Herrscherbesuche
Inszenierungen elitärer Gastfreundschaft in der profanen Wandmalerei Italiens (1300-1750)
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Im Zeitraum von 1300 bis 1750 zeigen Wandmalereien in der Toskana, im Aostatal, in der Lombardei und in Venetien vielfältige Darstellungen von Herrscherbesuchen in den Häusern der Elite. Diese Malereien reichen von spätmittelalterlichen Throndarstellungen über komplexe heraldische Anordnungen bis hin zu frühneuzeitlichen Historienbildern. Sie inszenieren nicht nur den empfangenen Herrscher, sondern auch die elitären Gastgeber. Dabei oszillieren die Werke zwischen historischer Realität und visueller Fiktion. In der vormodernen italienischen Kunst lassen sich zwei Haupttypen von Räumen identifizieren: Entweder commemorieren die ausgemalten Räume einen tatsächlich stattgefundenen Besuch oder sie schaffen einen idealen Aufenthaltsraum für einen potenziellen königlichen Gast. Herrscherbesuche stellen für die gastgebenden Eliten ehrenvolle Ereignisse dar, die durch diese Wandmalereien dauerhaft in den besuchten Häusern festgehalten werden.
