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Wilhelm Genazino

    January 22, 1943 – December 12, 2018

    Wilhelm Genazino was a German journalist and author whose work delves into the peculiarities of everyday life. He masterfully captured the absurdities of modern existence with a light touch and an ironic distance. Genazino's writing is characterized by its keen insight into the human psyche and social commentary. His distinctive narrative style offers a unique perspective on contemporary life.

    Wilhelm Genazino
    Der Traum des Beobachters
    Karnickel und Fliederbüsche, violett
    Istanbul
    Der Fleck, die Jacke, die Zimmer, der Schmerz
    Kein Geld, keine Uhr, keine Mütze
    Das Buch der Bücher von Peter Altenberg. Band 1-3.
    • Eine gemeinsame Veröffentlichung der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung und der Wüstenrot Stiftung An seinem Grab versammelte sich vor 90 Jahren das Wien des Fin de Si?e: Egon Friedell, Arnold Schönberg, Adolf Loos, Karl Kraus und hunderte andere Freunde und Bewunderer nahmen Abschied von Peter Altenberg (1859-1919). In diesem tragischen Genie hatte die Wiener Kaffeehausszene ihren Chronisten gefunden: Altenberg hielt fest, was der Tag ihm zutrug - in Prosaskizzen mit Blitzlichtwirkung, Texten, die gegen Ende seines von Alkohol- und Drogenkonsum beschädigten Boh?lebens in Gedankensplitter zerfielen, denen das Wort kaum mehr nachkam. Peter Altenbergs Werk ist heute nur noch in wenigen schmalen Auswahlausgaben greifbar. Mit dieser Edition erscheint zu seinem 150. Geburtstag am 9. März die umfangreichste Werkausgabe, die es je gab: Anhand von Arbeitsexemplaren ist hier die dreibändige Auswahl rekonstruiert, die ursprünglich Altenbergs Freund und Bewunderer Karl Kraus geplant hatte

      Das Buch der Bücher von Peter Altenberg. Band 1-3.
      5.0
    • Kein Geld, keine Uhr, keine Mütze

      Roman

      • 176 pages
      • 7 hours of reading

      Über Liebe und Mütter, Ehe und Ehemalige Liebe und Ehe sind ein kompliziertes Geschäft. Die Bilanz ist oft nur mittelmäßig. Muss man es einfach nur häufiger versuchen? Oder gleichzeitig? Oder gründlicher über die eigene Mutter nachdenken? Steckt in der »Ehefrau« nicht von Anfang an die »Ehemalige«, das einzig authentische Überbleibsel jeder Ehe? Wilhelm Genazinoerzählt von einem philosophischen Helden, der beim verschärften Nachdenken jede Sicherheit verliert.

      Kein Geld, keine Uhr, keine Mütze
      4.5
    • Eine Frau im Park reibt zwei Walnüsse, um Eichhörnchen anzulocken, während ein Mädchen gedankenverloren in einem alten Fotoalbum blättert. In einer Stammkneipe überbieten sich schnöselige Künstlerfreunde mit eitlem Geschwätz. Ein indischer Bratwurstverkäufer, der jeden freundlich grüßt, wird nachts ermordet aufgefunden. Nichts ist unwichtig in Genazinos seltsamen Tropengebiet der verfeinerten Wahrnehmung, wo Großstadtmenschen unter der Last des Lebens leiden und Nebensächliches zur Hauptsache wird. Der Autor, bekannt seit seinem Roman von 2001, zeigt in diesem Frühwerk von 1989 seinen sezierenden, mitfühlenden Blick auf die Fluchtbewegungen aus einem Alltag voller seelischer Verwüstungen. Als er hört, wie Musikschüler abfällig über Mozart sprechen, ist er entrüstet. Zusammen mit seiner Freundin Gesa reist er nach Wien, um Mozarts Ehre wiederherzustellen, während sie die Tagebücher des Malers Max Beckmann mit sich führen. Genazino schickt seine Protagonisten auf eine träumerische Europareise in die Arme der Kunst. Ein Besuch in Kafkas Sterbezimmer wird zur Liebesbezeugung an den großen Prager. In Paris erleuchtet Degas das trüb gewordene Auge. Im Licht dieser ewigen Wahrheiten scheint ein Entrinnen möglich. Wer in das Land Genazino eintaucht, wird von diesem fein ziselierten Sprachstrudel gefangen und geht mit geschärftem Blick hervor. Solche Literatur ist kostbar und selten, was den Büchner-Preis wert ist, den Genazino erhält.

      Der Fleck, die Jacke, die Zimmer, der Schmerz
      4.3
    • „Für mich ist Istanbul wie eine Schatulle - jede kleine Kiste steckt voller Juwelen, kostbarer Steine, und diese erschaffen die Stadt. Die verborgenen Schätze gibt es immer noch. Aber eines Tages wird es mit ihnen vorbei sein“, so Ara Güler wehmütig in seinem Interview mit corsofolio. Doch bevor es vorbei ist, reisen wir mit Wilhelm Genazino in diese Stadt, die drei Weltreichen als Hauptstadt diente, und seit tausenden von Jahren Kulturraum dreier Weltreligionen ist, eine „Schöne“, die schon immer Einwandererstadt war. Wir begeben uns auf die Spuren der Menschen, die sich hier niedergelassen haben, deren Geschichte und Geschichten heute die Stadt, ihre Musik und Literatur, ihre Kunst, ihre Widersprüche, ihren Reiz, ihre kulturelle und wirtschaftliche Dynamik bestimmen. Mit Originalbeiträgen u. a. von Tilman Spreckelsen, Karl-Markus Gauß, Esmahan Aykol, Özlem Topçu, Pinar Selek, Bedri Baykam, Janet Riedel, Cornelia Tomerius, Ulli Kulke, Mario Rispo, Daniel Steinvorth, Jesco Denzel, Perihan Magden, Rahmi Koç, Joachim Sartorius und dem Bilderbogen von Ara Güler

      Istanbul
      4.5
    • Der Traum des Beobachters

      Aufzeichnungen 1972–2018

      • 464 pages
      • 17 hours of reading

      Notizen eines großen Schriftstellers und Flaneurs – ein einzigartiger Einblick in Wilhelm Genazinos Sprach- und Romanwerkstatt Seine Wohnung verließ Wilhelm Genazino nie ohne Stift und Papier. Alles, was sich in Worte fassen ließ, schrieb er auf. Jahrzehntelang tippte er seine Beobachtungen von unterwegs akribisch ab, aus Furcht, eines Tages könnte ihn das Schreiben selbst verlassen. So entstand ein „Materialcontainer„, in dem sich Leben und Fiktion, Ideen und Träume unauflöslich vermischen. Die bislang unbekannten Notizen sind ein Schlüssel zu seinem Werk und lesen sich wie ein unendlicher Genazino-Roman. Sie zeigen den Autor als verzweifelten Glückssucher, als hochsensiblen Zeitzeugen und funkelnden Aphoristiker. „Es ist ein großes Erlebnis, wenn das Vergnügen bis in die Details geht.“

      Der Traum des Beobachters
      4.0
    • Wilhelm Genazino, geboren 1943 in Mannheim, arbeitete zunächst als freier Journalist, später als Redakteur bei verschiedenen Zeitungen und Zeitschriften. Seit 1971 ist er freier Schriftsteller. Berühmt wurde er mit seiner „Abschaffel“-Romantrilogie. Für sein umfangreiches Werk erhielt er zahlreiche Auszeichnungen, u. a. 2003 den Fontane-Preis der Berliner Akademie der Künste und den Georg-Büchner-Preis 2004.

      Auf der Kippe
      4.0
    • Ungeschriebene Romane Von einem Alltag voller poetischer Merkwürdigkeiten erzählt Wilhelm Genazino in dieser Sammlung von Kurzprosastücken aus den Jahren 1994 bis 2010. Auf unverwechselbare Weise nähert er sich Büchern und Bildern, vor allem aber Menschen, seien sie nun Schriftsteller, Maler oder Passanten. Doch auch sich selbst spart er nicht aus: Wie er zum Schreiben kam und warum die Welt ohne Bücher kaum auszuhalten ist, verrät der heitere Melancholiker hintergründig und humorvoll.

      Idyllen in der Halbnatur
      4.0
    • „Genazinos Romane suchen in Frankfurter Seitenstraßen das Poetische auf. Dort, wo normalerweise jeder hinwegsieht, entdecken sie kleine Kostbarkeiten, Kunstwerke des Verborgenen“, so Helmut Böttiger über den Büchner-Preisträger 2004. Seine Erfahrungen bei dieser Suche nach dem Poetischen teilt Genazino in den berühmten Frankfurter Poetikvorlesungen mit dem Zuhörer - die Erzählung über das Schreiben selbst wird hier zu einem Abenteuer für die Leser.

      Die Belebung der toten Winkel
      4.0
    • Freiheit und Verantwortung

      95 Thesen heute

      • 241 pages
      • 9 hours of reading

      Freiheit und Verantwortung?! Zum Jubiläumsjahr des Thesenanschlags zuWittenberg versammelt dieses Buch 95 prägnante Thesen für unsere Zeit. Thesen zu Gesellschaft und Familie, zum Sozialwesen, zu Wissenschaftund Bildung, zu Migration, Kunst und Literatur, zur Religion – und auch zu»Freiheit und Verantwortung« heute. Martin Luther schrieb, dass derMensch einerseits »ein freier Herr über alle Dinge und niemandem untertan« und andererseits »ein dienstbarer Knecht aller Dinge und jedermannuntertan« sei. In diesem Spannungsfeld, auf heute bezogen, bewegensich die Beiträge, die sich an die Reformation anlehnen können, aber nichtmüssen.

      Freiheit und Verantwortung
      3.0
    • Di professione «apocalittico», il cinquantaduenne protagonista di questo romanzo porta avanti da tempo un segreto ménage à trois. Ma il delinearsi di una minaccia sempre più incombente – la vecchiaia, con le sue piccole e grandi debolezze - lo porta a credere di doversi piegare alle convenzioni e decidere definitivamente per una sola donna. Nell’eventualità, tutt’altro che remota, di finire all’ospedale, cosa potrebbe succedere se le due compagne, ignare l’una dell’altra, arrivassero insieme al suo capezzale? L’unica soluzione praticabile sembrerebbe quella di dare ordine alla propria vita sentimentale: ma quale delle due donne scegliere? E così, fra tremolii all’occhio, crampi e vene varicose, eczemi alle mani e piccole défaillance sessuali, si dipana la vicenda di questo impaccio amoroso, che è anche un impaccio esistenziale, vista la varia umanità in cui si imbatte il protagonista: nemici delle poste, consulenti antipanico, responsabili indignati, studiose di polveri, esperti di aria compressa...

      Narratori della Fenice: La stupidità dell'amore
      3.0
    • „Ein wunderbares Buch“ (Frankfurter Allgemeine Zeitung) Ein Mann durchstreift die Innenstadt von Frankfurt. Seine Frau hat er vor zwei Jahren verloren, und auch sonst scheint ihn wenig am ziellosen Wandern durch den Alltag zu hindern. An Imbissbuden, in der Postfiliale und der Straßenbahn nimmt er interessiert seine Umwelt auf, bis ihm mit einem Mal bewusst wird, dass auch er selbst Gegenstand der Beobachtung ist. Wie etwa durch die Kassiererinnen im Prezzoprezzo-Supermarkt, die über seinen Einkaufswagen kichern, in dem sich nichts als eine kleine Tafel Schokolade befindet. „Dieser Roman ist eine kleine literarische Sensation: Die Rückkehr des entgeisterten Blickes in die entgeisterten Metropolen der Republik.“ (Spiegel Kultur)

      Die Kassiererinnen
      4.0
    • Poetische Eleganz und kühne Reflexion Bei Streifzügen über Flohmärkte und durch Trödelläden fand Wilhelm Genazino Fotos und Postkarten, die aus den unterschiedlichsten Gründen sein Interesse weckten. Sie regten ihn zu eigenen Reflexionen an. Entstanden sind scharfsinnige, bisweilen verblüffende Legenden zu nur scheinbar wertlosen Aufnahmen. Das Strandgut der Zeit wird bei Genazino zur Kunst. Erstmals in einem Band: 'Aus der Ferne' (1993) und 'Auf der Kippe' (2000).

      Aus der Ferne - auf der Kippe
      3.0
    • »Ein schrecklich guter Krisenroman.« Focus Der Arbeitsmarkt kennt keine Gnade, erst recht nicht für promovierte Philosophen. Daher nimmt Gerhard Warlich einen Job in einer Großwäscherei an und richtet sich ein in seiner wenig aufregenden, aber sicheren Existenz. Doch als sich seine Freundin Traudel ein Kind wünscht, gerät Warlich, der am liebsten nur halbtags leben möchte, völlig aus dem Tritt. Genazino erzählt diese Geschichte eines traurigen Helden, eines an Details leidenden Alltagsmelancholikers, und seiner viel weniger traurigen Freundin mit verblüffender Lakonie.

      Das Glück in glücksfernen Zeiten
      4.0
    • Die Stadt als poetische Fundgrube Ein Marmorei, eine Vogelfeder, die Zellophanverpackung einer Zigarettenschachtel – den aufmerksamen Blicken des Mannes, der durch die Straßen streift, bleibt nichts verborgen. Eigentlich war er aufgebrochen, einen verloren gegangenen Gegenstand zu suchen. Stattdessen entdeckt er, ein Fremdling im Alltag, andere, scheinbar vollkommen unauffällige Dinge, die seine Aufmerksamkeit fesseln und aus denen sich ihm ganze Geschichten erschließen. Mit kindlichem Staunen, einem ausgeprägten Sinn für das Abseitige und einer präzisen Beobachtungsgabe gelangt er zu ungewöhnlichen Einsichten.

      Leise singende Frauen
      2.5
    • Die Obdachlosigkeit der Fische

      • 109 pages
      • 4 hours of reading

      Georg-Büchner-Preis 2004 für Wilhelm Genazino »Ich wußte nicht, woher diese Fremdheit kam, ich weiß es bis heute nicht. Wahrscheinlich ist sie nur ein Ausdruck der grundsätzlichen Unwillkommenheit des Menschen auf der Welt...« Im Zentrum dieses Buches steht die Erinnerung an eine fatal gescheiterte Jugendliebe. Eine Lehrerin an der Schwelle des Alterns vergewissert sich dieser Geschichte inmitten einer brisanten Phase ihres Lebens. Ihre Liebesgeschichte gehört zu den wenigen noch fortlaufend erzählbaren Zusammenhängen, die in ihrem Gedächtnis haften geblieben sind. Im Kampf gegen das greifbare Verschwinden ihres Lebens zeigt sich das Spiel mit den Bildern in ihrem Inneren, das nur noch dem Wildwuchs des Träumens gehorcht. 

      Die Obdachlosigkeit der Fische
      3.7
    • Die Verlegenheit vor dem Leben Deutschland in den Wirtschaftswunderjahren, eine Zeit des Konsums und des allgemeinen Aufschwungs. Doch die vielversprechende Erfindung des Vaters bleibt in den Kinderschuhen stecken, die Mutter zieht sich in eine schwere Depression zurück. Warum nur, so fragt sich der heranwachsende Erzähler, nehmen seine Eltern nicht an diesem Aufwärtstrend teil? Ungeschönt setzt er sich mit seinen ambivalenten Gefühlen den Eltern gegenüber auseinander und gelangt nach und nach zu der Erkenntnis, dass auch der einst so geschmähten Einfalt Achtung gebührt.

      Die Liebe zur Einfalt
      3.6
    • Abschaffel, Flaneur und „Workaholic des Nichtstuns“ streift durch eine Metropole der verwalteten Welt. Mit innerer Phantasietätigkeit kompensiert er die äußere Ereignisöde seines Angestellten-Daseins und schlägt alle Zerstreuungsangebote der Freizeitindustrie aus. Im Verlauf der Trilogie unternimmt Abschaffel mehrere kläglich-komische Anläufe zum Ausbruch: Zum Beispiel versucht er sich selbst in der Rolle des Nutznießers von Ausbeutung, als Zuhälter nämlich. Zu guter Letzt jedoch zwingt ihn eine psychosomatische Krankheit zu einem mehrwöchigen Kuraufenthalt. Immerhin eröffnet sich ihm hier endlich die Möglichkeit der Reflektion.

      Abschaffel
      3.7
    • Zunehmende Arbeitslosigkeit, Existenzkampf: Der freischaffende Werbegrafiker Wolf Peschek reagiert darauf, indem er ›fremde Kämpfe‹ abschaut und zu kriminellen Überlebenstricks greift. »Wenn die entscheidenden Leute ihre Jobs wechselten, waren zuarbeitende freelancer wie er plötzlich ohne Beschäftigung. Es war allerhöchste Zeit, in ein paar neuen Läden ein paar Arbeitsproben vorzulegen. Allerdings war Peschek nicht mehr vierundzwanzig, und deswegen konnte er nicht mehr mit ein paar geschmeidig-powervollen Gesten in den Vorzimmern erscheinen und wie ein achtungsgebietendes Neutalent seine Mappe öffnen. Sondern er war vierunddreißig, ein in der Werbung schon bedrohlich alter Mann, der, sofern er sich als jung und neuartig anpries, der Lächerlichkeit näher war als einem neuen Auftrag.« 

      Fremde Kämpfe
      3.5
    • Das Licht brennt ein Loch in den Tag

      • 125 pages
      • 5 hours of reading

      Ein Erzähler, durch aktuelle Erinnerungslücken beunruhigt, findet einen ungewöhnlichen Ausweg, dem vorstellbar gewordenen Verlust des Gedächtnisses zu begegnen. Er «verteilt» die wichtigsten seiner Erlebnisse mündlich und in Briefen an seine Freunde. Eines Tages, so sein Auftrag, wenn ihm gewisse Details der eigenen Biographie nicht mehr zur Verfügung stehen, sollen ihm die Freunde seine Erinnerungen «zurückerzählen».

      Das Licht brennt ein Loch in den Tag
      3.6
    • Tarzan am Main

      Spaziergänge in der Mitte Deutschlands

      • 140 pages
      • 5 hours of reading

      Poetische Lokalrunde durch Frankfurt Wer Deutschland sehen will, fährt nach Berlin oder München, auch an den Rhein. Aber liegt das wirkliche Deutschland nicht ganz woanders? Dort, wo man keine Stadtrundfahrten macht? Wilhelm Genazino hat sich auf den Weg gemacht, die unansehnliche, aber wirkliche Mitte Deutschlands zu erkunden: Frankfurt am Main mit seinen tristen Einkaufsstraßen und gleichförmigen Vororten, schummrigen Fußgängerunterführungen und grauen Kiosken. Zugleich rekonstruiert er voller Witz seinen eigenen Weg durch Frankfurt – als stiller, aufmerksamer Beobachter einer gewöhnlichen Stadt, die exotischer ist als die Ferne, die inzwischen jeder kennt.

      Tarzan am Main
      3.3
    • Lange schon lebt der Apokalypse-Spezialist und Seminarleiter eine Ménage à trois, ohne dass die Frauen davon wissen. Doch langsam kommt er in ein kritisches Alter, und das Liebesleben leidet immer mehr unter der Anstrengung, Sandra und Judith voneinander fern zu halten. Eines Tages beschließt er, sich von einer der beiden zu trennen - doch welche soll es sein? Die Entscheidung, die sein Leben erleichtern sollte, macht alles nur noch auswegloser. Ein ironisches Bekenntnis zum „Durcheinander des Liebeslebens“.

      Die Liebesblödigkeit
      3.7
    • Il collaudatore di scarpe

      • 174 pages
      • 7 hours of reading

      Un quarantenne senza qualità che sembra aver raggiunto quello stato per unanaturale disposizione è stato appena lasciato dalla donna con cui viveva,accusato di incapacità di progettare il futuro. La sua è un'odissea quotidianaambientata nelle strade e nei sobborghi di una piccola città tedesca, ma ciòche la rende interessante è la curiosa attività che il protagonista esercita:provare nuovi modelli di scarpe di lusso e fare dettagliate relazioni inproposito.

      Il collaudatore di scarpe
      3.7
    • ›Der gedehnte Blick‹ eröffnet neue Perspektiven Was so viele Leser in seinen Romanen lieben, das prägt auch Wilhelm Genazinos Essays und Prosaminiaturen: die Beobachtungsgabe, der Wortwitz, die sprachliche Genauigkeit, der es gelingt, auch aus scheinbar alltäglichen, banalen Dingen und Begebenheiten das Verblüffende, Unerhörte, nie Gesehene herauszuhören. ›Der gedehnte Blick‹ ist ein Buch über das Beobachten und das Lesen, über Lebensgeschichten und Schreibabenteuer, über Fotografien und über das Lachen.

      Der gedehnte Blick
      3.0
    • Herr Rotmund hat sich in seinem beschädigten Leben halbwegs eingerichtet – und das im wahrsten Sinne des Wortes. Der 43-jährige Protagonist und Ich-Erzähler hat sich von Frau und Kind getrennt und erlebt sein Dasein in einem Zustand des Mittelmaßes. Es geht ihm halbwegs gut und halbwegs schlecht; er leidet am Leben, doch auch nicht wirklich. Freude und Leid sind für ihn nur schwach ausgeprägt. Das Fehlen von Intensität führt dazu, dass er zunehmend in die Bedeutungslosigkeit abdriftet. Diese Entwicklung wird eindringlich dargestellt, insbesondere durch die Momente, in denen er Körperteile verliert – ein Ohr unter einem Tisch oder ein Zeh im Schwimmbad. Trotz dieser Verluste bleibt er blind für die Signale seiner Existenz und kehrt schnell zur Normalität zurück. Während solche Verluste in früheren Werken den Pessimismus der Welt verdeutlichten, bleibt Rotmunds Erkenntnislosigkeit bestehen. Er löst sich einfach auf, ohne es zu merken. Das Werk ist traurig und zeigt einen Helden, der haltlos durch die Realität torkelt und dabei an Seele und Körper leidet. Genazino beschreibt dies grandios und bietet mit seinem seismographischen Gespür für deutsche Befindlichkeiten einen weiteren Beweis seines literarischen Könnens.

      Mittelmäßiges Heimweh
      3.5
    • Bei Regen im Saal

      • 160 pages
      • 6 hours of reading

      Das Leben ist eine schwierige Sache, aber noch schwieriger ist die Liebe. Man hat nicht nur mit den eigenen Ansprüchen zu tun, sondern auch noch mit denen der Frau. Und die will eines Tages nicht mehr zusehen, wie der promovierte Philosoph und Provinzblattredakteur an ihrer Seite sich selbst ins Abseits manövriert. So überrascht es den Mann nicht, dass er sich eines Tages seinen Kram aus Sonjas Wohnung abholen soll und ihre Hochzeitsanzeige findet. Aber auch die Normalität ist keine Rettung, denn ein ordnungsgemäßer Ehemann macht Sonjas Leben zwar ordentlicher, aber auch unendlich langweiliger. Ein Happy End im Abseits – sollte man das für möglich halten?

      Bei Regen im Saal
      3.5
    • Mit einem ironischen Blick auf die sechziger Jahre beschreibt Genazino den Weg eines jungen Mannes: Ein Träumer, der immer an dasselbe denkt: ans Lesen und Schreiben. Und daran, endlich erwachsen zu werden und die drei Dinge zu haben, die es dazu braucht: eine Frau, eine Wohnung und einen eigenen, selbst geschriebenen Roman. Vorerst führt er jedoch ein Doppelleben zwischen Lokalblatt und Lieferscheinen...

      Eine Frau, eine Wohnung, ein Roman
      3.5
    • Die Ausschweifung

      • 318 pages
      • 12 hours of reading

      Der Büroangestellte Eckhard Fuchs hadert mit der modernen Welt, dem Älterwerden, mit der Familie im Allgemeinen und seiner Frau Ruth im Besonderen. Nach 16 langen Ehejahren ist nichts mehr, wie es einmal war: Schon die Entscheidung über den alljährlichen Familienurlaub führt zu existenziellen Konflikten. Eckhard Fuchs' Leben ist eine zeitgenössische Tragödie, aufgezeichnet vom minutiösesten Beobachter deutscher Alltagswirklichkeit. Wilhelm Genazino beweist bereits in diesem frühen Roman sein Gespür für die Spannungen, die unter der Oberfläche der Banalität liegen.

      Die Ausschweifung
      3.0
    • Wenn wir Tiere wären

      Roman

      • 158 pages
      • 6 hours of reading

      Das Leben in der modernen Welt verlangt zu viel: tägliche Anwesenheit am Arbeitsplatz, inklusive Engagement und freundlichem Gesicht, die Benutzung von Verkehrsmitteln und den Besuch von Supermärkten. Und dann auch noch das Privatleben. Unausweichlich kommt der Moment, in dem ein Mann nicht mehr weiterweiß - und ehe man sichs versieht, sind es statt einer sogar drei Frauen. Ach, wenn wir doch Tiere wären und die täglichen Zumutungen einfach übersehen könnten! Wilhelm Genazino erzählt ironisch, witzig und böse von einem Mann, der den Alltag nur ertragen kann, indem er das ordentliche Regelwerk durchbricht.

      Wenn wir Tiere wären
      3.3
    • Außer uns spricht niemand über uns

      Roman

      • 160 pages
      • 6 hours of reading

      Man versteht natürlich, dass Carola ihren Partner zuweilen nicht mehr erträgt. Er hat sich als gescheiterter Schauspieler und Radiosprecher in einer bequemen Mittelmäßigkeit eingerichtet. Nur in Notfällen kann er von seiner Freundin zu stärkeren Emotionen bewegt werden. Der Fall tritt ein, als Carola ihren Helden verlässt. Sie wird durch diese Notbremsung allerdings nicht glücklicher. Im Gegenteil. Wie der Zufall es will, erklärt sich die Mutter der entweichenden Freundin bereit, dem Verlassenen auszuhelfen. Kann sie ihn retten? Und will der überhaupt gerettet werden? Ob und wie, das steht in diesem so witzigen wie bösartigen Roman.

      Außer uns spricht niemand über uns
      3.1
    • Leise singende Frauen

      Roman

      • 178 pages
      • 7 hours of reading

      Der Protagonist durchstreift die Stadt auf der Suche nach einem verlorenen, geliebten Gegenstand, der für ihn von großer Bedeutung ist. Stattdessen entdeckt er andere, oft übersehene Objekte, die ihm vorübergehend Trost spenden und zu Fetischen werden. Diese Wanderung wird zu einer Reise der Entdeckung, bei der er die verborgenen poetischen Ereignisse des Alltagslebens aufspürt. Wilhelm Genazinos Roman bietet eine eindringliche Poetik, die die Schönheit der alltäglichen Erfahrungen in kraftvollen Bildern einfängt.

      Leise singende Frauen
    • In seinen Heidelberger Poetikvorlesungen nähert sich Wilhelm Genazino dem eigenen Schreiben über die auch seinen Romanhelden stets innewohnende Überempfindlichkeit und damit deren Angst vor der Penetranz des Wirklichen. Thematisiert wird weiterhin die Sehnsucht nach dem vermissten Zuhause als "verschwundene und doch nicht verlorene Heimat" und schließlich die über allem Schreiben stehende Frage nach der richtigen Form oder "wie etwas in die Welt tritt". Die Poetikvorlesungen erscheinen posthum aus dem im Deutschen Literaturarchiv in Marbach befindlichen Nachlass des 2018 verstorbenen Autors.

      Die Angst vor der Penetranz des Wirklichen
    • Das Buch enthält zwanzig unveröffentlichte Texte von Preisträgern der LiteraTour Nord (1993-2012), darunter Erzählungen, Feuilletons und Gedichte. Die Autoren, wie W. G. Sebald und Robert Gernhardt, reflektieren ernsthaft und verspielt über das Leben und die Herausforderungen der Welt.

      Wie etwas in die Welt tritt. Die Anthologie der LiteraTour Nord
    • Marbacherkatalog - 88: Die Seele

      Die Dauerausstellung im Literaturmusuem der Moderne

      • 429 pages
      • 16 hours of reading

      Vorwort von Heike Gfrereis und Ulrich Raulff Eine Marbacher Marginalie von Hans Magnus Enzensberger ZEITLICHKEIT Karl Heinz Bohrer Die Zeitlichkeit der modernen Literatur Ulrike Draesner Das Zeit-Erzählen BILDLICHKEIT Horst Bredekamp Die Bruderschaft von Schrift und Bild ÖRTLICHKEIT Wilhelm Genazino Exklusive Trivialität. Benn, Horváth und Weiss in ihren Sehnsuchtsräumen SE(E)LIGKEIT Hans Ulrich Gumbrecht Vom beseelenden Hauch der Literatur Heike Gfrereis Die Ausstellung Das virtuelle Literaturmuseum des 21. Jahrhnderts

      Marbacherkatalog - 88: Die Seele