André Müller sen. Books






Müller ist bekannt für sein unakademisches Herangehen, durch das er die Inhalte der Stücke neu erschließt – für Theaterleute ebenso wie für Schüler, Studenten und alle, die Shakespeare besser verstehen wollen. Er geht dem Geheimnis von Shakespeares Stücken auf den Grund. Seine Methode ist so einfach wie wirkungsvoll: Er nimmt den Dichter beim Wort, und er geht den Weg der Analyse. Wo es notwendig ist, setzt er historische Bezüge; statt einempfindener Interpretation untersucht er das Detail und folgt den Tatsachen. Die Rückschlüsse auf Fabel und psychologische Drehpunkte der Stücke verblüffen – und überzeugen. Das Buch behandelt die 'elisabethanischen' Dramen und ist damit eine ideale Ergänzung zu dem ebenfalls bei Eulenspiegel erschienenen Werk André Müllers 'Shakespeare verstehen'. 'Man kann es einfach sagen. Dies ist das wichtigste Buch über Shakespeare seit Shakespeare.' (Peter Hacks) Aus dem Inhalt: Hamlet, Prinz von Dänemark, König Johann, Richard II., Ein Sommernachtstraum, Viel Lärm um nichts, Wie es euch gefällt, Was ihr wollt, Der Kaufmann von Venedig, Maß für Maß, Der Sturm, schließlich: Skizzen zu fünf weiteren Shakespeare-Stücken.
Sie sind ja wirklich eine verdammte Krähe!
- 368 pages
- 13 hours of reading
Der Jäger des verlorenen Sinns: „Ich verlange in einem Interview alles von mir“, sagte der Autor und Journalist André Müller, der als Meister des literarischen Verhörs gilt. Mit seiner direkten Art, nach den intimsten Dingen zu fragen, zumeist nach Liebe und Tod, brachte er seine Gesprächspartner dazu, sich um Kopf und Kragen zu reden. Seine Interviews, die in allen großen Zeitungen abgedruckt wurden, führten zu erschütternden Geständnissen und lösten Skandale aus. Von Karl Lagerfeld und Toni Schumacher über Peter Handke, Salman Rushdie bis hin zu Leni Riefenstahl, Hanna Schygulla und Günter Grass - legendäre Gesprächsdramen. Mit einem Vorwort von Elfriede Jelinek.
Bei meinem ersten Besuch bei Thomas Bernhard auf seinem Bauernhof in Ohlsdorf war ich unvorbereitet. Mein Bericht über diese Begegnung erschien 1971 in der Münchner „Abendzeitung“ und erregte Bernhards Aufmerksamkeit, wie mir später ein Theaterregisseur erzählte. Bei unserem zweiten Treffen bemerkte Bernhard, dass ich seine Melancholie in einer Beschreibung seines wippenden Fußes eingefangen hatte. Die Baronin Agi Teuß, die das Interview arrangierte, äußerte in einem Brief, sie sei ambivalent über ihre Vermittlung. Bernhards Hof ist oft verriegelt, er hat kein Telefon, beantwortet selten Briefe und meidet öffentliche Auftritte. Trotz seines literarischen Ruhms, den er unter anderem mit dem Österreichischen Staatspreis und dem Büchner-Preis erlangte, äußert er scharfe Kritik an seiner Heimat und dem Zustand der Menschheit. Er sieht das Leben als hoffnungslos und die Gesellschaft als eine „Sterbensgemeinschaft“. Mein Wunsch, Bernhard näher kennenzulernen, führte zu zahlreichen erfolglosen Versuchen, ihn zu erreichen. Schließlich erhielt ich den entscheidenden Tipp von Peter Turrini, die Baronin Agi zu kontaktieren. Sie war bereit, mir zu helfen und stellte die Bedingung, dass ich sie duze. Auch Elias Canetti, den ich in Wien traf, gab mir den Rat, Bernhard von ihm zu grüßen, um ihn zugänglicher zu machen.
Warum kochen die Franzosen so gut? Weil sie, nach Marx, eine klassische politische Entwicklung genommen haben.
Gespräche mit Hacks
- 463 pages
- 17 hours of reading
André Müller und Peter Hacks verband eine lebenslange Freundschaft. Seit den späten fünfziger Jahren bestand ein ununterbrochener Briefwechsel und persönlicher Austausch. Müller begann 1963, seine Treffen und Telefonate mit dem Dichter zu protokollieren. Bis zum Tod von Peter Hacks hielt er an seiner Gewohnheit fest und schuf damit ein einmaliges Porträt dieses Dichters und der Zeit, in der er lebte und schrieb. Die Gespräche geben Aufschluß über die ästhetische Positionierung, oftmals in scharfer polemischer Abgrenzung, über die Geschichte des deutsch-deutschen Literaturbetriebes und die DDR-Kulturpolitik.
Felix, der Pinguin
- 44 pages
- 2 hours of reading
Westberlin, Sommer 1968. Durch das beherzte Eingreifen des ebenso aufstrebenden wie umtriebigen Stefan Heyer in die gemütlichen Umsturztätigkeiten der Kommune V wird diese von einer politisierenden Wohngemeinschaft, die sich wohlig mit der Ästhetisierung des Häßlichen befaßt, nacheinander und in überraschender Folge zu einer Erziehungsanstalt für vermeintliche Abgesandte der Arbeiterklasse, zu einem revolutionären Tribunal der rückhaltlosen Selbstreinigung, zu einem wirkungsvollen Therapiezentrum für unvorhandene sexuelle Störungen, zu einem schwungvollen Raubdruckbetrieb, zu einem Ort hemmungslosen Volkszorns, zu einer vorgetäuschten Bombenbauwerkstatt und überhaupt zur Bühne ungeahnter Verwicklungen, Geständnisse und Umschwünge. Der progressive Zug der Zeit läßt sich selbst durch einen schrecklichen Betrug nicht aufhalten, in dessen Folge die Weltrevolution beinahe an Bleivergiftung stirbt, und auch nicht davon, daß die Gelder für den bewaffneten Kampf quasi von der NPD beaufsichtigt werden. Schließlich bewirkt Gudrun aus Bietigheim in Schwaben mit ihrer Untreue, daß aus einem Polizeispitzel ein echter Revolutionär wird, der tragisch, aber mit Anstand endet. Die Lücke, die er hinterläßt, schließt ein leibhaftiger Kriminalbeamter, der sein Herz für die Neue Linke entdeckt und so zum Mitgründer eines Vortrupps der Roten Armee wird.
Österreicher(innen)
- 416 pages
- 15 hours of reading
Shakespeare verstehen
- 349 pages
- 13 hours of reading
Bereits in dem vielbeachteten Buch 'Shakespeare ohne Geheimnis' hatte der Theatermann und Historiker André Müller verblüffende, ja, spektakuläre Einsichten in die elisabethanische Theaterwelt geboten. Dass England aber nach der Thronbesteigung Jakobs I. ein anderes wurde und warum diese Veränderungen den Schlüssel für das Verständnis der späten Tragödien liefern, beweist er jetzt in 'Shakespeare verstehen'. Ausgehend von 'Maß für Maß' untersucht er die späten Tragödien 'Othello', 'Troilus und Cressida', 'König Lear', 'Macbeth', 'Antonius und Cleopatra', 'Coriolan' und 'Timon von Athen'. Müllers gedankenscharfe Shakespeare-Lesarten zeichnen sich durch - wenigstens - zwei Tugenden aus: Er nimmt den Text wörtlich; er geht wissenschaftlich und historisch vor, ohne akademisch zu werden. Seine Thesen sind glasklar, seine Beweisführung ist zwingend.
Entblössungen
- 343 pages
- 13 hours of reading
Zweite Liebe
- 101 pages
- 4 hours of reading
Gedankenvernichtung
- 116 pages
- 5 hours of reading
Rabenmütter
- 191 pages
- 7 hours of reading
Super mom or childless? It almost looks as if there were no such thing any longer as motherhood pure and simple, as if all that is left is the choice between perfectionism and eschewal. Nevertheless, motherhood has many aspects: joy, an intense experience of life, love relationship, learning, exulation, on the one hand, and, on the other, frustration, being weighed down by expectations and the fear of being inadequate to the task. In the 19th century motherhood was never called into question even if in actual reality the rewards often fell woefully short of projected ideals. It was only the advent of career openings for women that created alternatives to motherhood as a fulfilled life. Nor did we have to wait for 1960s feminist art to produce realistic portrayals of the mother's role, but we find renderings of social reality and individual conflicts already as early as the beginning of the 20th century. The catalog showcases not only shifts in the stereotypes of motherhood from 1900 to today but also the changes in the perspective from which children see their mothers.
















