Karl Hauk
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Die Lentos-Retrospektive über Karl Hauk dokumentiert das umfangreiche Schaffen des Künstlers, der maßgeblich an der künstlerischen Ausbildung der ersten Nachkriegsgeneration beteiligt war und bis heute sichtbare Arbeiten im öffentlichen Raum in Linz schuf. Karl Hauk (1898-1974) erlebte beide Weltkriege und viele Umbrüche. Sein Werk ist stilistisch breit gefächert, mit Neusachlichkeit und expressionistischen Strömungen. Die Themen sind figurativ und sozialkritisch, behandeln das Arbeiterleben, religiöse Darstellungen und verschiedene Facetten von Liebespaaren. Als erster Direktor der Meisterklasse für Malerei an der Kunstschule Linz von 1947 bis 1951 prägte er die künstlerische Ausbildung der Nachkriegsgeneration. Hauks Arbeiten wurden regelmäßig bei Ausstellungen der Künstlervereinigung MAERZ präsentiert und er war Mitglied im Hagenbund sowie Aussteller in der Wiener Secession. Viele seiner Aufträge im öffentlichen Raum, wie die Uhr für die Linzer Tabakfabrik 1932 und das Wandbild „Die Medizin“ von 1957, sind bis heute erhalten. Leider wurden während des Zweiten Weltkriegs viele Werke zerstört, darunter Wandbilder aus der Arbeiterkammer von 1929. Hauk wird für sein vielseitiges Œuvre geschätzt, doch die Wertschätzung seiner in den 1950er-Jahren entstandenen Werke ist bis heute gering. Zur Ausstellung ist ein reich bebilderter Katalog erschienen.
