Franz Werfel's masterpiece tells the true story of the inhabitants of six Armenian villages on the mountain of Musa Dagh, who choose to defy the deportation order of the Turkish government and are subsequently besieged on the mountainside. Told through the eyes of Gabriel Bagradian, a cosmopolitan Armenian who has returned to his home village with his French wife and son after years living in Europe, the novel is a rich and dramatic epic that powerfully argues for the value of resistance even in impossible circumstances.
Franz Werfel Books
This author explores central themes of religious faith, heroism, and human brotherhood. His works often delve into historical events and human resistance in the face of oppression. The author's style is characterized by strong narrative storytelling and deep contemplation of spiritual matters. His writing is seen as a bridge between different cultures and beliefs.







The Song of Bernadette
- 575 pages
- 21 hours of reading
An epic in novel form telling of the miraculous visions of a poor French girl at Lourdes.
Životní příběh starozákonního proroka Jeremiáše byl a zůstává stále i naléhavým varováním před všemi podobami osobního a společenského násilí. Tak jej chápal i slavný pražský rodák Franz Werfel (1890–1945) ve svém románu o těžké úloze této velké biblické postavy, Román vznikal pod vlivem tíživých událostí v Německu roku 1936, a to umocňovalo působnost dávného Jeremiášova poslání. Přestože již v roce 1933 byly v Německu spáleny všechny Werfelovy spisy, neváhal se svým novým dílem postavit sílící totalitní nacistické praxi a vůbec všem, pro něž byla vždy prvořadou jejich vlastní moc. Ve Werfelově pohledu se tak postava babylonského krále Nabukadnezara stávala snadno srovnatelnou s osobou Adolfa Hitlera, utrpení proroka Jeremiáše s utrpením Židů či zničením Jeruzaléma a jeho Chrámu roku 586 př. Kr., apokalyptickým obrazem budoucnosti Evropy ohrožené nacismem. I dnes si vynikající Werfelovo dílo zachovává svou aktuálnost. Vždyť totalitní myšlení nijak nevymizelo ze světového dění, jen jeho metody mění svou tvář.
Dies ist die Geschichte Jirmijahs aus Anathot, des Propheten Jeremias also, aber es ist zugleich ein Meneteckel, ein Mahnwort gegen alle unverantwortlich herrschende Gewalt. Franz Werfel hat den Roman vom Leben und Leiden des großen Propheten eingebettet in eine Rahmenhandlung aus der Zeit der Entstehung des Romans, 1936, und ihn damit weit über das religiöse Thema hinausgehoben; er hat – der als Imperativ wirkende Titel verdeutlicht das – in einer Zeit totalitärer Herrschaft in Deutschland einen verschlüsselten Aufruf verfaßt, Widerstand zu leisten, aufzubegehren gegen die Staatsgewalt, gegen Selbstsicherheit und Selbstzufriedenheit der Mächtigen.So gesehen wird der Nebukadnezar des Romans leicht mit Adolf Hitler vergleichbar, werden die Leiden Jeremias’ als die der Juden Deutschlands verstanden, wird die Zerstörung Jerusalems und des Tempels 586 v. Chr. als apokalyptisches Bild für die Zukunft Europas zur Zeit des Nationalsozialismus erkennbar. Werfel reagierte mit diesem Bekenntnis aber auch zugleich auf Vorwürfe gegenüber seiner, des Juden, offen geäußerter Sympathie für das katholische Christentum wie gegenüber der Tatsache, daß er zu den Aktivitäten der neuen Machthaber in Deutschland lange geschwiegen hatte.
Dies ist die Geschichte Jirmijahs aus Anathot, des Propheten Jeremias also, aber es ist zugleich ein Meneteckel, ein Mahnwort gegen alle unverantwortlich herrschende Gewalt. Franz Werfel hat den Roman vom Leben und Leiden des großen Propheten eingebettet in eine Rahmenhandlung aus der Zeit der Entstehung des Romans, 1936, und ihn damit weit über das religiöse Thema hinausgehoben; er hat – der als Imperativ wirkende Titel verdeutlicht das – in einer Zeit totalitärer Herrschaft in Deutschland einen verschlüsselten Aufruf verfaßt, Widerstand zu leisten, aufzubegehren gegen die Staatsgewalt, gegen Selbstsicherheit und Selbstzufriedenheit der Mächtigen.So gesehen wird der Nebukadnezar des Romans leicht mit Adolf Hitler vergleichbar, werden die Leiden Jeremias’ als die der Juden Deutschlands verstanden, wird die Zerstörung Jerusalems und des Tempels 586 v. Chr. als apokalyptisches Bild für die Zukunft Europas zur Zeit des Nationalsozialismus erkennbar. Werfel reagierte mit diesem Bekenntnis aber auch zugleich auf Vorwürfe gegenüber seiner, des Juden, offen geäußerter Sympathie für das katholische Christentum wie gegenüber der Tatsache, daß er zu den Aktivitäten der neuen Machthaber in Deutschland lange geschwiegen hatte.
Das Geschehen in diesem figurenreichen Roman ist fiktiv. Werfel läßt Giuseppe Verdi 1883 zur Karnevalszeit in Venedig sein, wo sich auch gerade sein künstlerischer Gegenpol Richard Wagner aufhält. Dieser eben war es, der ihn bereits zehn Jahre zuvor in tiefe Schaffenskrise gestürzt hat: Verdi empfindet seine Musik im Gegensatz zu der Wagners als veraltet – der Erfolg Wagners bei der Jugend scheint ihm recht zu geben. Den Antipoden zur gleichen Zeit am gleichen Ort zu wissen, vertieft Verdis Krise noch: in einem inneren Monolog ruft er sich die eigenen Lebens- und Schaffensstufen zurück, steigert sich in Verzweiflung, fällt in Ohmacht – als er daraus erwacht, ist er entschlossen, Wagner zu treffen, doch dieser ist in der Nacht zuvor gestorben.Diese Haupthandlung wird durch eine Fülle von Nebenfiguren belebt, die alle wichtige Funktionen haben. So machen gerade seine konservativen Verehrer Verdi deutlich, wie unzeitgemäß seine Musik geworden ist; auf der anderen Seite lassen die Aussichten des deutschen Komponisten Fischböck, dessen Kompositionen noch über Wagners Kühnheiten hinausgehen, es ihm fraglich erscheinen, ob in der Zukunft melodische Musik wie seine überhaupt noch Interesse finden wird. Verdi findet Kraft zu sich selbst zurück und entwickelt seinen Altersstil: er schreibt den ›Othello‹.
Franz Werfel: Der veruntreute Himmel. Die Geschichte einer Magd Erstdruck 1939 unter dem Titel »Der gestohlene Himmel«. Vollständige Neuausgabe. Herausgegeben von Karl-Maria Guth. Berlin 2016. Umschlaggestaltung von Thomas Schultz-Overhage unter Verwendung des Bildes: Vincent van Gogh, Betende Frau, 1883. Gesetzt aus der Minion Pro, 11 pt.
Nicht der Mörder, der Ermordete ist schuldig
- 148 pages
- 6 hours of reading
Franz Werfel: Nicht der Morder, der Ermordete ist schuldig Erstdruck Kurt Wolff Verlag, Leipzig, 1920 Vollstandige Neuausgabe. Herausgegeben von Karl-Maria Guth. Berlin 2016. Umschlaggestaltung von Thomas Schultz-Overhage unter Verwendung des Bildes: Ivan Kramskoy, Portrait von Sergei Kramskoy, 1883. Gesetzt aus der Minion Pro, 11 pt."



