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Kurt Scharnberg

    Hans Jensen, Physiker und Nobelpreisträger
    • 2020

      Hans Jensen, Physiker und Nobelpreisträger

      Opportunist oder Widerständler im Dritten Reich?

      • 266 pages
      • 10 hours of reading

      Hans Jensen wuchs in bescheidenen Verhältnissen auf, doch seine außergewöhnliche Begabung ermöglichte ihm eine akademische Karriere. Nach seiner Ernennung zum Dozenten in Hamburg folgten Berufungen nach Hannover und Heidelberg. Zunächst beschäftigte sich Jensen mit dem quantenmechanischen Vielteilchenproblem, bevor er sich der Kernphysik zuwandte. Besonders interessierte ihn die Stabilität und Häufigkeit von Elementen und deren Isotopen. Für seine Entwicklung des Schalenmodells der Atomkerne erhielt er 1963 den Nobelpreis. Sein wissenschaftlicher Werdegang fiel in die Zeit des Nationalsozialismus, was seine Karriere erschwerte, trotz hervorragender Leistungen. 1937 trat er der NSDAP bei, beeinflusst durch angesehene Kollegen. Schutz fand er auch durch seine Mitarbeit am deutschen Uranprojekt, einem als kriegswichtig anerkannten Vorhaben. 1943 teilte er in Oslo sein Wissen über dieses geheime Projekt mit einer Gruppe norwegischer Kollegen. Jensens Handeln zwischen Opportunismus und Widerstand wird hier erstmals umfassend, basierend auf neuen Aktenfunden, beleuchtet. Die detaillierte Darstellung seines Lebens umfasst seinen wissenschaftlichen Werdegang, die Kriegszeit und die Nachkriegsjahre, einschließlich seiner Rolle in der Gründung des Deutschen Elektronen-Synchrotrons in Hamburg.

      Hans Jensen, Physiker und Nobelpreisträger