurelia Bundschuh . Die Uhr - La MontreSiegfried Lenz . Die Flut est pünktlich - La mariée est à l'heureWolfgang Borchert . Nacht schlafen die ratten doch - Mais les rats dorment la nuitMax Frish . Der andorranishe Jude - Le Juif d'AndorreHeinrich Böll . Mein trauriges Gesicht - Mon visage tristeLa série BILINGUE propose :une traduction fidèle et intégrale, accompagnée de nombreuses notes ;une méthode originale de perfectionnement par un contact direct avec les oeuvres d'auteur s étrangers.
Der Kanon. Die deutsche Literatur. Romane
Max Frisch, geboren am 15. Mai 1911 in Zürich, arbeitete zunächst als Journalist, später als Architekt, bis ihm mit seinem Roman Stiller (1954) der Durchbruch als Schriftsteller gelang. Es folgten die Romane Homo faber (1957) und Mein Name sei Gantenbein (1964) sowie Erzählungen, Tagebücher, Theaterstücke, Hörspiele und Essays. Frisch starb am 4. April 1991 in Zürich.
Erzählungen aus dem Tagebuch 1966–1971
Dieser Band versammelt vier Erzählungen aus dem Tagebuch 1966-1971 von Max Frisch (1911-1991). In Skizze eines Unglücks findet eine schwierige Liebesbeziehung ein tragisches Ende bei einem Autounfall. Der Traum des Apothekers von Locarno ist die Geschichte eines Apothekers, der nur weiß, »daß es nicht stimmt, was er denkt, was er sagt, was er tut, was er weiß«. (Ein glücklicher Traum bietet vorübergehend Flucht vor dem trüben Alltag.) Kabusch II - Kabusch ist allgegenwärtig, Kabusch ist der stets Verkannte, der im entscheidenden Moment versagt, der vereinnahmt und mißverstanden wird. Statik erzählt die Geschichte eines Professors für Statik, der sich eines Morgens kurz nach acht an irgendeinem Schalter meldet, weil er sich schuldig wähnt. »Ich kenne keinen zeitgenössischen Prosaschriftsteller deutscher Zunge, von dem so viel - Irrtum vorausgesetzt - bleiben könnte«, urteilt Marcel Reich-Ranicki über Max Frisch.
Die Kernzelle von Andorra findet sich in Max Frischs Tagebuch als Eintragung des Jahres 1946. Andorra ist der Name für ein Modell: Es zeigt den Prozess einer Bewusstseinsveränderung, abgehandelt an der Figur des jungen Andri, den die Umwelt so lange zum Anderssein zwingt, bis er es als sein Schicksal annimmt. Dieses Schicksal heißt in Max Frischs Stück »Judsein«. Das Schauspiel erschien als Buchausgabe zuerst 1961. Diese Ausgabe der »Suhrkamp BasisBibliothek – Arbeitstexte für Schule und Studium« bietet nicht nur Max Frischs Stück Andorra, seine »Anmerkungen zu Andorra«, die »Notizen von den Proben« sowie seine Prosaskizze »Der andorranische Jude«, sondern auch einen Kommentar, der alle für das Verständnis des Werks erforderlichen Informationen enthält: eine Zeittafel, die Entstehungs- und Textgeschichte, einen Überblick über die Aufführungs- und Rezeptionsgeschichte, eine Analyse der unterschiedlichen Deutungsansätze, Literaturhinweise sowie Wort- und Sacherläuterungen. Die Schreibweise des Kommentars entspricht den neuen Rechtschreibregeln.
Januar 1947 bis Mai 1986. Es wäre übertrieben, von einer regen Korrespondenz zwischen den beiden größten Schweizer Autoren des letzten Jahrhunderts zu sprechen. Dennoch: Alleine schon die einleitenden "famous first words" der rund 40 erhaltenen Briefe, Ansichtskarten und Notizen, die den Postweg von Frisch zu Dürrenmatt und von Dürrenmatt zu Frisch fanden, geben Einblick in die außergewöhnliche Kollegialität, Kritik, Freundschaft, Konkurrenz, Abhängigkeit und Divergenz zwischen den beiden schreibenden Landesgenossen. Peter Rüedis Textauswahl dokumentiert und erhellt dies lebendig auf einmalige Weise.
Max Frisch, geboren am 15. Mai 1911 in Zürich, arbeitete zunächst als Journalist, später als Architekt, bis ihm mit seinem Roman Stiller (1954) der Durchbruch als Schriftsteller gelang. Es folgten die Romane Homo faber (1957) und Mein Name sei Gantenbein (1964) sowie Erzählungen, Tagebücher, Theaterstücke, Hörspiele und Essays. Frisch starb am 4. April 1991 in Zürich. Julian Schütt, geboren 1964, war Literaturredakteur der Weltwoche und Redakteur der Kulturzeitschrift Du . Er konzipierte die große Max-Frisch-Ausstellung 1998, ist Herausgeber der Bände Max Frisch. Jetzt ist Sehenszeit (Suhrkamp 1998) sowie jetzt: max frisch (Suhrkamp 2001) und arbeitet als freier Journalist und Autor in Zürich. Julian Schütt, geboren 1964, war Literaturredakteur der Weltwoche und Redakteur der Kulturzeitschrift Du . Er konzipierte die große Max-Frisch-Ausstellung 1998, ist Herausgeber der Bände Max Frisch. Jetzt ist Sehenszeit (Suhrkamp 1998) sowie jetzt: max frisch (Suhrkamp 2001) und arbeitet als freier Journalist und Autor in Zürich.
Die zweibändige Ausgabe der Tagebücher von Max Frisch erscheint zu seinem achtzigsten Geburtstag und gilt als wesentlicher Teil seines herausragenden Werkes. Sie bieten einen bedeutenden Beitrag zur Literatur des 20. Jahrhunderts.
Sammlung von fünf Werken: "Stiller", "Homo faber", "Mein Name sei Gantenbein", "Montauk" und "Der Mensch erscheint im Holozän". Enthält Abbildungen und umfasst insgesamt 626 Seiten in Kassette.
In seinem »Tagebuch 1966–1971« hat Max Frisch Fragmente einer Erzählung unter dem Titel »Skizze eines Unglücks« veröffentlicht: Der Arzt Viktor fährt mit seiner Geliebten Marlies, Romanistin, in die Provence. Es kommt zu einem Unfall, bei dem die Frau stirbt. Nie wieder ist Viktor später in einen Unfall verwickelt, aber der Rest seines Lebens ist bestimmt von seinen Schuldgefühlen gegenüber der Toten. Uwe Johnsons »Antwort«, sein Beitrag zur Festschrift anläßlich des siebzigsten Geburtstags von Max Frisch, trägt den Titel »Skizze eines Verunglückten«: Bei dem Verunglückten handelt es sich um den Schriftsteller J. Hinterhand (1906–1975), der seine Frau umbringt, weil sie ihn angeblich jahrelang betrogen hat. Dafür verbringt er acht Jahre im Gefängnis. Nach seiner Entlassung 1957 hat er für sich »eine eigene Todesstrafe gefunden, abzuleisten durch Ableben«.
Auswahl aus dem Werk des Schweizer Schriftstellers (1911-91), die auf die zentrale Werkproblematik hinweist: die Gespaltenheit des heutigen Menschen und seine Suche nach der Wahrheit
Tento deník je neobyčejně zajímavou a dodnes zcela mimořádně podnětnou sumou prvního období tvorby Maxe Frische a zahrnuje léta, kdy autor nabíral síly pro své vrcholné tvůrčí období.
Max Frisch, geboren am 15. Mai 1911 in Zürich, arbeitete zunächst als Journalist, später als Architekt, bis ihm mit seinem Roman Stiller (1954) der Durchbruch als Schriftsteller gelang. Es folgten die Romane Homo faber (1957) und Mein Name sei Gantenbein (1964) sowie Erzählungen, Tagebücher, Theaterstücke, Hörspiele und Essays. Frisch starb am 4. April 1991 in Zürich.
Mit seinen Romanen Stiller und Homo faber führte Max Frisch in den fünfziger Jahren ein Thema in die deutsche Literatur ein, das bis heute von großer Aktualität ist: die Frage nach der Identität des Menschen des 20. Jahrhunderts. Auch seine Stücke sind Versuche, diese Grundfrage zu beantworten, die sein ganzes Werk bestimmt und ihm seine Einheit gibt.
Max Frisch bereiste 1951 das erste Mal die USA und Mexiko. Der Besuch des fremden Kontinents prägte ihn und sein Schreiben nachhaltig. Immer wieder zog es ihn, auch für längere Zeit, nach Amerika, das für ihn zum Inbegriff von Offenheit und Weite wurde – im Gegensatz zu europäischer Enge und Engstirnigkeit. Von April 1981 bis September 1984 besaß er sogar eine eigene Wohnung in Manhattan.Der Band "Amerika!" versammelt Texte aus Frischs Tagebüchern, Romanen und Erzählungen, die die Erfahrungen und Erlebnisse des Schweizer Schriftstellers mit den USA anschaulich machen. Literarisches und Essayistisches summieren sich zu einem Panorama Amerikas, in dem es an Liebesbezeugungen, aber auch an Kritik nicht fehlt. Und sie dokumentieren die scharfe Beobachtungsgabe und das hellwache politische Bewusstsein eines großen Schriftstellers.
The screenplay "Zurich Transit" was developed from an episode in the novel Gantenbein, published in 1964: 'A story for Camilla: of a man who decides several times to change his life but, of course, never succeeds ...' Yet one day he, Theo Ehrismann, returns from a trip abroad and reads in the paper his own obituary. He arrives just on time for his own funeral and observes the attending mourners, and yet he is not able to reveal himself to them, especially not to his wife: 'How does one say that he is alive?' Max Frisch counters the traditional dramaturgy based on causality with a dramaturgy of coincidence. 'Life,' Max Frisch said in 1965, 'is the sum of events that happen by chance, and it always could as well have turned out differently; there is not a single action or omission that does not allow for variables in the future.'
Stiller ist ein hochbegabter Schilderer, Erzahler und Fabulant. Gerade, dab er sein schweres Malise nicht nach einem existenialistischen Schema darstellt, sondern ganz und gar individuell, gibt ihm diesen Mehrwert uber das Literarische hinaus.
Ein Palaver
Der junge Jonas und sein Grossvater, ein Armeeveteran, debattieren über Zweck und Unsinn unserer heutigen Verteidigungspolitik. Dieses Gespräch zwischen den Generationen erweist sich als ein Nachdenken über die Friedensfähigkeit unserer Gesellschaften.
Dialoge mit Biermann, Wolf, Etkind und Frisch.
»Halten Sie sich für einen guten Freund? Sind Sie sich selber ein Freund?« Zwischen diesen beiden Fragestellungen liegen 23 Fragen zum Thema Freundschaft. Die Antworten bleiben den Leserinnen und Lesern überlassen. Dieser und zehn weitere Fragebogen umkreisen die Themen Ehe, Frauen, Hoffnung, Humor, Geld, Vatersein, Heimat, Eigentum, Tod, Erhaltung des Menschengeschlechts.
Tagebuch 1966-1971. Wilhelm Tell für die Schule. Kleine Prosaschriften. Dienstbüchlein. Montauk.
Hlavného predstaviteľa dr. Félixa Schaada, ktorý je siedmy raz ženatý, a preto podľa Perraultovho hrdinu nazvaný Modrofúz, obvinia z vraždy jeho predchádzajúcej manželky. Pre nedostaok dôkazov ho súd oslobodí spod žaloby a lekár Schaad by sa po prepustení z vyšetrovacej väzby mohol ďalej venovať svojmu povolaniu. Škandál okolo procesu ho však pripraví nielen o celú klientelu a o spoločenské postavenie, ale aj o duševnú rovnováhu. Hoci sa oficiálne potvrdí, že nie je vinný, samotné podozrenie z vraždy má vyplyv na celý jeho ďalší život. Rozsahom neveľký a žánrovo netradičný román Modrofúz potvrduje všestrannosť Frischovho talentu, jeho humanistickú orientáciu a schopnosť psychologicky hodnoverne zachytiť situáciu človeka v spoločnosti ovplyvnenej senzáciechtivými masovokomunikačnými médiami.
German
Porträts, Skizzen, Reden 1943-1982
„Der Band enthält eine repräsentative Sammlung von Max Frischs Schriften, die auch bisher Ungedrucktes oder nur schwer Zugängliches umfasst: Porträts von Bertolt Brecht, Friedrich Dürrenmatt; Peter Suhrkamp, Günter Eich, Henry Kissinger u. a.; Skizzen und Analysen uns dem Nachkriegseuropa und den USA; die großen Reden (zur Verleihung des Büchner-Preises, des Schiller-Preises, des Friedenspreises, zum SPD-Parteitag u. a.).“
Max Frischs Homo faber ist eines der wichtigsten und meistgelesenen Bücher des 20. Jahrhunderts: Der Ingenieur Walter Faber glaubt an sein rationales Weltbild, das aber durch eine ›Liebesgeschichte‹ nachhaltig zerbricht.
"Das ist die Skizze von einem Menschen, der nie gelebt hat: weil er von sich selber forderte, so zu sein, wie die andern es von ihm forderten. Und eines Tages, als er aus diesem Spuk erwachte, siehe da, die Leute kannten seinen Namen, es war ein geschätzter Name, und die Leute konnten es nicht dulden, daß einer ohne Namen lebte. Sie steckten ihn in das Gefängnis, sie verurteilten ihn zu sein, was er gewesen ist, und duldeten nicht seine Verwandlung."
»Freispruch mangels Beweis. Wie lebt einer damit? Ich bin vierundfünfzig«, heißt es zu Beginn der Erzählung. Dr. med. Felix Schaad stand in Verdacht, mit seiner Krawatte seine ehemalige Frau Rosalinde Zogg erdrosselt zu haben. Für den Staatsanwalt steht das Motiv fest: Eifersucht. Der Staatsanwalt will Schaad für zehn Jahre ins Zuchthaus schicken, doch das Gericht erkennt auf Freispruch. »Was meinen Blaubart betrifft: Schaad weiß nicht, was er unter Schuld versteht, und er ist nicht der einzige, der das heute nicht weiß, glaube ich. Schaad hat ein latentes Schuldgefühl. Vor Gericht wird ihm ein Delikt unterstellt, das er nicht begangen hat. Er weiß, daß er nicht der Täter gewesen ist, aber er kann nicht sagen: Ich bin unschuldig. ... Für mich geht es in diesem etwas schauerlichen Buch zentral um die Frage von Schuld - Unschuld in einem Fall, wo die Schuld nicht belegbar ist durch die Tat. ... Ich habe den Kriminalfall so durchschnittlich wie möglich gewählt, damit er nicht das Interesse abzieht, denn nicht dieser Kriminalfall hat mich interessiert, sondern die Technik der Wahrheitsfindung, das Gericht als Beispiel...« (Aus einem Gespräch zwischen Max Frisch und Günter Kunert)
Hans Rudolf Hiltys Anthologie beleuchtet die Schweiz der 30er Jahre und des Zweiten Weltkriegs durch Texte von Schweizer und internationalen Autoren, die als Emigranten oder Flüchtlinge lebten. Sie thematisiert die gesellschaftlichen Herausforderungen, die europäische Schicksale und die Nachkriegsveränderungen. Ein eindrucksvolles Zeitzeugnis.
Der Autor Max Frisch setzt auf Verwandlung und sieht im Werden etwas Kostbares, während das Fertige trostlos erscheint. Er fragt, ob unsere Kraft ausreicht, um das berühmte „Ich stelle mir vor“ in unserem Leben zu verwirklichen. Besonders anziehend ist sein Tagebucheintrag vom Neujahrstag 1949, in dem er das Klima der Sympathie reflektiert. Frisch betrachtet die Sympathie - nicht die Liebe - als die Kraft, die Flügel verleiht, und personifiziert sie als Schutzengel, der uns vom Ungeheuerlichen trennt. Er stellt die Frage, ob dieses unverzichtbare Klima nicht nur freundliche Täuscherei ist, während Intoleranz und Hass als das Gültigere erscheinen. Doch ohne Sympathie können wir nicht existieren, und er schlussfolgert: „Verloren: ohne Schutzengel“. Diese Einsicht wird durch den Doppelpunkt verstärkt. Die Beiträge dieser Festschrift sind aus dem Klima der Sympathie entstanden, das die Autoren für ihren großen Schriftstellerkollegen empfinden. Sie zeigen die vielfältigen Reaktionen der Leser auf Frisch: Konfessionen, Diskussionen, Beschreibungen, Erinnerungen, sowie Überlegungen zu „Wie wäre meine Biographie verlaufen, wenn ...“. Es sind Begegnungen mit dem Autor und seinen Figuren, die die Tiefe seiner Wirkung verdeutlichen.
"A luminous parable . . . A masterpiece." The New York Times
Max Frischs "Triptychon" thematisiert die gesellschaftliche Verlegenheit beim Tod, das Gespräch der Toten am Styx und die unlösbare Beziehung zwischen Lebenden und Verstorbenen. Heiner Müllers "Die Hamletmaschine" zeigt Hamlet als zögernden Intellektuellen in politischer Stagnation. Botho Strauß' "Groß und klein" schildert eine Frau auf der Suche nach Verständigung in einer hermetischen Welt. Peter Weiss' "Die Ermittlung" thematisiert die Vergangenheitsbewältigung.