Kompetenzmodellierung in der Chemie
theoretische und empirische Reflexion am Beispiel des Modells hierarchischer Komplexität
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Mit der Einführung von Bildungsstandards und der Umstellung des Bildungssystems auf Outcome-Orientierung ergeben sich drei zentrale Probleme: die inhaltliche Konkretisierung der Vorgaben für allgemein akzeptierte Standards, die Entwicklung geeigneter Methoden und Prüfverfahren sowie die Integration dieser Prüfverfahren in die pädagogische Praxis. Die KMK setzt Bildungsstandards als normative Zielvorgaben, während die Entwicklung von Kompetenzmodellen und Testsystemen als zentraler Schritt zur Beantwortung dieser Fragen betrachtet wird. Diese Arbeit strebt eine Verknüpfung zwischen den normativen Zielen der Bildungsdebatte, der Diskussion um Scientific Literacy und dem Kompetenzkonstrukt an, um Schülerleistungen adäquat zu beschreiben. Zudem wird die Beurteilungspraxis im Unterricht und die Forschung zu Kompetenzmodellen reflektiert, um Ansprüche und Desiderata empirischer Untersuchungen zu identifizieren. Beide Bereiche werden zusammengeführt und bilden die Grundlage für die Entwicklung eines Kompetenzmodells im Chemieunterricht. Durch qualitative und quantitative Forschungsmethoden werden in zwei empirischen Studien die Komplexitätsniveaus zur Beschreibung des Anforderungsniveaus von Aufgabenstellungen untersucht, wobei eine Verknüpfung testtheoretischer und unterrichtspraktischer Beurteilungskriterien angestrebt wird, um die Kluft zwischen Forschung und Schulpraxis zu überbrücken.
