Im Spannungsfeld der insolvenzbedingten Sanierung ist es herausfordernd, einen interessengerechten Ausgleich zwischen allen Beteiligten zu finden. Der Autor präsentiert die Theorie der Sanierungsforderung als Lösungsansatz zur Schaffung einer ausgewogenen Sanierungskultur. Die Wechselwirkungen von Insolvenz- und Arbeitsrecht im Rahmen der übertragenden Sanierung sind komplex und regen häufig Diskussionen an. Bewährte normative Grundlagen müssen mit modernen Werten in Einklang gebracht werden. Das Sanierungsprinzip, das die Interessen der Gläubiger durch den Erhalt wirtschaftlicher Güter schützen soll, steht zunehmend im Konflikt mit dem Arbeitnehmerschutz. Um diesem Spannungsfeld zu begegnen, wird die Theorie der Sanierungsforderung als Mittel zur Förderung einer ausgewogenen Sanierungskultur vorgestellt. Die umfassende Analyse gliedert sich in mehrere Kapitel, die sich mit dem Gegenstand und der Zielsetzung der Untersuchung, dem Sanierungsprinzip, dessen Ausprägungen, Grenzen und Normativierung sowie der Theorie der Sanierungsforderung befassen. Eine Zusammenfassung und Kernthesen runden die Untersuchung ab und bieten einen klaren Überblick über die behandelten Themen.
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