Die Verwaltung des Römischen Reiches in der Hohen Kaiserzeit
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An jenem Tag, da Augustus bestattet wurde, kamen alle öffentlichen und privaten Geschäfte zum Stillstand. Ganz Rom und Hunderttausende von Menschen aus ganz Italien beteiligten sich an den Trauerfeierlichkeiten. Die Leiche wurde in einem Sarg auf den Scheiterhaufen gesetzt. Über dem Sarg ruhte, für alle sichtbar, ein aus Wachs gefertigtes Abbild des Toten. Als das Feuer aufloderte, stieg ein Adler in den Himmel - ein Zeichen dafür, daß der Verstorbene zu den Göttern erhoben worden war. Ein Senator bestätigte später unter Eid, er habe die Seele des Verstorbenen zu den Göttern auffahren sehen. Livia, die Witwe des toten Augustus, belohnte den Zeugen mit einer Million Sesterzen. Wer war dieser Mensch, der damals unter die Götter aufgenommen worden sein soll? Ein Willkürherrscher? Ein Friedensfürst? Ein Neugestalter von Staat, Heer, Gesellschaft und Kultus, kurzum - der Neugestalter der römischen Welt? Werner Eck bietet in seiner fesselnden Biographie Antworten auf diese und viele weitere Fragen zur Machtpolitik des Augustus.
Die gesammelten Beiträge von Werner Eck erörtern unter sehr verschiedenen sachlichen Gesichtspunkten die Frage, wie die zahlreichen regionalen Gesellschaften und einzelne reichsweite Personengruppen im Imperium Romanum durch die kaiserzeitliche Politik in Religion, Sprache, Familie, Recht oder auch bei den Begräbnissitten beeinflusst wurden. Erörtert werden etwa Folgen für die Stellung und öffentliche Präsentation von Frauen, für die rechtliche und reale Lage der Soldaten römischen und peregrinen Rechts sowie für den reichsweit rekrutierten Senatorenstand. Diese Veränderungen sind engstens mit der Gestaltung und Ausweitung der kaiserlichen Administration in den Provinzen, aber auch in der Stadt Rom selbst verbunden, wobei besonderes Gewicht auf die Funktionen des Heeres gelegt wird. Eingeschlossen ist auch die Frage des Euergetismus für das Funktionieren der Städte, dem gegenüber die Leistung der Gemeinden allzu oft unterschätzt wird. Die Beiträge sind unter Berücksichtigung neuer Quellen soweit nötig und möglich auf neuen Stand gebracht worden.
Köln und seine Gründung – ein römisches Rätsel. Schon in der Schule lernt jeder Kölner: Gegründet wurde die „Colonia Claudia Ara Agrippinensium“ durch seine römische Namensgeberin Agrippina. Doch Quellen und neueste Forschungen belegen anderes: Mehr als ein halbes Jahrhundert vor Agrippina gründete Kaiser Augustus zahlreiche Städte des römischen Reiches – und der Zentralort einer dieser Städte befand sich genau dort, wo wir heute durch die Kölner Altstadt laufen. Köln ist also eine Gründung des Augustus – und das hat Konsequenzen, weiß Werner Eck. Vor allem für das, was die Kölner am liebsten tun: für das Feiern, denn …
The Prosopographia Imperii Romani (PIR) is a “Who’s Who” of Imperial Rome, containing the personal data and biographies of Roman office-bearers. Its objective is to bring together the whole elite from the Roman Empire in the Early and High Imperial Age. The PIR is written in Latin. The present penultimate volume contains all those whose names begin with the letter T.
Beschriftete Objekte aus Kaiserzeit und Spätantike als historische Zeugnisse. Festschrift für Peter Weiß zum 65. Geburtstag
Die Festschrift zum 65. Geburtstag von Peter Weiß, Ordinarius für Alte Geschichte an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel von 1987 bis 2008, enthält 16 Beiträge, mit denen Kollegen und Schüler den Jubilar ehren möchten. Der Titel des Buches nimmt Bezug auf Forschungsschwerpunkte und Methoden von Peter Weiß, der durch die meisterliche Kombination von Quellen unterschiedlichster Gattungen grundlegende Erkenntnisse zur griechischen und römischen Geschichte erzielt und diese in zahlreichen Aufsätzen veröffentlicht hat. In methodisch ähnlicher Weise werden von den Beiträgern der Festschrift unpublizierte oder wenig beachtete Denkmäler diskutiert und historisch eingeordnet. Dabei reicht das Spektrum von Grabmälern, Ehrenmonumenten und Votiven bis zu Militärdiplomen und Gerichtsprotokollen.