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Heinrich von Seclin

    Vita sancti Wilhelmi
    • Vita sancti Wilhelmi

      Der Wilhelmitenorden und die hagiographische Heldenepik

      • 100 pages
      • 4 hours of reading

      Der Wilhelmitenorden wurde im 12. Jahrhundert von Wilhelm, einem Adligen und Einsiedler aus Südfrankreich, in Malavalle gegründet. Im Spätmittelalter erhielten die Wilhelmiten durch die Unterstützung der adligen Elite Auftrieb, was einer geschickt konstruierten genealogischen Fiktion zu verdanken ist. Im 13. Jahrhundert entstand nördlich der Alpen eine Legende, die Wilhelm von Malavalle mit Wilhelm I. ('der Heilige') und Wilhelm IX. überblendet. Diese unhistorische Identifizierung erhob den Eremiten zu einem idealisierten Bild des frommen Ritters, dem die spätmittelalterliche Adelswelt nacheifern konnte. Im 15. Jahrhundert verherrlicht Heinrich von Seclin, ein in Gent lebender Mediziner, den mythischen Ordensgründer in einem umfangreichen lateinischen Gedicht. Inspiriert von der Alexandreis des Dichters Walter von Châtillon, stellt er den Protagonisten als zweiten Alexander dar und nähert die klassische Hagiographie dem epischen Genre an, um auch einen adligen Leserkreis anzusprechen. Das Gedicht wird hier erstmals ediert und umfassend literaturgeschichtlich untersucht. Das Inhaltsverzeichnis umfasst Vorwort, Einleitung, verschiedene Kapitel zur Geschichte des Ordens, der Handschrift, des Autors sowie zur poetischen Gestaltung und literarischen Einordnung.

      Vita sancti Wilhelmi