The King's Fool
- 288 pages
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A story of corrosive love, loyalty and despotic power at the heart of the Moroccan court.
Mahi Binebine is a Moroccan author whose works delve into the depths of the human experience. Through a captivating style and keen observations, he explores the complexities of identity, culture, and history. His novels offer a unique perspective on Moroccan society and universal themes that resonate with readers worldwide. Binebine's writing is celebrated for its poetic quality and emotional depth.







A story of corrosive love, loyalty and despotic power at the heart of the Moroccan court.
"Willkommen im Paradies" erzählt von Nuara, die mit ihrem Kind am Strand von Tanger auf die Flucht nach Europa wartet. Inmitten der Unsicherheit und der Schreie des Babys beschreibt der junge Asûs die Ängste und Hoffnungen der Flüchtlinge. Der Roman thematisiert das Streben nach Sicherheit und die Ungewissheit des Neuanfangs.
Krümelchen wurde in der Medina von Marrakesch geboren und überflügelt seine fünf Geschwister schon als Säugling in der Kunst des Bettelns: An arme Frauen vermietet, beschert er seiner Familie ein florierendes Geschäft. Doch das Talent wird ihm bald zum Verhängnis, denn seine Mutter unternimmt alles, um das rentable Baby am Wachsen zu hindern. An einen Kinderwagen gefesselt und körperlich verkümmert, findet er immer neue Wege, sich als Attraktion zu inszenieren und den Leuten Staunen, Mitleid und Geld zu entlocken. Als er bei einem spanischen Professor heimlich lesen und schreiben lernt, eröffnen ihm die Bücher eine neue Welt. Sein Blick auf das Leben verändert sich radikal. Mit der ersten Liebe gelingt ihm die Emanzipation von der Mutter und der Beginn eines eigenständigen Lebens. Mahi Binebines wunderbare Entwicklungsgeschichte gibt den Vergessenen dieser Welt eine Stimme. Sie beleuchtet die allzu bekannte, tragische Situation vieler Kinder in Armut aus einer Perspektive, deren Humor und Menschlichkeit überraschen. Sie ist kein Abgesang, sondern eine Hymne auf das Leben, die Bildung und die Poesie.
Jaschin erzählt sein Leben - und wie er es beendete. Mit acht Brüdern wächst er in Sidi Moumen auf, einer Barackensiedlung vor den Toren Casablancas. Er und seine Freunde schlagen sich mit allerlei Gelegenheitsarbeiten durch, durchwühlen die Abfallberge und verkaufen das Brauchbare oder putzen die Schuhe der Touristen. Sie stehlen auch mal und prügeln sich. Der Fußball ist einer der wenigen Lichtblicke in ihrem Leben. In dieser Lage kommt Abu Subair gerade recht: Er unterstützt die Jungen mit Geld und Jobs. Sie freunden sich mit ihm an und lauschen seinen Einflüsterungen. Abu Subair verheißt ihnen das Paradies, dessen Pforte ganz nahe sei - was hätten sie denn schon zu verlieren? Angesichts von Armut und Gewalt, von unerfüllten Träumen, von Enttäuschungen, Wut und Trauer hat der Fanatismus der bärtigen Extremisten leichtes Spiel. Mahi Binebine hat einen Roman voller Humor und voller Tragik geschrieben, der zum Nachdenken anregt.
Aus dem Französischen von Patricia A. Hladschik. Die Alten erzählten viel Träumerisches vom Meer zwischen Afrika und Europa. Für die illegalen Einwanderer, die in diesem Roman die gefährliche Route von Marokko nach Spanien überqueren wollen, wird es jedoch zum Alptraum. Diese Nordafrikaner streben um jeden Preis in die ersehnte Alte Welt, um ein neues Leben zu beginnen. Ihre Probleme werden oft in Zeitungsberichten und alarmierenden Statistiken erwähnt. Mahi Binebine verleiht ihrem Schicksal in diesem Roman trotz der Düsternis viel Farbigkeit. Die Schilderung des nächtelangen Wartens auf den richtigen Moment zur Überfahrt von Tanger nach Algeciras ist durchzogen von den Lebensgeschichten der Ausreißer. Azûz, der Erzähler, bringt sie mit Witz und Ironie zum Funkeln. Er erzählt von seinem ängstlichen Cousin Reda, von Nuarâ, die mit ihrem Baby ihrem Süleiman nach Frankreich folgen will, und von Jarsê aus Mali, dem Algerier Kas'em Djoudi und Jussef aus Marrakesch. Auch von sich selbst berichtet er, einem, der eine Ausbildung auf einer Missionsschule genossen hat, aber in diesem Land keine Perspektive mehr sieht. Der vielseitige marokkanische Autor verleiht seinen Figuren unvergessliche Konturen und bringt uns das ferne Nordafrika näher, sodass wir ein wenig von dem spüren können, was jenseits des Meeres empfunden wird.
... Il existe deux faces de Mamyta a priori contradictoires : celle de la ménagère transparente que vous pourriez croiser le matin dans une artère adjacente à la rue du Pardon, au souk, avec son panier en doum, ou simplement en promenade sur la Grand- Place, puis il y a l’autre, celle de la diva en caftan scintillant qui vous troublera le soir d’un mariage, d’une circoncision ou dans l’une de ces soirées privées que les hommes, mélancoliques, évoquent à demi-mot sur la terrasse d’un café... -- Publisher description.
Roman
In der ärmlichen Rue du Pardon in Marrakesch ist Hayat aufgewachsen, die Erzählerin in Mahi Binebines neuestem Roman. Wegen ihrer blonden Haare wird sie verachtet, und auch in ihrer Familie erfährt sie Gewalt. Hayat flüchtet und gewinnt dank Mamyta, der größten orientalischen Tänzerin Marokkos, ein neues Leben. Mamyta ist eine Art Geisha - Sängerin, Tänzerin, Liebhaberin. Eine freie Frau in einer Gesellschaft, in der vieles verboten ist. Sie tanzt an Festen und in den beliebten Kabaretts. Verunglimpft und bewundert zugleich, sind ihre Lieder eine Mischung aus Unanständigem und Heiligem. Wenn man Mahi Binebine liest, glaubt man, diese stolzen Frauen vor sich tanzen zu sehen, und wird verzaubert.