Lässt sich die Beziehung zu einem Menschen erneuern – auch nach dessen Tod? In ihrem neuen Roman stellt sich eine Frau den Gespenstern ihrer Familiengeschichte und begibt sich auf die Suche nach den Lebensspuren ihres verstorbenen Vaters. B. führt ein rastloses Leben als Reisejournalistin, verbringt die Sommerwochen in New York und ist den Rest des Jahres mal hier, mal dort. Sie ist eine selbstbewusste, unabhängige Frau, die weiß, was sie will. Eine Beerdigung reißt alte Wunden auf und weckt Erinnerungen an den Vater. Schmerzhafter als die frühen Verletzungen ist der Mangel an Geteiltem: „Ihr Vater und sie, sie hatten einander verpasst.“ Diese Leerstelle will sie nicht länger akzeptieren. Ihre Spurensuche führt sie in die Vergangenheit des Vaters und in ihre eigene – zu den Jahren als Tänzerin und Peepshow-Girl sowie zu ihrer großen Liebe Claudio, einem Jazztrompeter, dem sie jung in die USA folgte und wieder verließ. Die Reise führt bis nach Südafrika, wo sie Antworten hofft und Unerwartetes findet. Verena Lueken erzählt mit großer Eleganz von einer starken Frau, die sich nicht mit der Unabänderlichkeit der Vergangenheit zufriedengibt und beschließt, die Erzählung ihres Lebens selbst in die Hand zu nehmen. Ein mitreißend-lakonischer Roman über Liebe, Verlust und das Erbe unserer Eltern.
Verena Lueken Book order (chronological)




Alles zählt
- 208 pages
- 8 hours of reading
New York im Sommer, hier will die weltgewandte Frau, von der Verena Lueken in ihrem autobiographischen Roman erzählt, einige Wochen verbringen und schreiben, aber eine schwere Krebserkrankung durchkreuzt ihren Plan. Mit dem Tod vor Augen und gepeinigt von heftigsten Schmerzen, erinnert sie sich an die Bücher, die sie gelesen hat, an Filme und an Menschen, die sie bewundert und liebt. Sie denkt nach über ihr Leben – auf der Suche nach Halt und Zuversicht, ohne die Würde und den eigenen Blick auf die Welt opfern zu müssen. Schließlich gelingt es ihr, die tödliche Krankheit zu überwinden und zu neuen Ufern aufzubrechen. Verena Luekens berührender Roman ist ein kraftvolles Plädoyer für das Leben.
5400 Hochhäuser, mehr als 180 Sprachen und die einzige Stadt in den USA, in der die Amerikaner zu Fuß gehen: New York ist einzigartig. Es hat die tiefsten Schlaglöcher, die verheerendsten Stromausfälle und Mietpreise, die Ihnen die Tränen in die Augen treiben. Aber auch den berühmtesten Großstadtbahnhof, die mutigsten Radfahrer, noch immer eine atemraubende Skyline und eine enorme Vielfalt an Menschen. Verena Lueken zeigt uns die Stadt, in der die Welt vor der Haustür liegt und das Unerwartete zum Alltag gehört. Sie ergründet die Leidenschaft der New Yorker für alles Numerische und ihren Ehrgeiz, aus der Stadt eine grüne Metropole zu machen. Und ihre Überzeugung, dass ihrer Stadt die Zukunft gehört.
New York, die Stadt, das Faszinosum in all seinen Spiegelbildern spielt die Hauptfigur in der Reportage der Kulturkorrespondentin der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Am Gedächtnis von New York entlang, das von Beginn an die Stadt der Außenseiter war, in der sich die Welt getroffen hat, schreibt Verena Lueken ihre Reportage, in der der Übergang der vergangenen Monate und ein Stück Stadtgeschichte sich verbinden zum Bild des augenblicklichen Zustands einer Metropole. Was wird die „Hauptstadt der Welt" in der Zukunft sein können? Verena Lueken folgt in New York den Bewegungen der Menschen, in den Straßen, über das Wasser und die Brücken, vor allem aber durch das U-Bahn-Netz. Sie folgt den Bewegungen des Mülls der Bewohner dieser Stadt, und das ist neuerdings auch der Abtransport der Millionen Tonnen Schutt von Ground Zero. Und schließlich folgt Verena Lueken den spekulativen Strömen des Geldes im nicht mehr ganz heimlichen neuen Finanz- und Unterhaltungsviertel in Midtown.