Friedrich Kittler was an influential literary scholar and media theorist whose work redefined media studies from the 1980s onwards. Kittler focused on the autonomous logic of technologies, arguing that media are not mere extensions of humanity but follow their own developmental trajectories. His provocative arguments, which linked technological conditions to epistemology and ontology, often emphasized that existence itself is bound to what is switchable or controllable. Employing a mix of polemic, erudition, and humor, he posited that technology forms the fundamental basis of human knowledge and being.
This major new book provides a concise history of optical media from Renaissance linear perspective to late twentieth-century computer graphics. Kittler begins by looking at European painting since the Renaissance in order to discern the principles according to which modern optical perception was organized.
" A new and encyclopedic vision of modern German literary, intellectual and social history, achieved through the optic of discourse analysis, psychoanalysis, and semiotic theory, analyzed in a spirit of playfulness and impudent precision." Stanley Corngold, Princeton University
Part technological history of the emergent new media in the late 19th century, part theoretical discussion of the responses to these media—including texts by Rilke, Kafka, and Heidegger, as well as elaborations by Edison, Bell, Turing, and other innovators—this book analyzes this momentous shift using insights from Foucault, Lacan, and McLuhan.
Wenige deutsche Geisteswissenschaftler der letzten 50 Jahre haben die kulturelle Situation unserer Zeit, einschließlich ihrer akademischen Strukturen, so nachhaltig geprägt wie Friedrich Kittler. Seine Schriften trugen entscheidend dazu bei, dass Radios, Grammophone und Computer nicht nur zu einer kulturellen Faszination, sondern auch zum Gegenstand der philosophischen Reflexion geworden sind. Der Band versammelt Abhandlungen Kittlers aus 40 Jahren und zeigt das enorme Spektrum, die Intensität und die singuläre Kreativität seines Denkens.
Bei jeder Einführung sollten Sie wissen, was Sie erwarten dürfen. Der Titel deutet auf ›Philosophien der Literatur‹ hin, nicht auf Theorien. Während Theorie eine Präsentation der aktuellen Diskussion über Literatur bieten würde, beziehen sich Philosophien auf historische Denkweisen, die sich mit Dichtung und Literatur befassen. Erwarten Sie daher keine Einführung in Literaturtheorien, sondern eine Langzeitgeschichte von den alten Griechen bis zur Gegenwart. Diese Vorlesung ergänzt Seminare, die oft nur engere Abschnitte der Geschichte behandeln. Für Ihr Studium ist es jedoch entscheidend, sowohl begriffliches als auch sachliches Wissen über die grundlegenden Unterschiede zu erlangen, die die europäische Kulturgeschichte prägen. Diese Unterschiede sollten in klar unterscheidbare Teilsysteme zerlegt werden. Während die Kulturwissenschaft an anderen Universitäten praxisnah und gegenwartsorientiert ist, tragen wir in Berlin das Erbe von 3000 Jahren mit Stolz. Denn, wie Blaise Pascal einst sagte, sehen selbst wir Zwerge auf den Schultern von Riesen weiter als die Riesen.
Wir möchten euch Musik und Mathematik erzählen: das Schönste nach der Liebe, das Schwerste nach der Treue. Diese beiden Begriffe bilden die Wurzeln von Kunst und Wissen: musikè, die Lust des Singens, Tanzens und Spielens, und mathesis, das Lehren im Allgemeinen sowie Mathematik, das Denken über Zahlen im Besonderen. Bei Homer bedeutet mathein nicht einfach zählen oder rechnen, sondern bezeichnet ein dunkles Wissen, das Helden erst nach Jahren des Erfahrens erlangen. Der alte Spruch von pathein/mathein, leiden und lernen, bleibt in den Ohren der Griechen lebendig. Friedrich Kittlers Lektüren folgen Odysseus und den Sirenen, denen er eine beeindruckende Neudeutung widmet. In den Bänden begegnet er Aphrodite Eros in den Sphärenharmonien Platons und dem Spiel von lógos und phonè bei Aristoteles. Der zweite Band thematisiert das heidnische und christliche Rom, während der dritte Band die Minne und die Liebe behandelt. Der vierte Band schließlich widmet sich der Turing-Galaxis und Heideggers Gestell. Die Inhalte umfassen Themen wie Odysseus’ Leiden und Lernen, die Göttin Kirke, die Entwicklung von Musik von Geräusch zur Fuge und die Verbindung zwischen Singen und Schreiben.