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Bettina Thienhaus

    Trübe Wasser in Tokio
    • 2003

      Trübe Wasser in Tokio

      • 155 pages
      • 6 hours of reading

      Masako Togawa ist ein echter Geheimtipp! Ihre bizarren und surrealen Kriminalromane ziehen Leser in ihren Bann. In der Geschichte geht es um die Ermittlungen des Psychiaters Uemura, dessen Patient, Akio Tanno, einen Mord gestanden hat, der jedoch nie geschehen ist. Tanno behauptet, die Frau, die er ermordet haben will, habe ihn verspottet und zurückgewiesen. Der Haken: Frau Owada, die angeblich Ermordete, lebt und ist wohlauf. Uemura besucht sie und wird von ihrer ungewöhnlichen Anziehungskraft und dem geheimnisvollen Umfeld, das sie umgibt, fasziniert. Während er Owadas Ehemann sowie Freundinnen und Kommilitoninnen seines Patienten befragt, merkt er, dass alle ihn anlügen und Geheimnisse verbergen. Zudem wird er von den befragten Frauen sexuell angezogen, was ihn dazu bringt, ihre Nähe zu suchen und sogar Swinger-Partys zu besuchen, alles im Namen seiner Ermittlungen. Zufälle führen ihn weiter, und die Wahrheit ist schließlich ganz anders als erwartet. Togawas kunstvolle Prosa erzeugt eine beunruhigende Stimmung, während die resignierten und zynischen Hauptfiguren einen unwiderstehlichen Sog entwickeln. Auch nach dem Ende bleibt ein erleichtertes Aufatmen aus, doch der unterschwellige Humor der Autorin bleibt präsent. Togawa zeigt erneut außergewöhnliche literarische Fähigkeiten und gehört zu den großen Wiederentdeckungen der letzten Jahre. Ein Glanzstück der Krimireihe!

      Trübe Wasser in Tokio