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Ingo Schulze

    December 15, 1962

    Ingo Schulze is a German writer whose work delves into the complexities of life in East Germany and its transformation after reunification. His style is characterized by sharp observations of human psychology and societal shifts, often exploring themes of identity, memory, and the search for meaning during turbulent times. Schulze's narratives are skillfully constructed, revealing the subtle nuances of everyday existence and their profound impact on individuals. His prose offers a unique lens through which to view transitional historical periods and their enduring influence on human lives.

    Ingo Schulze
    Kakoj Koschmar
    Der Herr Augustin
    Was wollen wir?
    Dresden wieder sehen
    Die Kuh Ute
    Zu Gast im Westen
    • Zu Gast im Westen

      Aufzeichnungen aus dem Ruhrgebiet

      • 344 pages
      • 13 hours of reading

      Seit über dreißig Jahren betrachtet der Westen den Osten. Als Gast im Westen beschreibt Ingo Schulze, dass die Wirklichkeit immer jener Ort ist, der jenseits der Erwartung liegt. Ein halbes Jahr verbrachte Ingo Schulze von Oktober 2022 bis März 2023 im Ruhrgebiet als »Gast im Westen«. Was ihn interessierte? »Einen Plan hatte ich nicht. Und erst allmählich begann ich meine ›Methode‹ zu erkennen: Wenn mich jemand einlud, bin ich hingegangen. Es gibt wohl kaum ein unsystematischeres Vorgehen. Aber jeder Plan wäre mir nicht weniger willkürlich erschienen.« So entstanden ganz unterschiedliche Betrachtungen, Porträts, Reportagen - eine Grundschule, in der die Musik die Rolle der Sprache übernimmt, weil zu wenige Kinder Deutsch sprechen; ein Stadionbesuch mit einem Polizeipräsidenten a. D., der nicht mehr das Wort „Clankriminalität“ aussprechen wollte, es aber musste; ein Konzert im Alfried Krupp Saal der Essener Philharmonie führt zur Geschichte der Firma Krupp, zu den längsten Arbeitskämpfen der BRD und zu Europas größtem Binnenhafen; die Ruhe eines Kriegsgräberfriedhofs erscheint nicht mehr selbstverständlich; der Slapstick einer Theateraufführung setzt sich in der Wirklichkeit fort - über allem wabert ein Duft von Döner und Gyros und im Ohr hallen die Gesänge der Fußballfans nach.

      Zu Gast im Westen
      5.0
    • Die Kuh Ute

      • 40 pages
      • 2 hours of reading

      Die Kuh Ute, so sagen die anderen Ku?he von Wiesenburg, war schon immer ein bisschen anders. Und das stimmt. Als ein Wanderzirkus in die Stadt kommt, möchte Ute sich dem am liebsten sofort anschließen – aber die Direktorin engagiert nur exotische Tiere. Das hält Ute nicht davon ab, von einer internationalen Karriere zu träumen. Sie stürzt sich ins Training, übt die höchsten Sprünge und schwierigsten Pirouetten. Und tatsächlich: Eines Tages wird sie vom Manager des berühmten Rodeo-Stiers Udo entdeckt und trimmt sich fortan bis zur Erschöpfung in einem Trainingscamp. Zum Glück hat Ute eine beste Menschenfreundin – Franziska – die sie nach Hause zurückholt. Allabendlich gibt es nun auf der Weide Shows und die sprechen sich schon bald herum. Sogar der Stier Udo hat sich angekündigt, um das Wunder von Wiesenburg zu bestaunen. »Die Kuh Ute hat Eigensinn, Mut, Talent und Ausdauer, aber noch wichtiger ist eine richtige Freundin und ein Zuhause, in dem man nichts beweisen muss, um geliebt zu werden.« Ingo Schulze Ausstattung: durchgehend farbig illustriert

      Die Kuh Ute
      5.0
    • »Wenn es denn so etwas wie einen Mythos Dresden gibt, dann speist sich dieser aus dem einstigen Glanz ebenso wie aus dessen Zerstörung. Was ist das aber für ein Geist, der aus Dresden ein Märchen machen will und es damit der Geschichts- und Gesichtslosigkeit preisgibt?« Dresden ist die Stadt mit dem weltberühmten Zwinger, der weltberühmten Gemäldegalerie, der weltberühmten Staatskapelle, dem weltberühmten Kreuzchor, dem weltberühmten Grünen Gewölbe, dem weltberühmten Meißener Porzellan. Dresden ist auch die Stadt der politischen Auseinandersetzungen, von Pegida-Demonstrationen, Gegendemonstrationen und Straßenblockaden. »Als der Wind wieder die Deutschlandfahnen flattern lässt und aus den Lautsprechern die Wörter Volk und Heimat scheppern, begreife ich mit einem Mal, dass ich die ganze Atmosphäre schon kenne« – all das erinnert auch an die Jahre 1989/90, an Sorgen und Ängste, die schon damals präsent waren. Und was bedeutet, vom Osten zu sprechen? Vom Westen zu schweigen? Sieben Texte über die Stadt Dresden in Vergangenheit und Gegenwart sowie die Dankesrede von Ingo Schulze anlässlich der Verleihung des Dresdner Kunstpreises 2021. Die Laudatio von Volker Braun beschließt den Band.

      Dresden wieder sehen
      4.2
    • Was wollen wir?

      Essays, Reden, Skizzen

      Ingo Schulze, a keen observer of society, emphasizes that true resistance begins with awareness. This collection of speeches and essays reflects his extensive political and cultural engagement, articulating a vision of a world ripe for change. It revives the almost forgotten question: "What do we want?" The expanded paperback edition includes three parts. Part I covers topics such as his experiences in the provinces, reflections on Alfred Döblin, and a foreword to Raymond Carver's work. It also includes tributes to Wolfgang Hilbig and discussions on literary figures like Anton Tschechow and Vladimir Sorokin. Part II delves into various literary critiques and laudatory pieces, addressing authors like Jurek Becker and Graham Greene, as well as acknowledging the contributions of contemporary writers. Part III explores themes like the reconstruction of Dresden, the significance of memorials, and the essence of civil disobedience. Schulze's reflections on the future of capitalism and the implications of societal labels underscore his critical stance on contemporary issues. Through these essays, he invites readers to engage with the pressing questions of our time, urging a collective re-examination of our values and aspirations.

      Was wollen wir?
      4.0
    • Die Geschichte vom Herrn Augustin, der ziemlich vergesslich ist und der viel nachdenkt über die Dinge, die er mag und nicht mag; über die Dinge, die ihn verlassen und manchmal wiederkommen. Es kommt vor, dass er nur mit einem Schuh aus dem Haus geht und statt des Regenschirms einen Besenstiel nimmt. Wenn ihn die Kinder auslachen, wird er sehr zornig, und einmal vergisst er sogar, dass man nicht mit Steinen wirft - und verletzt ein Mädchen. Aber dann entwickelt sich zwischen beiden eine zarte Freundschaft und der Herr Augustin spürt, dass man manchmal etwas bekommt, noch ehe man Zeit hatte, es sich zu wünschen. Eine trostreiche Erfahrung für einen, der schmerzlich genau weiß, wie sich Einsamkeit anfühlt. 1. Kinderbuch des geschätzten Autors (zuletzt "Handy", BA 4/07), klar und eindrücklich erzählt, mit ausdrucksstarken großflächigen Bildern, Collagen in kräftigen Farben. Penndorf arbeitet mit scharf konturierten einfachen, plakativen Formen, die sie auf weißes oder farbiges Papier setzt - mit großer grafischer Wirkung. - Für alle.. - Die Geschichte eines Mannes, der ziemlich vergesslich ist und deshalb etwas seltsam wirkt. Von den Kindern wird er ausgelacht, bis er eine wichtige Erfahrung macht. Ab 5.

      Der Herr Augustin
      4.0
    • Acht Jahre in einer Nissenhütte

      • 147 pages
      • 6 hours of reading

      Der Autor beschreibt seine eher bescheidene Kindheit, ohne zu klagen. Unter beengten Wohnverhältnissen wuchs er in den Jahren 1948 bis 1956 in einem Hamburger Flüchtlingslager in einer sogenannten "Nissenhütte" auf. In zahlreichen Episoden vergleicht er das damalige Leben mit dem in der heutigen Zeit. Anschaulich beschreibt er zudem das Fortschreiten Deutschlands hin zum Wirtschaftswunder. Lassen Sie sich mitnehmen auf eine Zeitreise, die einen wichtigen Teil der deutschen Vergangenheit anschaulich zum Leben erweckt! "Früher war alles gut, heute ist alles besser. Es wäre besser, wenn alles gut ist."

      Acht Jahre in einer Nissenhütte
      3.0
    • Zwischen Abschied und Aufbruch Oft reicht ein irritierender Blick, um das scheinbar harmonische Gefüge einer frischen Liebe, einer nachbarschaftlichen Bekanntschaft oder eines unbeschwerten Urlaubs aus den Angeln zu heben. Ob im Friseurladen in Manhattan, in einer Datscha im Berliner Umland – stets umgibt eine Atmosphäre diffuser Bedrohung die selbstgeschaffenen Fluchtorte.Mit untrüglichem Gespür für tragikomische Situationen umkreist Ingo Schulze das Wesen der Liebe, das Ringen um Würde im Abschiednehmen und das Geschenk glückhafter Epiphanien mitten im Alltag.   Inhalt: I - Handy - Berlin Bolero - Milva, als sie noch ganz jung war - Calcutta   II - Mr. Neitherkorn und das Schicksal - Schriftsteller und Transzendenz - Glaube, Liebe, Hoffnung Nummer 23 - In Estland, auf dem Lande - Zwischenfall in Kairo - Keine Literatur oder Epiphanie am Sonntagabend   III - Die Verwirrungen der Silvesternacht - Eine Nacht bei Boris - Noch eine Geschichte

      Handy: Dreizehn Geschichten in alter Manier
      3.8
    • Einübung Ins Paradies

      • 64 pages
      • 3 hours of reading

      Ingo Schulze erzählt von einer Frau, die eigentlich keine Zoos mag, doch im Berliner Tierpark entdeckt sie zwischen Flamingos, Igelfischen und dem Panzernashorn etwas Überraschendes: Geborgenheit. »Hier hecheln keine Jogger herum, kein Radfahrer schießt vorbei, dieser Ort eignet sich weder für Geschäftsessen noch für Betriebsfeiern. (…) Der Tierpark erzeugt in mir mehr und mehr ein Gefühl der Schwerelosigkeit, des Behütetseins, als gehörte ich dazu.«Ingo Schulzes Erzählung wird umspielt von sechzehn farbigen und schwarzweißen Holzschnitten. So entsteht ein einzigartiges Künstlerbuch und ein sinnliches Leseerlebnis. Das Buch stand auf der Shortlist der »Schönsten deutschen Bücher 2016« der Stiftung Buchkunst.

      Einübung Ins Paradies
      3.8
    • In these stories, some only three or four pages long, plots are set in motion with astonishing speed, narration is colloquial and laconic, dialogue reveals an ear for the way people speak, and every story packs a devastating emotional charge

      What We Talk about when We Talk about Love
      4.1
    • Orangen und Engel

      Italienische Skizzen Mit Farbfotografien von Matthias Hoch

      • 188 pages
      • 7 hours of reading

      Der Ich-Erzähler, der offenbar wert darauf legt, einem deutschen Stipendiaten der Villa Massimo ähnlich zu sein, berichtet von Rom, von den Ausflügen und Reisen nach Neapel, Apulien und Sizilien. Doch man kann nicht von Tempeln, Kirchen, Fresken und Bildern schwärmen, ohne dass illegale Einwanderer, Prostituierte und Touristen mit in den Blick geraten. Vor dem Hintergrund mythischer Landschaften und antiker Ruinen gewinnen die alltäglich-unalltäglichen Erlebnisse, die Ingo Schulze in diesen Geschichten beschreibt, etwas Exemplarisches und bleiben zugleich vage und ambivalent. Das Heute wird durchlässig für die Schichten der Vergangenheit, auf denen wir uns bewegen. Diese Verknüpfungen gelingen so großartig, dass uns die AS-Roma-Hose, die für eine bessere Behandlung im Krankenhaus sorgt, ebenso in Erinnerung bleiben wird wie ein in Liebe zum Erzähler geratener Oktopus, ein rumänischer Gelegenheitsarbeiter vor dem Supermarkt, der wie in tausendundeiner Nacht fabuliert und doch zum Richter für den Erzähler wird, oder der gegen das Vergessen kämpfende Signor Candy Man, den die Liebe zu einer Frau einst in den Osten geführt hatte. Italienische Skizzen sind auch die Fotografien von Matthias Hoch, der 2003 Stipendiat der Villa Massimo war. Sein Blick auf Italien ist genau und überraschend, doch nie distanziert. Unabhängig voneinander entstanden, führen hier Bild und Text ein Zwiegespräch von spröder Poesie.

      Orangen und Engel
      3.4
    • Unsere schönen neuen Kleider

      • 79 pages
      • 3 hours of reading

      „Aber er hat ja gar nichts an!“, ruft das Kind im Märchen von des Kaisers neuen Kleidern und spricht damit aus, was alle sehen, doch nicht zu äußern wagen. Diese Parabel auf die Bereitschaft des Menschen zum Selbstbetrug stellt Ingo Schulze seiner großen Dresdner Rede voran. Wie nur wenige Schriftsteller und Intellektuelle bezieht Ingo Schulze als politischer Mensch öffentlich Position. In seiner so faktenreichen wie poetischen Analyse des Status quo benennt er die Ursachen von Demokratieverlust und sozialer Polarisierung in unserer von Globalisierung geprägten Gesellschaft. Er zeigt, dass es notwendig ist, sich selbst wieder ernst zu nehmen, die Vereinzelung zu überwinden und die Welt als veränderbar zu begreifen.

      Unsere schönen neuen Kleider
      3.5
    • I Narratori: Adam e Evelyn

      • 288 pages
      • 11 hours of reading

      Germania dell'Est, 1989. Le donne amano Adam perché confeziona loro abiti che le rendono belle e desiderabili. Adam ama le belle donne. Così, quando le donne indossano i suoi abiti, Adam le desidera tutte. A parte questo, Adam ama Evelyn. Quando lei, in un afoso giorno d'agosto, lo coglie in flagrante tradimento, lo pianta in asso e va in vacanza sul lago Balaton con un'amica e il cugino di lei. Adam li segue. Per Evelyn andrebbe in capo al mondo - e forse dovrà proprio farlo, visto che l'Ungheria vuole aprire il confine a ovest. All'improvviso il frutto proibito è lì, a portata di mano, e ognuno deve decidere se coglierlo o no. Nella situazione eccezionale di quella tarda estate dell'89, nel clima sospeso di un'improvvisa libertà di scelta, Ingo Schulze riscopre l'origine mitica dell'uomo, il divieto e la tentazione, l'amore e la conoscenza, e con essi l'anelito del paradiso.

      I Narratori: Adam e Evelyn
      2.7
    • Tasso im Irrenhaus

      Erzählungen

      • 158 pages
      • 6 hours of reading

      Drei Geschichten über die Kunst, das Leben und die verrückte bürgerliche Gesellschaft Ein Schriftsteller-Dissident flieht aus der Öffentlichkeit, um sein Leben zu retten. In der Installation ›Das Deutschlandgerät‹ findet er ein Muster, um die Gegenwart zu deuten. »Immer wenn man etwas weiß, gibt es gleich wieder etwas, das man nicht weiß.« Mit dieser Behauptung verwickelt ein Schweizer Verleger unseren Erzähler vor Delacroix' ›Tasso im Irrenhaus‹ in ein ambivalentes Gespräch, das für einen Moment seltener Klarheit sorgt. Und in einem Berliner Hospiz hält der Maler Grützke fröhlich Hof, womit er die ängstlichen Besucher überrascht und ihnen Stunden von glücklicher Intensität beschert. Die Kunst und das Leben: tragisch und komisch, abgründig und heiter. Wirft uns das eine virtuos aus der Bahn, setzt uns die andere wieder aufs Gleis. Oder ist es umgekehrt?

      Tasso im Irrenhaus
      3.4
    • Rien ne va plus - es gibt kein Zurück und alle Wege stehen offen: Ostdeutsche Provinz, Januar 1990. Enrico Türmer, Theatermann und heimlicher Schriftsteller, kehrt der Kunst den Rücken und heuert bei einer neu gegründeten Zeitung an. Scheinbar erlöst vom Zwang, die Welt zu beschreiben, stürzt Türmer sich ins tätige Leben. Unter der Leitung seines Mephisto, des allgegenwärtigen Clemens von Barrista, entwickelt der Schöngeist einen ungeahnten Aufstiegswillen. Von dieser Lebenswende in Zeiten des Umbruchs erzählen die Briefe Enrico Türmers, geschrieben im ersten Halbjahr 1990 an seine drei Lieben - an die Schwester Vera, den Jugendfreund Johann und an Nicoletta, die Unerreichbare. Während er den Kapitalismus für sich entdeckt und von den Abenteuern des Geschäftsmannes berichtet, trägt er die Schichten seines bisherigen Lebens ab. Dabei entsteht, wovon Türmer so lange geträumt hat: Der Roman seines Lebens, in dessen Facetten sich die Zeitgeschichte bricht und spiegelt. So wird die widersprüchliche Gestalt Türmers zur Allegorie für die Fragwürdigkeit der alten, aber auch der neuen Leben. In seinem lang erwarteten neuen Roman erweist sich Ingo Schulze wiederum als großer Erzähler, der es auf unnachahmliche Weise versteht, den Irrwitz der so genannten Wendezeit heraufzubeschwören. Als Chronist der jüngsten deutschen Geschichte gelingt ihm das Panorama des Weltenwechsels 1989/90 - der Geburtsstunde unserer heutigen Welt.

      Neue Leben
      2.7
    • Vom Waisenkind zum Millionär - wie konnte das so schiefgehen? Peter Holtz will das Glück für alle. Schon als Kind praktiziert er die Abschaffung des Geldes, erfindet den Punk aus dem Geist des Arbeiterliedes und bekehrt sich zum Christentum. Als CDU-Mitglied (Ost) kämpft er für eine christlich-kommunistische Demokratie. Doch er wundert sich: Der Lauf der Welt widerspricht aller Logik. Seine Selbstlosigkeit belohnt die Marktwirtschaft mit Reichtum. Hat er sich für das Falsche eingesetzt? Oder für das Richtige, aber auf dem falschen Weg? Und vor allem: Wie wird er das Geld mit Anstand wieder los? Peter Holtz nimmt die Verheißungen des Kapitalismus beim Wort.Mit Witz und Poesie lässt Ingo Schulze eine Figur erstehen, wie es sie noch nicht gab, wie wir sie aber heute brauchen: in Zeiten, in denen die Welt sich auf den Kopf stellt.

      Peter Holtz : sein glückliches Leben erzählt von ihm selbst
      3.6
    • 33 Augenblicke des Glücks

      Aus den abenteuerlichen Aufzeichnungen der Deutschen in Piter

      Pförtner und Mafiosi, Huren und biedere Kaufleute erleben unerwartete, gar absonderliche Glücksmomente im postkommunistischen Petersburg.

      33 Augenblicke des Glücks
      3.2
    • SPIEGEL-Bestseller und Shortlist Preis der Leipziger Buchmesse Ingo Schulze erzählt davon, wie wird ein aufrechter Büchermensch zum Reaktionär wird – oder zum Revoluzzer? Norbert Paulini ist ein hochgeachteter Dresdner Antiquar. Lange Jahre finden Bücherliebhaber bei ihm Schätze und Gleichgesinnte zum Gedankenaustausch. Doch mit der Wende bricht das Geschäft ein, die Kunden bleiben weg. Paulini versucht mit aller Kraft, sein Lebenswerk zu retten. Doch er scheint dabei ein anderer zu werden. Er ist aufbrausend und zornig. Er wird beschuldigt, an fremdenfeindlichen Ausschreitungen beteiligt zu sein. Die Geschichte nimmt eine virtuose Volte: Ist Paulini eine tragische Figur oder ein Mörder?

      Die rechtschaffenen Mörder
      3.5
    • Handy

      • 280 pages
      • 10 hours of reading

      Silvester 1999, die Millennium-Nacht in Berlin. Frank Reichert, als ostdeutscher Jungunternehmer erfolgreich im Westen angekommen, begegnet auf der Silvesterfeier an der Schwelle zum neuen Jahrtausend Julia, seiner verlorenen großen Liebe. Seit der Trennung im Herbst 1989 wandelt er wie ein Fremder durchs Leben, fast unbeteiligt erlebt er neue Beziehungen und den Erfolg seines florierenden Geschäfts. Nichts mehr kann ihn im Tiefsten berühren, über allem liegt Julias Schatten und die Möglichkeit eines anderen Lebens. So wird das Ende der Nacht zu einem Neubeginn, mit dem keiner gerechnet hat. Zwischen Abschied und Aufbruch taumeln fast alle Figuren in Ingo Schulzes neuen Erzählungen. Oft reicht schon ein einziger irritierender Blick, um das scheinbar harmonische Gefüge einer frischen Liebe, einer nachbarschaftlichen Bekanntschaft oder eines unbeschwerten Urlaubs aus den Angeln zu heben. Ob im Friseurladen in Manhattan, in einer Datscha im Berliner Umland - stets umgibt eine Atmosphäre diffuser Bedrohung die selbstgeschaffenen Fluchtorte. In diesen Heterotopien der Seligkeit behaupten sich Schulzes Protagonisten gegen eine ständig be-schleunigende Welt, die mit ihren Fallstricken bis in die eigenen vier Wände reicht. Mit untrüglichem Gespür für tragikomische Situationen umkreist Ingo Schulze das Wesen der Liebe, das Ringen um Würde im Abschiednehmen und das Geschenk glückhafter Epiphanien mitten im Alltag.

      Handy
      3.2
    • Ostdeutsche Provinz, Januar 1990. Enrico Türmer, Theatermann und heimlicher Schriftsteller, kehrt der Kunst den Rücken und heuert bei einer neu gegründeten Zeitung an. Unter der Leitung seines Mephisto, des allgegenwärtigen Clemens von Barrista, entwickelt der Schöngeist einen ungeahnten Aufstiegswillen. Von dieser Lebenswende in Zeiten des Umbruchs erzählen die Briefe Enrico Türmers, geschrieben an seine drei Lieben - an die Schwester Vera, den Jugendfreund Johann und an Nicoletta, die Unerreichbare. Als Chronist der jüngsten deutschen Geschichte gelingt Ingo Schulze das einzigartige Panorama des Weltenwechsels 1989/90 - der Geburtsstunde unserer heutigen Welt.

      Neue Leben : die Jugend Enrico Türmers in Briefen und Prosa
      3.0
    • Das ostthüringische Altenburg – einst kaiserliche Pfalz und herzogliche Residenz, vergrößert durch Plattenbausiedlungen, umgeben von Chemie-Industrie, von Braunkohle- und Uranabbau, gesäumt von lieblicher Burgenlandschaft – ist der Schauplatz von Ingo Schulzes Roman. In 29 scheinbar »einfachen Geschichten«, in vielen kleinen Alltagsbegebenheiten, offenbart sich das Zusammenstürzen einer ganzen Welt, jener dramatische Bruch, der sich nach 1989 durch so viele ostdeutsche Biographien zieht. Die Geschichten handeln davon, wie ein einst streng parteitreuer Schuldirektor mit seiner Frau die erste Italienreise unternimmt und sich ein vor Jahren von ihm entlassener Lehrer für das erlittene Unrecht rächt; wie ein Mann, der im Taucheranzug und auf Schwimmflossen durch die Fußgängerzone von Altenburg watschelt, Handzettel für ein Fischrestaurant verteilt und obendrein auch noch Prügel von einem Passanten bezieht. Die Storys beschreiben flüchtige Liebesakte im Gebüsch, Selbstgespräche verlassener Männer, die fortschreitende Vereinzelung der Figuren.

      Simple Storys
      3.2
    • »Eine paradiesische Parabel.« Paul Jandl in der ›NZZ‹ Ingo Schulze erzählt vom Spätsommer 1989 – und entdeckt in der Wendezeit die menschliche Urgeschichte von Verbot und Verlockung, Liebe und Erkenntnis. Im Spiel mit dem biblischen Mythos von Adam und Eva gelingt ihm eine grandiose Tragikomödie. Die Frauen lieben Adam, weil er ihnen schöne Kleider schneidert. Und Adam liebt schöne Frauen. Abgesehen davon liebt er Evelyn. Die aber ertappt ihn eines heißen Augusttages 1989 in flagranti. Statt mit Adam fährt Evelyn gemeinsam mit einer Freundin und deren Westcousin an den Balaton. Und Adam fährt mit seinem alten Wartburg hinterher. Ungarn will die Grenze gen Westen öffnen. Plötzlich ist das Paradies zum Greifen nah – und alle müssen sich entscheiden.

      Adam und Evelyn. Roman
      3.0
    • Einlässliche Lektüren

      Über Offenheit, Bezogensein und Genauigkeit im Umgang mit Literatur

      • 228 pages
      • 8 hours of reading

      Was bedeutet es, sich auf einen literarischen Text einzulassen? Wie gelingt es, sich für ästhetische Erfahrungen zu öffnen, eine sowohl intime als auch kritisch-distanzierte Haltung zum Text einzunehmen und Geduld und Aufmerksamkeit für Details aufzubringen? Was verbindet die philologische mit der passionierten Lektüre?In 33 kurzen Essays und Aperçus befragen Beiträger:innen unterschiedlicher Profession die Bedingungen, Möglichkeiten und Grenzen eines Lesens, das sich auf den Text einlässt. Derlei Lektüren werden dabei nicht nur exemplarisch praktiziert, sondern auch im Spiegel der Literaturtheorie und der eigenen Schreiberfahrung reflektiert. Die sich zwischen Literatur und Wissenschaft verortenden Texte laden ein zu einem Streifzug durch ein wandelbares und daher nie fertig kartographiertes Terrain. Sie sind aus Anlass des 60. Geburtstags der Literaturwissenschaftlerin Jutta Müller-Tamm entstanden, deren Offenheit, Bezogensein und Genauigkeit im Umgang mit Literatur den Autor:innen Schreibanlass und Inspiration war.

      Einlässliche Lektüren
    • Und habt ihr denn etwa keine Träume

      Erzählungen

      • 336 pages
      • 12 hours of reading

      Die großen Erzählungen in einem Band Anna Seghers, die derart viele Tonlagen beherrschte, nutzte die kurze Prosaform so kontinuierlich wie keiner ihrer Zeitgenossen, um literarisch unmittelbar auf sich verändernde Verhältnisse reagieren zu können. Heute lesen sich ihre meisterlichen Erzählungen aktueller denn je und sollten nicht nur dazu anregen, Seghersʼ reizvolles Werk neu zu entdecken, sondern auch ihre Botschaft von der Kraft der vermeintlich Schwachen weiterzutragen. »Anna Seghersʼ Erzählungen gehören zum Besten, was die deutschsprachige Literatur des 20. Jahrhunderts hervorgebracht hat … Es kommt darauf an, sie zu lesen.« Ingo Schulze

      Und habt ihr denn etwa keine Träume
    • »Gänsehaut stellt sich ein.« Frankfurter Rundschau Ingo Schulze, großer Erzähler und politischer Autor, reflektiert in diesen Essays die gesellschaftlichen Entwicklungen der letzten Jahrzehnte mit einem intensiven Blick auf Literatur und Kunst: wie beide Perspektiven verändern, der Vereinzelung entgegenwirken und dem lähmenden ›Weiter so‹ widersprechen können. Er erinnert an die glückhaften wie die problematischen Erfahrungen von 1989/90, beleuchtet die Konsequenzen der zunehmenden Polarisierung und Radikalisierung in allen Bereichen, besteht auf dem Vorrang des Gemeinwohls und einer gerechten Weltinnenpolitik. Ein Band mit zentralen Texten dieses kritischen und selbstkritischen Denkens.

      Der Amerikaner, der den Kolumbus zuerst entdeckte ...
    • In seiner typisch unprätentiösen Art erzählt Ingo Schulze, einer unserer größten zeitgenössischen deutschen Schriftsteller, die Ereignisse einer Nacht, einer Nacht bei Boris. An deren Ende stehen Enthüllungen mit denen der Leser ebensowenig gerechnet hätte wie die meisten Protagonisten. Große Lektüre auf kleinem Raum!

      Eine Nacht bei Boris
    • Mit dem „DL98“ fand der erste Deutschlandlauf unter echten Wettkampfbedingungen statt. Ingo Schulze führte danach weitere Deutschlandläufe und andere Mehrtages-Laufveranstaltungen durch. Dieses Buch kann Motivation und Nachschlagewerk für künftige Veranstalter und Ultraläufer sein. Es ist viel Training, Planung und Selbstdisziplin vonnöten, um sich für einen Mehrtageslauf dieser Größenordnung zu entscheiden. Der Autor zieht immer wieder Vergleiche von 1998 zur Gegenwart und zu anderen Laufabenteuern.

      Deutschlandlauf 1998 - 1225 Kilometer in 17 Tagen
    • Die Grenzen des Anderen

      • 220 pages
      • 8 hours of reading

      Seit vielen Jahren miteinander befreundet und darüber hinaus genaue Leser der Werke des jeweils anderen, stellen sich Ingo Schulze und Frank Witzel die Frage: Warum schreiben wir? Anfangs, um die DDR aus den Angeln zu heben, wirft Ingo Schulze in den Raum, und Frank Witzel überlegt: Obwohl ich sehr politisiert war, vielleicht um herauszufinden, inwieweit Literatur mein Leben verändern kann. Der in Dresden geborene Schulze und der in Wiesbaden geborene Witzel unternehmen Ausflüge in die biografische Vergangenheit erster Schreibversuche und versuchen, diese in Verbindung zu den politischen Realitäten zu setzen, in denen sie aufwuchsen. Sie analysieren unterschiedliche poetische Ansätze und untersuchen anhand ihrer Romane verschiedene Herangehensweisen und Erzählformen; dabei thematisieren sie auch jene Projekte, die es nie bis zum Buch geschafft haben.

      Die Grenzen des Anderen
    • Passagier auf einem Frachtschiff

      • 126 pages
      • 5 hours of reading

      Der Autor, Jahrgang 1948, ist von 1966 bis 1969 als Bäcker und Kochsmaat, auf mehreren Schiffen der „Hamburg-Süd“ gefahren. Nach über vierzig Jahren zog es ihm noch einmal hinaus aufs Meer und sei es nur als Passagier. Er hatte als ehemaliger Seemann andere Erwartungen, als vielleicht ein Passagier, den man in der Seemannssprache gern als „Landratte“ bezeichnen würde. Er schrieb deshalb auch völlig anders als solcher. Es sind seine Eindrücke und er vergleicht ab und dann auch gern seine Zeit mit der Gegenwart. Es ist nicht nur ein Buch, dass über die Erlebnisse auf einem Containerschiff berichtet, sondern der Autor setzt sich auch zeitweise sehr Kritisch mit seinem Seefahrtabenteuer auseinander.

      Passagier auf einem Frachtschiff
    • Die Königs Erläuterung ist eine verlässliche und bewährte Textanalyse und Lektürehilfe für Schüler und weiterführende Informationsquelle für Lehrer und andere Interessierte: verständlich, übersichtlich und prägnant. Der Band bietet Schülern eine fundierte und umfassende Vorbereitung auf Abitur, Matura, Klausuren und Referate zu diesem Thema: Alle erforderlichen Informationen zur Textanalyse und Interpretation: Angaben zu Leben und Werk des Autors, ausführliche Inhaltsangabe, Aufbau, Personenkonstellation und Charakteristiken, Sachliche und sprachliche Erläuterungen, Stil und Sprache, Interpretationsansätze, Rezeptionsgeschichte und Abituraufgaben mit Lösungstipps. Der inhaltliche Aufbau der Bände ist klar und folgerichtig. Die Texte sind verständlich verfasst. Die Gestaltung ist übersichtlich, was ein schnelles Zurechtfinden ermöglicht. Die Inhalte erheben literaturwissenschaftlichen Anspruch.

      Königs Erläuterungen und Materialien - 462: Erläuterungen zu Ingo Schulze, Simple Storys