Sargassum-Arten verschieben ihre Verbreitung entlang der nigerianischen Küste
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Westafrika ist stark vom Klimawandel betroffen, insbesondere durch die Verlagerung von Algen, die negative Auswirkungen auf die Küstengebiete hat. Sargassum natans und Sargassum fluitans haben sich von der brasilianischen zur nigerianischen Küste verlagert und beeinträchtigen die Ernährungssicherheit sowie das Einkommen der Küstenbewohner. Diese Studie untersucht die Auswirkungen des Klimawandels auf die räumliche Verteilung von Sargassum entlang der nigerianischen Küste durch die Analyse von Fernerkundungsbildern. Ziel ist es, die Verteilung der Arten zu kartieren und vergangene Trends der ozeanischen Variablen zu bewerten. Ein kombinierter quantitativer und fernerkundlicher Ansatz wurde gewählt, wobei monatliche Fluoreszenzbilder zur Hervorhebung der räumlichen Algenblüten verwendet wurden. Sechs ozeanische Parameter dienten der Trendanalyse. Die Fernerkundungsbilder zeigen vergangene raum-zeitliche Muster von Sargassum entlang der Küste. Interessanterweise stimmen die Fluoreszenzwerte der Arten nicht mit den in der Literatur dokumentierten monatlichen Trends überein, was darauf hindeutet, dass möglicherweise eine andere Alge mit ähnlicher Fluoreszenz nicht erkannt wurde. Zudem wird ein zeitlicher Trend bei den ozeanischen Parametern festgestellt. Die Sargassum-Ereignisse an der nigerianischen Küste könnten durch die Reaktion der ozeanischen Parameter auf klimatische Veränderungen erklärt werden.
