Anforderungen an eine systemkonforme Ausgestaltung der Vermögensbindung im Recht der GmbH
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Eine neue Rechtsformvariante der GmbH, die auf gebundenem Vermögen basiert, soll laut einem Gesetzesentwurf die Nachfolgeproblematik in Unternehmen und die Priorisierung kurzfristiger Gewinnmaximierung adressieren. Die Untersuchung analysiert, wie dieser Entwurf in das deutsche und europäische Rechtssystem integriert werden kann und welche Anpassungen für eine systemkonforme Umsetzung erforderlich sind. Angesichts der ökonomischen Herausforderungen, die durch die Nachfolgeproblematik und die Fokussierung auf kurzfristige Gewinne entstehen, wurde von einer Gruppe von Rechtswissenschaftlern ein Gesetzesentwurf entwickelt. Der im Februar 2021 veröffentlichte verbesserte Entwurf dient als Grundlage der Forschungsfrage. Nach der Feststellung des Bedarfs an einer Unternehmensform mit gebundenem Vermögen wird untersucht, wie der Gesetzesentwurf in das deutsche und Unionsrecht passt und welche Modifikationen notwendig sind. Die Arbeit schließt mit einem überarbeiteten Gesetzesentwurf, der sich nahtlos in das bestehende nationale und europäische Rechtssystem einfügt. Die Gliederung umfasst eine Einführung, das Wesen der Vermögensbindung, den Bedarf an einer neuen Rechtsform, die Verpflichtung zur Schaffung dieser Rechtsform, die systemkonforme Ausgestaltung sowie die Vereinbarkeit mit europäischem Recht.
