Die Würde des Tiers
Eine verfassungsrechtliche Neupositionierung des Tiers als Subjekt und deren Auswirkung auf das einfache Recht am Beispiel eines strafrechtlichen Mindestschutzes
- 304 pages
- 11 hours of reading
Die Arbeit bietet einen umfassenden Neuentwurf der Rechtsstellung des Tieres auf verfassungsrechtlicher und strafrechtlicher Ebene. Ziel ist die Schaffung eines widerspruchsfreien Mensch-Tier-Verhältnisses im Recht. Im Rahmen der Untersuchung wird der Begriff der Würde analysiert, der bislang dem Menschen vorbehalten ist. Die Arbeit betrachtet die Sonderstellung des Menschen als Ausgangspunkt und untersucht philosophische, verfassungsrechtliche und strafrechtliche Grundlagenfragen in Bezug auf die rechtliche Stellung des Tieres, sowohl de lege lata als auch de lege ferenda. Ein zentrales Element ist ein moralisches Gleichheitsargument, das in das Recht übertragen wird und zu einem konkreten Entwurf eines subjektiv-öffentlichen Rechts der Würde des Tiers führt. Die Auswirkungen auf das einfache Recht werden insbesondere im materiellen Strafrecht, einschließlich des Untermaßverbots, beleuchtet. Die Arbeit schließt mit einem konkreten Gesetzesvorschlag. Die Gliederung umfasst eine Einführung, die Analyse des Begriffs der Würde, die moralische Normenordnung der Tierwürde, die verfassungsrechtliche Ausgestaltung und den strafrechtlichen Schutz des Tiers sowie eine Zusammenfassung der Ergebnisse und ein Fazit.
