Zum 50. Geburtstag von Daniel Kehlmann: sein Debüt »Beerholms Vorstellung ergänzt um ein Nachwort des Autors« Die Kraft der Zahlen und der Zauber der Karten, das Schleifen, Dublieren, Falschabzählen, Filieren, Palmieren – Arthur Beerholm, Zögling in einem Schweizer Internat, weiß früh um seine Begabung. Dennoch studiert er Theologie und landet erst über Umwege bei dem bewunderten Meister der Magie Jan van Rode. Mit seiner Hilfe beginnt Arthurs kometenhafter Aufstieg zum Zauberkünstler, zum weitum hofierten Publikumsliebling, der – auf der Höhe seines Ruhms – die Bühne unvermittelt wieder verlässt, weil ihm das Täuschen der Menschen nicht genügt. Daniel Kehlmann war 22 Jahre alt, als 1997 Beerholms Vorstellung erschien. Rausch und Rationalität, Zauber und Wirklichkeit fügen sich darin zu einem frühen Meisterwerk.
Daniel Kehlmann Book order (chronological)
Daniel Kehlmann is a German-Austrian author whose work explores the intricate interplay between reality and perception. His novels frequently engage with grand ideas and historical events, reinterpreted through a distinctive lens. Kehlmann's prose is celebrated for its precision, wit, and profound psychological insight. His writing appeals to readers seeking intelligent and thought-provoking literary experiences.







In einer Zeit, in der extremistisches Gedankengut und Angriffe auf die Demokratie zunehmen, beleuchten 27 Autorinnen und Autoren die essenziellen Werte, die es zu verteidigen gilt. Sie ergründen, was Demokratie, Grundrechte und Rechtsstaatlichkeit für jeden Einzelnen bedeuten und welche konkreten Bedrohungen sie gefährden. Durch persönliche und erhellende Perspektiven wird der Leser dazu angeregt, sich mit den fundamentalen Fragen des aktuellen Zeitgeschehens auseinanderzusetzen und die Wichtigkeit des Engagements für eine demokratische Gesellschaft zu erkennen.
Die Reise der Verlorenen. [Theater der Gegenwart]
Kehlmann, Daniel – Theater mit Schülern; Gegenwartsstück – 14553
- 104 pages
- 4 hours of reading
Daniel Kehlmann adaptiert das Buch "Voyage of the Damned" in ein eindrucksvolles Theaterstück über die Irrfahrt der St. Louis, die 1939 von Hamburg nach Kuba aufbrach. Kapitän Schröder kämpft verzweifelt um die Aufnahme der jüdischen Flüchtlinge. Mit Anmerkungen von Thomas Wortmann.
Daniel Kehlmann unternimmt eine faszinierende Entdeckungsreise in das Werk des oft übersehenen Großmeisters Leo Perutz. Er beleuchtet Perutz' Einfluss auf die deutsche Literatur und seine bedeutenden Werke, insbesondere "Nachts unter der steinernen Brücke". Kehlmanns Begeisterung könnte Perutz' Bekanntheit steigern.
In seinen großen Reden reflektiert Daniel Kehlmann über seine literarischen Einflüsse und die Rolle der Kunst in der Welt. Anlässlich des Anton-Wildgans-Preises hinterfragt er seine Identität als österreichischer Autor und denkt über den historischen Roman sowie die Bedeutung von Kunst nach, die nicht isoliert existieren kann.
Daniel Kehlmanns Roman über einen Filmregisseur im Dritten Reich, über Kunst und Macht, Schönheit und Barbarei ist ein Triumph. Lichtspiel zeigt, was Literatur vermag: durch Erfindung die Wahrheit hervortreten zu lassen. Einer der Größten des Kinos, vielleicht der größte Regisseur seiner Epoche: Zur Machtergreifung dreht G. W. Pabst in Frankreich; vor den Gräueln des neuen Deutschlands flieht er nach Hollywood. Aber unter der blendenden Sonne Kaliforniens sieht der weltberühmte Regisseur mit einem Mal aus wie ein Zwerg. Nicht einmal Greta Garbo, die er unsterblich gemacht hat, kann ihm helfen. Und so findet Pabst sich, fast wie ohne eigenes Zutun, in seiner Heimat Österreich wieder, die nun Ostmark heißt. Die barbarische Natur des Regimes spürt die heimgekehrte Familie mit aller Deutlichkeit. Doch der Propagandaminister in Berlin will das Filmgenie haben, er kennt keinen Widerspruch, und er verspricht viel. Während Pabst noch glaubt, dass er dem Werben widerstehen, dass er sich keiner Diktatur als der der Kunst fügen wird, ist er schon den ersten Schritt in die rettungslose Verstrickung gegangen.
Nikolaus List
Analphabetismus Nr. 7
Die farblich betörenden, zwischen Opulenz und Verhaltenheit changierenden Bilder von Nikolaus List (geb. 1965 in Frankfurt am Main, lebt und arbeitet in Berlin) thematisieren die Beziehung von Natur und Künstlichkeit. Naturbeobachtungen im Umland Berlins verbinden sich in ihnen mit der Künstlichkeit barocker Gärten oder früher Videospiele. List beschäftigt sich mit der menschlichen Wahrnehmung, der gemalte Raum wechselt dabei zwischen zentralperspektivischer Tiefe und schematisierter Flachheit. Die rhythmisch gegliederten Kompositionen heben die Hierarchie zwischen Vordergrund und Hintergrund auf. Dieser Effekt wird durch die oftmals dissonante Farbwahl verstärkt und lässt Lists Kunst als „dezidiert anti-erhaben und anti-minimal“ erscheinen. Ein gestürzter Baum, leuchtendes, wucherndes, sich windendes Geäst wird zur Metapher für unsere Beziehungen, unsere Existenz, für Werden und Vergehen, Erneuerung und Zeit.
Die Stuttgarter Zukunftsrede: Ein Besuch in der Welt, die kommt Im Februar 2020 reiste Daniel Kehlmann von New York ins Silicon Valley, wo man ihn eingeladen hatte, gemeinsam mit einer Künstlichen Intelligenz eine Kurzgeschichte zu verfassen. In »Mein Algorithmus und Ich« erzählt er von dieser Reise und von seiner experimentellen »Zusammenarbeit« mit dem Algorithmus. Es wird viel über Künstliche Intelligenz und ihre Gefahren gesprochen, aber wie fühlt es sich tatsächlich an, mit einem hochentwickelten Programm dieser Art umzugehen? Was erlebt man, und was lässt sich daraus folgern? Daniel Kehlmann berichtet von einem Besuch in der Zukunft und von dem, was danach geschah.
Der unsichtbare Drache : Ein Gespräch mit Heinrich Detering
- 221 pages
- 8 hours of reading
Seinen ersten Roman Beerholms Vorstellung verfasste Daniel Kehlmann während seines Studiums in Wien. Ein Literaturkritiker riet ihm, ihn in der Toilette herunterzuspülen. Seitdem hat er 15 weitere Bücher geschrieben und gilt heute als einer der bedeutendsten deutschsprachigen Gegenwartsautoren. Kehlmann hat sich mit Heinrich Detering zu einem langen Gespräch getroffen. Sie reden über das Spiel mit historischen Figuren, über Geister, die sich in Texte drängeln, über Logik und das Paradoxe, denn: »Einen Drachen muss man dort suchen, wo noch nie einer gesehen wurde.« Kehlmann erzählt von seiner Prägung durch das Theater, von Vorbildern, Schreibgewohnheiten und dem Verfassen des sehr deutschen Romans Tyll in der New York Library. Er spricht über den Umgang mit Kritik, Intelligenz als Vorwurf und das Dasein als »Formalist ohne Seele«. Neben Einblicken in sein Werk zeigt sich hier auch der private Kehlmann, Sohn eines bedeutenden Regisseurs und selbst Vater eines Kindes, das seinen Blick auf die Welt und sein Schreiben verändert hat.
Vier Stücke
Geister in Princeton / Der Mentor / Heilig Abend / Die Reise der Verlorenen
Daniel Kehlmann, Autor der „Vermessung der Welt“ und „Tyll“, schreibt mit großem Erfolg auch fürs Theater. „Geister in Princeton“, ausgezeichnet mit dem Nestroy-Theaterpreis, ist eine historische Phantasie über Kurt Gödel, den größten Logiker des 20. Jahrhunderts, der an Geister glaubte und im amerikanischen Exil, umzingelt von Ängsten, an Hunger starb. In der Komödie „Der Mentor“ treffen ein berühmter alter und ein ehrgeiziger junger Schriftsteller aufeinander, was zum verbalen Zweikampf wird. Im Echtzeit-Krimi „Heilig Abend“ verhört ein Polizist am Weihnachtstag eine Frau, weil er sie verdächtigt, um Mitternacht einen Anschlag verüben zu wollen - sie streitet alles ab, doch die Zeit läuft. Und schließlich geht es in „Die Reise der Verlorenen“ um die Irrfahrt des Passagierschiffs St. Louis, auf der die Nazis 1939 knapp tausend Juden aus dem Land ließen. Mal dramatisch, raffiniert und spannend, mal feinsinnig, geistreich und mit Witz – Kehlmanns Stücke sind nicht weniger lesbar als seine großen, gefeierten Romane.
Tyll
- 352 pages
- 13 hours of reading
He's a trickster, a player, a jester. His handshake's like a pact with the devil, his smile like a crack in the clouds; he's watching you now and he's gone when you turn. Tyll Ulenspiegel is here! In a village like every other in Germany, a scrawny boy balances on a rope between two trees, practicing by the mill and blacksmiths, and in the forest at night, where the Cold Woman whispers. When he emerges, he will never be the same. Tyll will escape the ordinary, defying death in the mines and outrunning cannonballs on the battlefield. As a travelling entertainer, his journey leads him through a land engulfed in a brutal war. A prince's doomed acceptance of the Bohemian throne sets European armies in conflict, casting a sunless pall over the land. Amidst the quests of fat counts, witch-hunters, and scheming queens, Tyll dances his mocking fugue, exposing the folly of kings and the wisdom of fools. With macabre humor and moving humanity, the author lifts this legend from medieval German folklore, placing him in the context of the Thirty Years' War. As citizens become pawns in the game of politics, Tyll, with his demonic grace and thirst for freedom, embodies the spirit of rebellion—a cork in water, a laugh in the dark, a timeless hero.
You should have left
- 114 pages
- 4 hours of reading
From the internationally best-selling author of Measuring the World and F, an eerie and supernatural tale of a writer's emotional collapse "It is fitting that I'm beginning a new notebook up here. New surroundings and new ideas, a new beginning. Fresh air." This passage is from the first entry of a journal kept by the narrator of Daniel Kehlmann's spellbinding new novel. It is the record of the seven days that he, his wife, and his four-year-old daughter spend in a house they have rented in the mountains of Germany--a house that thwarts the expectations of the narrator's recollection and seems to defy the very laws of physics. He is eager to finish a screenplay for a sequel to the movie that launched his career, but something he cannot explain is undermining his convictions and confidence, a process he is recording in this account of the uncanny events that unfold as he tries to understand what, exactly, is happening around him--and within him.
Измеряя мир. Izmerjaja mir
- 320 pages
- 12 hours of reading
Германия рубежа XVIII и XIX столетий. Подходит к концу эпоха Просвещения. Двое талантливых мальчишек – барон-аристократ и вундеркинд из бедной крестьянской семьи Александр фон Гумбольдт и Карл Гаусс еще не подозревают о том, что станут великими учеными. Первый – исследователем Земли, объехав почти весь мир, второй – блестящим математиком, лишь изредка покидая родной городок Брауншвейг. После мимолетной встречи в детстве их судьбы расходятся на целую жизнь, неожиданно соединившись в ее конце…
Kommt, Geister
Frankfurter Vorlesungen
Wieso reichen neun Minuten Peter Alexander, um Günter Grass dankbar zu sein? Warum ist Vergessen eine anstrengende Übung, Verdrängung harte Arbeit? Erstehen Gespenster aus unserer Angst vor der Vergangenheit? Und könnte es sein, dass Daniel Kehlmann, den als Kind ein Buch nächtelang mit Albträumen geplagt hat, eben dadurch später zum Schriftsteller geworden ist?Um diese und andere Fragen kreisen seine fünf bestechend klaren und virtuos durchkomponierten Vorlesungen, die er als Inhaber des ältesten und renommiertesten deutschen Gastlehrstuhls für Poetik im Sommer 2014 an der Frankfurter Goethe-Universität gehalten hat. Mit einem Shakespeare-Zitat als Titel – „Kommt, Geister, die ihr lauscht auf Mordgedanken“ – entführen sie in literarische Schattenwelten voller Zwielicht und Echos, Falltüren und Gespinste. Daniel Kehlmann zeigt auf, wie sehr die nachhallenden Schrecken der deutschen Vergangenheit sein Werk grundieren, schreibt über die Geister, Gespenster, Zombies, Narren, Halbmenschen in den Werken von Autoren wie Jeremias Gotthelf, J. R. R. Tolkien, Shakespeare, Grimmelshausen, Leo Perutz. Und gibt damit auch Auskunft über sich.
F (a novel)
- 272 pages
- 10 hours of reading
**Shortlisted for the Independent Foreign Fiction Prize 2015** Artful and subversive, F tells the story of the Friedland family - fakers, all of them - and the day when the fate in which they don't quite believe catches up with them. Having achieved nothing in life, Arthur Friedland is tricked on stage by a hypnotist and told to change everything. After he abandons his three young sons, they grow up to be a faithless priest, a broke financier and a forger. Each of them cultivates absence. One will be lost to it. A novel about the game of fate and the fetters of family, F never stops questioning, exploring and teasing at every twist and turn of its Rubik's Cube-like narrative.
F
- 384 pages
- 14 hours of reading
Es ist der Sommer vor der Wirtschaftskrise. Martin Friedland, katholischer Priester ohne Glauben, übergewichtig, weil immer hungrig, trifft sich mit seinem Halbbruder Eric zum Essen. Der hochverschuldete, mit einem Bein im Gefängnis stehende Finanzberater hat unheimliche Visionen, teilt davon jedoch keinem etwas mit. Schattenhafte Männer, sogar zwei Kinder warnen ihn vor etwas, nur: Gelten diese Warnungen wirklich ihm, oder ist etwa sein Zwillingsbruder Iwan gemeint, der Kunstkenner und Ästhet, der ihm zum Verwechseln ähnlich sieht? Schon nimmt das Unheil seinen Lauf.Daniel Kehlmann erzählt von drei Brüdern, die – jeder auf seine Weise – Betrüger, Heuchler, Fälscher sind. Sie haben sich eingerichtet in ihrem Leben, doch plötzlich klafft ein Abgrund auf. Ein Augenblick der Unaufmerksamkeit, ein Zufall, ein falscher Schritt, und was gespenstischer Albtraum schien, wird wahr.Ein Roman über Lüge und Wahrheit, über Familie, Fälschung und die Kraft der Fiktion: ein virtuoses Kunstwerk – vielschichtig, geheimnisvoll und kühn.
Nehmen Sie mich beim Wort ins Kreuzverhör
Vorlesungen der Wiesbadener Poetikdozentur
- 311 pages
- 11 hours of reading
Lob
Über Literatur
Vom Handwerk des Schreibens und von den Abenteuern des Lesens. Daniel Kehlmann ist ein Autor, der liest. «Lob» versammelt Texte, die von Literatur erzählen und, mit Bewunderung und Humor, von ihren jungen und alten Meistern. Doch von Kleist, Thomas Mann oder Stephen King zu reden ist das eine. Das andere sind die «sehr ernsten Scherze» über alltägliche wie ästhetische Fragen: Soll man von der Qual der ersten Lesereisen berichten? Zugeben, daß alles, was in Büchern steht, einem sowohl wirklicher als auch wahrer erscheint als die Welt?
Leo Richters Porträt
Sowie ein Porträt des Autors von Adam Soboczynski
sowie ein Porträt des Autors von Adam Soboczynski
Ein Schriftsteller mit der unheilvollen Neigung, Menschen, die ihm nahestehen, zu Literatur zu machen, ein verwirrter Internetblogger, ein Abteilungsleiter mit Doppelleben, ein berühmter Schauspieler, der lieber unbekannt wäre, eine alte Dame auf der Reise in den Tod: Ihre Wege kreuzen sich in einem Geflecht von Episoden zwischen Wirklichkeit und Schein. Ein Spiegelkabinett voll unvorhersehbarer Wendungen – komisch, tiefgründig und elegant erzählt vom Autor der «Vermessung der Welt».«Ein Buch von funkelnder Intelligenz.» FAZ«Ruhm strotzt vor Raffinement. Daniel Kehlmann scheint alles zu können.» NZZ«Daniel Kehlmann hat mit seinem neuen Roman Weltliteratur geschaffen.»Die Weltwoche«Verteufelt gut ... brillant ...» NZZ am Sonntag«Hochintelligent und zugleich ein Lesevergnügen ...» Deutschlandradio Kultur«Ein literarisches Bravourstück ...» Die Welt«Das Buch ist eine Wucht – virtuos und witzig geschrieben. Jede einzelne der neun Geschichten ein Diamant.» ZDF heute journal
Daniel Kehlmann
- 91 pages
- 4 hours of reading
Daniel Kehlmanns vordergründig realistische Texte sind durchzogen von subtilen Brechungen: „Ich fand Literatur immer am faszinierendsten, wenn sie nicht die Regeln der Syntax bricht, sondern die der Wirklichkeit.“ TEXT+KRITIK widmet sich dieser Poetologie des „Gebrochenen Realismus“ ebenso wie Kehlmanns literarischen und wissenschaftlichen Wurzeln.
Requiem für einen Hund
- 129 pages
- 5 hours of reading
'Requiem für einen Hund' ist ein Stück lebendige Literatur, anregend und unterhaltsam, erzählerisch und philosophisch, heiter und ernst. Woher kommt das Schreiben? Warum schreiben Autoren wie sie schreiben? 'Requiem für einen Hund' ist das erste einer losen Folge von Gesprächen über das Schreiben, die auf diese und viele andere Fragen über Schrift, Schreiben und Poetik eingehen. 'Des Pudels Kern' mit Georges-Arthur Goldschmidt ist der zweite Band. Die Antworten sind so verblüffend wie unterschiedlich, so witzig wie ernst, so philosophisch wie alltäglich – ein intellektuelles Abenteuer. Daniel Kehlmann, vielfach ausgezeichneter Autor, und der Chefredakteur der Zeitschrift 'Sinn und Form' Sebastian Kleinschmidt haben ein ausführliches Gespräch miteinander geführt. Ein Gespräch über Hunde, Papageien und Löwen, Schriftsteller und Philosophen, über Götter, Affen, Menschen und Genies, über Humor und Humorlosigkeit, Kunst und Leben, über Kindheit und Eltern, Schauspieler und Theater, Krankheit und Tod, über den Beruf des Autors, über den Ruhm und immer wieder über die Vermessung der Welt.
Ein Gespräch: über das Schreiben, das Forschen und den merkwürdigen Beruf des Schriftstellers. Es gibt keinen professionellen Schriftsteller. Die Idee, es sei möglich, einen Grad der Versiertheit zu erlangen, der davor schützt, misslungene oder einfach unbedeutende Texte zu verfassen, wird von der Erfahrung ständig widerlegt: Bei jedem neuen Projekt steht ein Autor ganz am Anfang. Das Schreiben ist kein Handwerk, und keine Meisterprüfung bewahrt einen davor, beim nächsten Mal die schlimmsten Lehrlingsfehler zu machen. Um sich selbst darüber zu beruhigen, lässt der Autor sich willig in die Rolle des Auskunftsgebers drängen. Von der ersten zaghaften Veröffentlichung an soll er mit einer Gewißheit, als lägen bereits Gesamtausgaben hinter ihm, darüber sprechen, wie es sich denn mit dem Schreiben verhalte. Und er tut es gerne, denn die Rolle ist beruhigend und schafft trügerische Sicherheit. Diesem Dilemma versucht Daniel Kehlmann in seinen Poetikvorlesungen zu begegnen, indem er sich selbst befragt. Er erfindet einen lästigen Interviewer - Verkörperung akademisch-journalistischer Wissbegierde - und gibt ihm, manchmal bereit- und manchmal widerwillig, die geforderte Auskunft.
Wie geht ein Romancier mit Historie und Erfindung um? Hat der Roman als Gattung Zukunft? Welche eigenen Werke würde man auf eine einsame Insel mitnehmen? Und ist «Der Herr der Ringe» große Literatur? Mit eigenen und fremden Büchern beschäftigt sich Daniel Kehlmann in diesen Essays, mit Autoren aus Europa und Amerika, mit dem Handwerk des Schreibens und dem Abenteuer des Lesens.
Measuring the World
- 272 pages
- 10 hours of reading
Measuring the World marks the debut of a glorious new talent on the international scene. Young Austrian writer Daniel Kehlmann’s brilliant comic novel revolves around the meeting of two colossal geniuses of the Enlightenment.Late in the eighteenth century, two young Germans set out to measure the world. One of them, the aristocratic naturalist Alexander von Humboldt, negotiates jungles, voyages down the Orinoco River, tastes poisons, climbs the highest mountain known to man, counts head lice, and explores and measures every cave and hill he comes across. The other, the reclusive and barely socialized mathematician Carl Friedrich Gauss, can prove that space is curved without leaving his home. Terrifyingly famous and wildly eccentric, these two polar opposites finally meet in Berlin in 1828, and are immediately embroiled in the turmoil of the post-Napoleonic world.
Én és Kaminski
- 192 pages
- 7 hours of reading
Senki sem tud olyan tehetségesen írni ma a középszerűségről, mint Daniel Kehlmann. Az Én és Kaminski a világhírű szerző első átütő sikere, lendületes szatíra a szerző kedvenc témáiról: a kortárs művészeti szcéna belterjességéről, az önmegvalósítás lehetőségeiről és a történetek váratlanságáról. Egy eltökélt fiatal újságíró és egy idős festőművész különös kapcsolatáról szól ez a könyv: Sebastian Zöllner élete nagy dobását reméli attól, hogy könyvet ír Manuel Kaminskiról, az elfeledett legendáról. A zsémbes, vak öregurat azonban jóval nehezebb kiismerni, mint elsőre tűnik: egy idő után már nem tudni, ki keveri a lapokat. Magyarországon is nagy sikerrel vetítették a regényből 2015-ben készített filmet, amelyet a Good Bye, Lenint is jegyző Wolfgang Becker rendezett, Daniel Brühl főszereplésével.
Me and Kaminski
- 208 pages
- 8 hours of reading
Sebastian Zollner is searching for his big break. A failure as a journalist, a boyfriend, and a human being, he sets out to write the essential biography of the eccentric painter Manuel Kaminski. All he needs to do is ingratiate himself into Kaminski’s family, wait for him to kick the bucket, and then reap the rewards. There’s only one problem. Kaminski has an agenda of his own, an agenda that will send them on a wild-goose chase to places neither of them ever expected to go. Told with Nabokovian wit and an edgy intelligence, Me and Kaminski is a shrewd send-up of art and journalistic pretensions from the internationally acclaimed author of Measuring the World.
Der fernste Ort
- 148 pages
- 6 hours of reading
Julian, ein junger Mann, mit sich selbst und seiner Tätigkeit als Versicherungsangestellter unzufrieden, nutzt einen Schwimmunfall, um sich davonzumachen. Daß man ihn für tot halten muß, scheint ihm die ultimative Chance zu sein. Noch einmal läßt er seine Erinnerungen Revue passieren: die Kindheit, die zähen Anstrengungen, neben dem hochbegabten Bruder zu bestehen, den Zerfall der Familie und die immer wieder gescheiterten Versuche, die eigene Mittelmäßigkeit zu überwinden.Nun, plötzlich, liegen verführerische neue Möglichkeiten greifbar vor ihm; er kann ganz von vorne beginnen. Doch die Umstände gestalten sich unerwartet schwierig: Ereignisse aus seiner Vergangenheit begegnen Julian in der Gegenwart wieder, immer mehr wird ihm die Realität zweifelhaft. Ist vielleicht alles nur ein Traum? Und wenn ja – was für eine Art von Traum? Schließlich besteigt er einen Zug, der ihn endlich aus seiner Heimatstadt und in die Freiheit bringen soll.Daniel Kehlmann erzählt die Geschichte eines Fluchtversuchs aus dem alltäglichen Leben. Kann ein Mensch aus seinem Dasein ausbrechen, kann er ein anderer werden, als er ist? Raffiniert verknüpft der Autor diese Fragen mit einer bis zur letzten Seite spannenden Geschichte.
Ein kleiner Angestellter kommt ebenso überraschend wie unverdient zu sehr viel Geld. Ein Junge findet in zielloser Gewalt den einzigen Ausweg aus der Langeweile der Sommerferien. Ein poetischer Elektriker schildert seine Passion: das Anzünden von Häusern.... Daniel Kehlmanns Geschichten erzählen von Menschen, die sich in der Alltäglichkeit ihres Daseins nach einem Ereignis sehnen, das ihr Leben verändert. Geschickt aufgebaute Spannung und subtile Ironie machen die Lektüre zu einem abgründigen Vergnügen.
Mahlers Zeit
- 160 pages
- 6 hours of reading
Eines Nachts macht der Physiker David Mahler im Traum eine merkwürdige Entdeckung. Vier Jahre lang hatte er sich mit dem Problem der Zeit beschäftigt, mit der Frage, ob ihre Richtung wirklich ein unumstößliches Naturgesetz ist oder sich nicht doch etwas finden läßt, das ihren Lauf umkehrt. Nun hält er die Lösung in der Hand. »Für einen Moment wußte er nicht, wo er sich befand. Etwas war geschehen. Vor ihm auf dem Tisch lag ein Stoß von dreißig beschriebenen Blättern, bekritzelt in einer großen, zittrigen Schrift: leicht schiefe Kolonnen von Zahlen, Skizzen, Kurven ... all das war, wenn man es begriff, von leuchtend perfekter Klarheit.« Das älteste Gesetz der Natur ist in Frage gestellt und damit die Grundfesten der Welt. Wird endlich ein Menschheitstraum wahr? Ist es möglich, in die Zukunft zu schauen? Und können die Menschen diesen Blick aushalten? Mahler will seiner ungeheuren Entdeckung Gehör verschaffen, aber ohne Autorität im Wissenschaftsbetrieb gestaltet sich das ausgesprochen schwierig. Wie gehetzt sucht er den Beistand des Nobelpreisträgers Valentinov, doch seltsame Zufälle verhindern ein Zusammentreffen immer wieder. In suggestivem Ton macht Daniel Kehlmann die Zweifel und Ahnungen seines Helden nachvollziehbar und den Leser zum Zeugen eines Experiments, nach dem die Zeit neu zu definieren wäre.
Beerholms Vorstellung
- 250 pages
- 9 hours of reading
Das phantastische Debüt eines Frühvollendeten.Als Lehrling bei einem berühmten Magier findet Arthur Beerholm zu seiner Berufung. Bald füllt er die Säle der großen Städte mit begeisterten Zuschauern. Aber der beste Illusionskünstler aller Zeiten zu sein genügt ihm nicht: Er will über die Grenzen seiner Kunst hinaus, er will mehr als nur den Schein des Wunders.Daniel Kehlmanns erstes Buch erzählt von Aufstieg und Fall, von der Magie der Zahlen, des Zufalls und der Liebe – elegant und präzise, tiefgründig und humorvoll.„Bei Daniel Kehlmann jedenfalls scheint sich der Genieverdacht zu verdichten.“ (Gustav Seibt in der Süddeutschen Zeitung)

























