Johannes Anyuru is a Swedish poet and author whose work often delves into themes of identity and origin. His writing explores the complexities of intercultural experiences and the search for belonging in the world. Through evocative language and profound insight, Anyuru offers readers a compelling meditation on what it means to be situated within multiple worlds. His literary voice is distinctive, resonating with contemporary readers seeking meaningful narratives.
Awarded the August Prize for best Work of Literary Fiction, this novel explores profound themes through its richly developed characters and intricate narrative. The story delves into the complexities of human relationships and the nuances of life, offering readers a thought-provoking experience. With its lyrical prose and emotional depth, the book invites reflection on the nature of existence and the human condition, making it a standout piece in contemporary literature.
Er weiß nicht mehr, was er erlebt hat oder warum er in diesem Zug ist. Der Vollmond steht tief am Horizont, und er sieht die Krater und sandigen Meere. Erinnerungen an seine Identität sind verschwommen. Ein junger Mann wird in einem unterirdischen Raum in Ostafrika vernommen; vor Kurzem wollte er Kampfpilot in der ugandischen Luftwaffe werden. Er studierte in Athen und entfernte sich von einer gewaltsamen Kindheit, doch kurz vor seinem Examen geschieht der Staatsstreich in Uganda, als Idi Amin die Macht übernimmt. In diesem entscheidenden Moment trifft er eine folgenschwere Wahl: Er wird nicht in das mörderische Uganda zurückkehren, obwohl es ihm befohlen wird. Seine Sehnsucht zu fliegen führt ihn später zurück nach Afrika und auf eine gefährliche Reise. Er wird zu einem Vertriebenen, dessen Leben auch in Schweden von Einsamkeit und Heimatlosigkeit geprägt ist. Johannes Anyuru erzählt die bewegende Geschichte seines Vaters und wie die Stürme der Geschichte Menschen zwingen können, alles zu riskieren, um dem Tod zu entkommen. Es ist ein Buch über persönlichen Mut und die Tragik eines Lebens, das exemplarisch für die Erfahrungen vieler Vertriebener im 20. Jahrhundert steht.