G.-Roger Forster Books


Gaywolf
- 191 pages
- 7 hours of reading
Kein Krimi für schwache Gemüter. Eine Mördergeschichte für alle mit "Fleischeslust". Der junge Leon trifft im Park von Hannover auf den attraktiven Tibor, während er nach schnellem Sex sucht. Doch in dieser Nacht, die den Beginn ihrer leidenschaftlichen Beziehung markiert, geschieht ein mysteriöser Mord. Ein "Werwolf" greift Leon an, der nur leicht verletzt wird, während die Leiche eines anderen jungen Mannes im Wald entdeckt wird. Die Liebe zwischen Leon und Tibor wird von einem Fluch überschattet: Bei jedem Vollmond verwandelt sich Hannover in eine Blutlache. Der Roman bietet einen Einblick in das schwule Leben mit lokalem Flair. G.-Roger Forsters Stil, sein Erstlingswerk, hat das Potenzial, kultig zu werden, benötigt jedoch etwas Zeit, um wirklich fesselnd zu sein. Die ersten 15 Seiten sind etwas schwerfällig, doch danach entfaltet sich eine amüsante Mischung aus Phrasen und schrillen Sätzen, die schwule Leser zum Schmunzeln bringen, während Heteros sie ignorieren. Die kritischen Anspielungen auf das biedere Leben der Schwulen, die Arm in Arm über Jahrmärkte schlendern oder mit nörgelnden Nachbarn konfrontiert werden, sind unterhaltsam. Der Perspektivenwechsel ist gelungen: Die ersten zwei Drittel werden aus Leons Sicht erzählt, bis seine Mutter auftaucht und der Thriller in eine neue Richtung geht, bis zum bitteren, tief-blutroten Ende.