Das Unterscheidungsgebot: Entstehung, Konsolidierung, Herausforderung
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Kann das immunitas-Konzept als historische Wurzel des humanitär-völkerrechtlichen Unterscheidungsgebots betrachtet werden? Dies könnte zur Lösung von Auslegungsproblemen beitragen, die insbesondere im Ersten Zusatzprotokoll zu den Genfer Abkommen festgehalten sind. Das immunitas-Konzept ist nicht nur eine Grundlage für die vertragsrechtlichen Ausgestaltungen, sondern bietet auch Ansätze zur Klärung von Interpretationsfragen. Ein Beispiel hierfür ist die Einordnung von Daten als potenzielle militärische Ziele, was durch die Verlagerung militärischer Operationen in den Cyberspace neue Herausforderungen für das humanitäre Völkerrecht mit sich bringt. Das Buch gliedert sich in mehrere Kapitel: Zunächst wird immunitas als Vorläufer des Unterscheidungsgebots eingeführt, gefolgt von einer Analyse des modernen Unterscheidungsgebots und des aktuellen Targeting-Prozesses im 21. Jahrhundert. Ein weiteres Kapitel widmet sich der Geltung des Unterscheidungsgebots in der Cyberkriegsführung, einschließlich der Anwendbarkeit des humanitären Völkerrechts im Cyberspace und der spezifischen Herausforderungen, die Daten als Objekte im Sinne dieses Rechts darstellen. Der Ausblick und die Bibliographie runden das Werk ab und bieten weiterführende Informationen zu den behandelten Themen.
