Gefahrbegriff und zeitliche Grenzen der Verkäuferhaftung im UN-Kaufrecht
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Die Publikation entwickelt allgemeine Leitsätze zum Gefahrtragungsrecht und löst zentrale Auslegungsprobleme, wie die Abgrenzung der Artikel 36, 66, 70 und 82 CISG sowie die Bestimmung des Anwendungsbereichs der Gefahrtragungsregel beim Versendungskauf. Der Gefahrübergang ist entscheidend für Preisgestaltung und die Obliegenheit, Waren gegen Transportschäden zu versichern. Die Untersuchung legt die wesentlichen Leitgedanken des Gefahrtragungsrechts des UN-Kaufrechts dar. Dabei wird der Gefahrbegriff als streng verschuldensunabhängig definiert, ohne relevanten Zusammenhang zwischen Gefahrtragung und Inhalt der Lieferpflicht des Verkäufers. Diese Prämissenbildung ermöglicht eine klare Auslegung der Einzelvorschriften, etwa zur Wechselwirkung zwischen Pflichtverletzung und Gefahrtragung. Zudem wird der Anwendungsbereich der Gefahrtragung beim Versendungskauf präzise definiert. Das Inhaltsverzeichnis umfasst Themen wie den verschuldensunabhängigen Gefahrbegriff, Ausnahmen, Gefahrübergang bei Pflichtverletzung, die Abgrenzung der relevanten Artikel, sowie Aspekte wie Transportversicherung, Seehandel und Schadensersatzansprüche im Kontext des CISG.
