Jirschi oder die Flucht ins Pianino
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German
Drei Novellen
Warum sollte Julia keine Schwester haben? Die kleine Anna ist sieben, als »ES« geschieht, als William Shakespeare den Doppelselbstmord von Romeo und Julia inszeniert. Die Todfeindschaft der beiden Veroneser Adelsfamilien bleibt weiterbestehen, daran kann auch der Regent nichts ändern. Die Capulets finden Mittel und Wege, sich seinen Anordnungen zu widersetzen und Anna vor der Heirat mit einem Montague zu schützen ... Mit der Umdeutung von drei Frauenschicksalen bei Shakespeare zeigt Gertrud Fussenegger, wie verformbar literarische Motive sind. Entstanden sind drei postmoderne Novellen von klassischer Schönheit: ›Julias Schwester‹, ›Jessica‹ und ›Ich bin Ophelia‹.
Goethes Leben und Werk - für Jung und Alt Für viele Kinder ist Johann Wolfgang von Goethe ein Begriff, aber über das Leben des großen deutschen Dichters wissen auch die wenigsten Eltern mehr als ein paar Eckdaten. Gertrud Fussenegger, die „Grande Dame der österreichischen Literatur“, erzählt spannend, lebendig und mit profunder Kenntnis seinen Werdegang vom ungewöhnlichen Knaben zum „großen Genie der Deutschen“, der Werke wie „Faust“ oder „Die Leiden des jungen Werther“ geschrieben hat.
Sie waren Zeitgenossen - bk694; dtv; Gertrud Fussenegger; pocket_book; 1987
Bedeutende Frauengestalten, die in einer Männerwelt selbst das Zepter schwangen, werden in diesem Werk vorgestellt und portraitiert. Die Herrscherinnen führten Kriege, schufen Reiche, die ihre männlichen Kollegen auf den europäischen Thronen das Fürchten lehrten oder sie entschieden sich auf der Höhe ihrer Macht eben gegen diese Position und dankten ab.§Mit dem Band "Herrscherinnen" hat Gertrud Fussenegger eine einzigartige Frauen-Galerie zusammengestellt, die Biographie und Historiographie auf außergewöhnliche Weise miteinander verbindet.
Der Werdegang Maria Theresias, ihre Umgebung, ihre Kindheit, ihre Regentschaft, ihr persönliches Leben und ihre Reformen
Ein grandioser Familien- und Gesellschaftsroman vor dem Hintergrund der untergehenden Habsburger Monarchie. »Es war im Jahre 1870: Im Hause Bourdanin wurde Hochzeit gefeiert.« Stolz präsentiert der kaiserliche und königliche Rittmeister a. D. Balthasar Bourdanin seine Braut, überzeugt davon, daß sie mit ihm das große Los gezogen hat. Doch das rechte Glück will sich nicht einstellen ...
»Ein ebenso fesselnder wie nach Form und Handlung glänzend aufgebauter Unterhaltungsroman.« Stuttgarter Nachrichten »Ihre Ehe war ein Irrtum.« Jürgen muss sich eingestehen, dass er zwölf Jahre mit einer Unbekannten zusammengelebt hat. Julia, Ende Vierzig, hat ihm nie erzählt, was damals in jenem Gebirgsdorf geschehen ist, in dem sie als Kind gelebt hat. Doch hier liegt der Schlüssel für ihre Probleme. Während sie vor Ort versucht, mit sich selbst ins Reine zu kommen, macht sich ihr Noch-Ehemann daran, Licht in das Dunkel um einen mysteriösen Mordfall zu bringen, der Jahrzehnte zurückliegt und in den Julia auf irgendeine Weise verwickelt zu sein scheint . . . Gertrud Fussenegger gelingt es, über die spannende Kriminalgeschichte und die subtile psychologische Personencharakterisierung hinaus, ein plastisches, mit Leben erfülltes Bild Südtirols zu entwerfen.
Sieben Wochen war Gertrud Fussenegger in der ewigen Stadt und fasst diese Erlebnisse in zwei Essays zusammen. Eindrucksvoll und sprachgewandt beschreibt sie die Vorgeschichte Roms – zwischen Mythos und Legende – und verbindet ihre facettenreichen Beobachtungen und Gedanken zu einem poetischen aber auch poetologischen Werk. Fusseneggers Essays gestalten sich als anschauliche und klare Reiseberichte, und nehmen zugleich ihre Leser mit auf eine erzählerische Zeitreise in die Vergangenheit. Feinsinnig und ausdruckstark – und stets umgeben von dem Zauber, der dieser Stadt innewohnt.-
Gertrud Fussenegger, die neben ihren großen Romanen auch als Biographin Maria Theresias bekannt geworden ist, stellt in diesem Buch neun bedeutende Frauengestalten aus der Geschichte vor.
Bilderbuch nach einem indischen Märchen. (ab 5).
Vis Poetica 6
Die Anmerkung behandelt verschiedene Themen, darunter die Realität in Jerusalem zur Zeit der Passion, das Spiel der Corarès, sowie die Geschichten von drei Häusern in Oberösterreich und eine kleine Figur.
Das große Gertrud Fussenegger Hausbuch - bk71; Tosa Verlag; Gertrud Fussenegger; Paperback; 1996
Zwei Halbbrüder, grundverschiedene Naturen, durchqueren miteinander die Turbulenzen des Dreißigjährigen Krieges - der eine als Flüchtling und Gejagter, der andere, indem er eine neue Heimat sucht und schafft. Dramatisch kreuzen sich ihre Wege in der Liebe zu demselben Mädchen. Sie verwickelt die beiden in einen stillen Kampf auf Leben und Tod.
Neben Martin, Franz und Nikolaus ist er einer der bekanntesten Heiligen: der heilige Christopherus. In vielen Autos ist sein Bild noch zu sehen – ist er doch vor allem geschätzt als Schutzheiliger der Reisenden: Er zählt zu den 14 Nothelfern und sorgt dafür, dass wir auf unseren Wegen gut und heil ankommen. Vor über 25 Jahren hat das renommierte Künstlerinnen-Duo Gertrud Fussenegger und Annegert Fuchshuber (25. Todestag am 17. 3. 2023) die berührende Legende von Christophorus in Bild und Text gegossen. Von dem Mann, der nur dem Mächtigsten und Größten dienen will, König und Kaiser genügen ihm nicht, selbst der Teufel erschrickt beim Anblick des Kreuzes. Neugierig geworden beschließt Christophorus, diesen Jesus am Kreuz zu suchen, kann ihn aber zunächst nicht finden. Als überaus kräftiger und großer Mann trägt er Wanderer auf seinen Schultern durch einen reißenden Fluss – bis ein kleines Kind vor ihm steht und ebenfalls ans andere Ufer getragen will. Was anfangs wie ein Kinkerlitzchen erscheint, wird zu einer schweren Aufgabe … Die Geschichte von Stoffel, der durch sein Erlebnis zum Christophorus wird, erinnert daran, wer der Größte und Stärkste ist und sich doch, in einem kleinen Kind versteckt, den Menschen anvertraut hat. Eine klassische Heiligenlegende zeitlos erzählt.
Die Geschichte von Jona hat die Menschen aller Zeiten bewegt. In einer einfachen und unkomplizierten Sprache erzählt Gertrud Fussenegger Jonas Lebensgeschichte für Kinder neu. Jona soll die Stadt Ninive zur Umkehr aufrufen und ihr die Liebe eines menschenfreundlichen Gottes verkünden. Als das Schiff, auf dem der unwillige Prophet zu entkommen versucht, wegen seiner Flucht in einen schrecklichen Sturm gerät, läßt er sich von den Seeleuten ins Meer werfen. Ein Fisch verschluckt ihn. Gertrud Fussenegger beschreibt einen Gott, der die Menschen liebt und ihr Versagen mit seiner Güte auffängt, der die Menschen ruft und ihnen für ihre Aufgaben Kraft und Mut schenkt. Die anschaulichen und sprechenden Bilder von Annegert Fuchshuber vermitteln einen Jona, der sympathisch ist, in den sich große und kleine „Kinder“ gut hineinversetzen können.
Die grandiose Fortsetzung der Familiengeschichte ›Das Haus der dunklen Krüge‹ »Rittmeister Bourdanin hat keine Dividenden zu scheffeln, er hat auch keinen Geschäftssinn, o nein, dafür sechs Kinder und eine kleine Pension … Dazu ist Balthasar Bourdanin ein heikler und stolzer Mann, der auf nichts bedacht ist als auf seine Ehre und Reputation. Marie, Marie, wie wirst du das alles schaffen?« Sie hat es nicht leicht, die zweite Frau dieses traditionsbewußten und strengen ehemaligen Offiziers der Kaiserlichen Armee. Doch der anfänglichen Rolle als Opferlamm in einer schwierigen Ehe entwächst sie und hält die Familie auch dann noch zusammen, als alle ihre eigenen Wege gehen ... »Was bestimmt ein Lebensschicksal? Das ist die entscheidende Frage, die über dem Roman schwebt und aus ihm immer wieder neue Antworten erhält, keine theoretischen, sondern erzählte. Gertrud Fussenegger ist eine Meisterin klassischer Erzählkunst. Und darin liegt die Besonderheit des Buches: Daß es der Autorin auf psychologisch höchstem Niveau gelingt, die Verwobenheit des Individuums mit den tiefgreifenden politischen und sozialen Umbrüchen der Zeit in einem mitreißenden Erzählstrom wiederzugeben.« Ruth Renée Reif in der ›Tagespost‹
Die Gleichnisse und Begegnungen von Jesus faszinieren Jung und Alt immer wieder aufs Neue. Gertrud Fussenegger lässt sie in ihrer gut verständlichen Erzählweise lebendig werden, Mario Grasso hat sie mit farbenfrohen und detailreichen Bildern ergänzt.
Gertrud Fussenegger ist eine der wenigen letzten deutschsprachigen Erzählerinnen von europäischem Rang. Ihre großen Romane „Die Brüder von Lasawa“, „Das Haus der dunklen Krüge“, „Zeit des Raben, Zeit der Taube“, „Das verschüttete Antlitz“ und „Die Pulvermühle“ sind längst moderne Klassiker und werden immer wieder aufgelegt. Obwohl die Autorin für ihr umfangreiches literarisches Werk zahlreiche Ehrungen und Auszeichnungen erhielt, ist sie einer breiten literarischen Öffentlichkeit zu wenig bekannt und wird von der Literaturwissenschaft kaum wahrgenommen. Das vorliegende Gespräch, das der Literaturwissenschaftler Rainer Hackel mit der neunzigjährigen „Grande Dame“ der österreichischen Literatur führte, zeigt die enge Verflechtung zwischen ihrem Leben und Werk - ein Werk, das fast ein ganzes Jahrhundert umspannt und vom unabhängigen Geist der Autorin zeugt. In dem Gespräch wird deutlich, dass Gertrud Fussenegger die Probleme der Gegenwart auf dem Hintergrund ihres profunden historischen Wissens deutet; gerade dadurch gewinnt ihre Zeitzeugenschaft ein besonderes Gewicht. So möchte der Blick in die Werkstatt einer der bedeutendsten Autorinnen unserer Zeit zu einer differenzierten Auseinandersetzung mit ihrem Werk anregen.
Am Morgen des Tages, den wir den Heiligen Abend nennen, ist von Ruhe und Frieden in den Straßen und Häusern meist noch wenig zu spüren. Hastig werden die letzten Vorbereitungen für das Fest getroffen. So auch in den Kirchen. Doch in diesem Jahr herrschen im Dom von St. Marien Schrecken und Verwirrung. Als man die traditionelle Weihnachtskrippe aufstellen will, ist das Christkind verschwunden Gertrud Fussenegger ist mit der Auswahl dieser neun Erzählungen ein ebenso persönliches wie liebenswürdiges Buch gelungen.
„... Seither wurde der dämmernde Abend Zeit des Raben und der dämmernde Morgen Zeit der Taube genannt.“ Zwei Schlüsselfiguren der Moderne, die aus Polen stammende Naturwissenschaftlerin Marie Curie, Entdeckerin des Radiums, und der Périgorde Léon Bloy, radikaler Spiritualist und Rebell, leben zur gleichen Zeit in Paris. Obwohl sich ihre Wege kreuzen, wissen sie nichts oder so gut wie nichts voneinander; dennoch sind beide auf geheimnisvolle Weise aufeinander bezogen, beide besessen von ihren Ideen, bereit, sich diesen bis zur Selbstzerstörung aufzuopfern, berühren sie letzte Fragen der Menschheit und deren Zukunft. Kapitelweise wechselnd erzählt Gertrud Fussenegger ihre widersprüchlichen Schicksale und entrollt dabei in dramatischen Szenen ein vielschichtiges Bild der zeitgenössischen Gesellschaft. In ihrer klaren und unverwechselbaren Sprache läßt sie das Paris der Jahrhundertwende, die Menschen, ihre Hoffnungen und Ängste lebendig werden. Es stehen sich blinder Fortschrittsglaube und irrationale Welterfahrung gegenüber - ein Konflikt, der auch heute nichts von seiner Aktualität verloren hat. Der sechste Roman ihres literarischen Schaffens, erstmals erschienen im Jahr 1960, zeigte Gertrud Fussenegger auf der Höhe ihrer Meisterschaft.
Ein Arzt wird des Mordes an einem jungen Mädchen verdächtigt. Die Indizien sprechen gegen ihn, reichen aber für die Erhebung einer Anklage nicht aus. Der junge Mann wird aus der Untersuchungshaft entlassen und lebt mit dem Makel des Mörders behaftet weiter, obwohl er den wahren Täter kennt ... Ein Kriminalfall als Ausgangspunkt für einen spannungsgeladenen Roman über Menschen aus dem alten Prag und dem ländlichen Nordböhmen der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.§§
Das Leben der heiligen Elisabeth von Thüringen für Kinder erzählt
Die vielfach ausgezeichnete Schriftstellerin Gertrud Fussenegger erzählt die Lebensgeschichte der heiligen Elisabeth, sensibel illustriert von Elisabeth Singer. Aufgrund ihres kompromisslosen Eintretens für Arme und Notleidende wurde Elisabeth von Thüringen zu einer der beliebtesten Heiligen. Schon als junge Frau setzt sie sich selbstbewusst über die Standesregeln der höfischen Gesellschaft hinweg und sucht den direkten Kontakt mit den einfachen Menschen. Ergriffen von deren Elend und Armseligkeit, widmet sie sich bald völlig der Nächstenliebe: Sie wird von der heimischen Burg verstoßen und lebt fortan nach dem Vorbild des heiligen Franz von Assisi in völliger Armut und im Dienst an den Kranken. Die feinfühligen Farbillustrationen von Elisabeth Singer lassen die Geschichte lebendig werden und geben ihr emotionale Tiefe und Intensität. In einer von Äußerlichkeiten und Konkurrenz dominierten Welt ermutigt Elisabeths Beispiel noch heute Kinder dazu, sich für Benachteiligte und Hilfsbedürftige einzusetzen. Ein schönes, wertvolles Buch für Kinder ab 5 Jahren. (Drehpunkt Familie)
Ein Spiegelbild mit Feuersäule - Lebensbericht - bk1562; Deutsche Verlagsanstalt; Gertrud Fussenegger; Paperback; 1979
German
1985 Hardcover/gebunden 44 S. 290x210 mm Michael Neugebauer Verlag
Eine außergewöhnliche Auseinandersetzung mit dem eigenen Weg und den Ereignissen der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Gertrud Fussenegger reflektiert in ihrem Lebensbericht bis 1948 die ersten 36 Jahre ihres Lebens und analysiert selbsterlebte Episoden, die die widersprüchlichen Ideen ihrer Generation beleuchten und zu den Irrtümern des Dritten Reiches führten. Die Geographie ihres Lebens ist eng mit der Geschichte dieser Jahre verknüpft. Der Leser erhält zwei Texte: Der erste, umfangreichere, erschien 1979 unter dem Titel „Ein Spiegelbild mit Feuersäule”. Die Autorin hat den Text behutsam gestrafft und in einem letzten Kapitel bis fast in die jüngste Zeit fortgeführt. Fussenegger beobachtet sich und ihre Umwelt genau, jedoch nicht ohne Teilnahme und Sympathie. Sie teilt die Erfahrungen eines langen, reichen Lebens, sowohl als Literatin als auch als Mutter von fünf Kindern, die in schweren Zeiten Übermenschliches leisten musste. Schreiben war ihre Leidenschaft, der sie seit frühester Kindheit treu geblieben ist. Für sie ist Sprache eine einzigartige Gabe, die dem Menschen verliehen ist und ihn dazu befähigt, sich „selbst immer wieder um ein Unendliches zu übersteigen”, wie der Philosoph Pascal es beschreibt.
Gedichte und Interpretationen, herausgegeben von Marcel Reich-Ranicki