Ausländische einvernehmliche Privatscheidungen und hoheitliche Mitwirkung.
Zur Anerkennung und Wirksamkeitsprüfung von Scheidungen im autonomen IZVR und IPR.
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Die Arbeit untersucht ausländische einvernehmliche Privatscheidungen unter hoheitlicher Mitwirkung im internationalen Privat- und Zivilverfahrensrecht. Ein Vergleich mit gerichtlichen Scheidungen zeigt, dass Privatscheidungen wie ausländische Scheidungsurteile anerkennungsfähig sind, wenn sie unter hoheitlicher Kontrolle der Scheidungsvoraussetzungen zustande kommen und eine erhöhte Beständigkeit aufweisen. Fehlt diese Kontrolle, ist eine Wirksamkeitsprüfung nach den IPR-Regeln erforderlich. Dies führt dazu, dass die Wirksamkeit der Privatscheidung beim deutschen Scheidungsrecht an den entsprechenden gesetzlichen Bestimmungen scheitert und bei der Anwendbarkeit eines anderen Rechts die genauen Kontrollmodalitäten entscheidend sind. Zudem bedarf es großzügigerer Regelungen de lege ferenda. Inhaltlich gliedert sich die Arbeit in mehrere Abschnitte: Zunächst wird die einvernehmliche Scheidung in verschiedenen Rechtsordnungen und deren unterschiedliche Behandlung auf Anerkennungsebene betrachtet. Anschließend erfolgt eine methodische Einordnung des Untersuchungsgegenstands. Die Grundlagen der Qualifikation im internationalen Privatrecht werden erläutert, gefolgt von einer Analyse der Privatscheidungen im autonomen Anerkennungsrecht. Schließlich werden verschiedene Fragestellungen zu ausländischen Privatscheidungen und deren rechtlichen Rahmenbedingungen behandelt, sowie Vorschläge zur Reform der Anerkennung von Heimatstaatspriva

