Mauern gegen Migration?
Spätrömische Strategie, der Hochrhein-Limes und die Fortifikationen der Provinz Maxima Sequanorum - eine Auswertung der Quellenzeugnisse
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In der spätantiken Zeit, oft als Epoche der Völkerwanderung bezeichnet, entstand die Provinz Maxima Sequanorum, die zahlreiche Befestigungsanlagen aufweist. Diese befinden sich sowohl im Norden am Oberrhein als auch am Hochrhein zwischen Basel und Bodensee und auch südlich dieser Linie. Seit dem 18. Jahrhundert werden die Ruinen von Wachtürmen, Kastellen und Stadtmauern archäologisch untersucht und oft restauriert. Sie gelten als bedeutende Denkmäler, sind beliebte Ausflugsziele und werden empfohlen. Doch welche Absichten verfolgten die Römer mit diesen Bauwerken? Was ist ihre historische Bedeutung? Mauern sind stumm, und um Antworten zu finden, wenden sich die Historiker Nikolas Hächler und Beat Näf sowie der Archäologe Peter-Andrew Schwarz an antike Textzeugnisse. Sie untersuchen die Aufgaben und die Verwendung dieser Anlagen sowie die Beweggründe für ihren Bau. Welche strategische Funktion hatten die Fortifikationen? Waren sie tatsächlich im Dienste der römischen Politik? Zudem betrachten die Autoren den Gesamtraum des späten Imperium Romanum und analysieren schriftliche und archäologische Quellen, um die Rolle der Befestigungen im Kontext der römischen Geschichte zu beleuchten.
