Suspensiveffekt und Aussetzung der Vollziehung.
Eine Untersuchung zum deutschen und türkischen Recht.
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Die Arbeit behandelt den vorläufigen Rechtsschutz im Verwaltungsprozessrecht Deutschlands und der Türkei, mit Fokus auf den Suspensiveffekt im deutschen Recht. Dieser Effekt ist als Normfall geregelt und kann ausgeschlossen oder wiederhergestellt werden. Die Untersuchung analysiert parallele Phänomene im türkischen Recht, um einen Beitrag zu einem effektiven einstweiligen Rechtsschutz zu leisten, der ein wesentliches Merkmal für die Qualität der verwaltungsgerichtlichen Streitbewältigung darstellt. Während Deutschland einen automatischen Suspensiveffekt vorsieht, der an die Einlegung eines Rechtsmittels gebunden ist, fehlt ein solcher Automatismus in der Türkei. Dort ist jedoch die Aussetzung der Vollziehung möglich, was ebenfalls rechtsstaatlich akzeptabel ist. Die Arbeit vergleicht beide Systeme und hinterfragt deren Lösungen systematisch. Es werden Parallelen zwischen den Rechtsordnungen beschrieben und analysiert, sowie rechtspolitische Anregungen für einen wirksamen einstweiligen Rechtsschutz formuliert. Das Inhaltsverzeichnis umfasst die Einleitung, die Bedeutung des § 80 VwGO, verfassungsrechtliche Hintergründe des Suspensiveffekts, die gesetzliche Ausgestaltung des Suspensiveffekts und einen Rechtsvergleich zur Aussetzung der Vollziehung in der Türkei, einschließlich deren Entwicklungsgeschichte und verfassungsrechtlicher Grundlagen.
