Reformer als Wertegemeinschaften
Zur diskursiven Formierung einer sozialen Gruppe im spätangelsächsischen England (ca. 8501050)
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Was macht einen Reformer am Übergang vom Früh- zum Hochmittelalter aus? Diese scheinbar einfache Frage erweist sich als komplex, da die Anwendbarkeit des Reformbegriffs auf diese Epoche oft in Frage gestellt wird. Das Buch begegnet dieser Kritik mit einer Diskursanalyse, die die gruppenbildende Dimension von Werten und Normen anhand zweier Fallbeispiele aus der frühenglischen Geschichte untersucht. Es wird aufgezeigt, wie durch die Kommunikation über gemeinsame Gesellschaftsideale Gemeinschaften entstanden, die retrospektiv als Reformer identifiziert werden können. Diese Studie leistet nicht nur einen Beitrag zur Erforschung der behandelten Beispiele, sondern diskutiert auch weiterführende Fragen einer kulturwissenschaftlich inspirierten Sozialgeschichte sowie der historischen Werteforschung.
