Poems and Ballads
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»Barbara« versammelt unerhörte Herzblatt-Novellen von außergewöhnlichen Charakteren, denen Wolf Biermann begegnet ist. In 18 oft hinreißend kuriosen, oft zärtlich-rabiaten Erzählungen führt uns der Poet seine Zeitgenossen vor Augen: berühmte wie unberühmte. Da ist Ruth Berlau, die tragische Geliebte Brechts, die sich ihre übermächtige Feindin Helene Weigel nicht kleinreden lassen will – und schon gar nicht kleinsingen! Biermann erzählt die wahre Geschichte von der »beißwütigen Barbara« und vom Mann, der sich für Rembrandt hält. Vom Ostberliner Stricher, dessen Frau Monika ihm das Brotmesser in den Rücken rammt, oder von seiner Liebesaffäre mit einer zerbrechlichen Geigen-Gitarre. Der nette alte SS-Mann in Ostberlin fragt: Bin ick’n Mensch? Und unvergesslich: Biermanns im doppelten Sinn schlagfertiger Freund Manfred Krug, der einen Volkspolizisten in den Wahnsinn treibt. Erstmals erzählt Wolf Biermann von proletarischer Sexualaufklärung und warum seine Mutter ihn ohrfeigte, ein einziges Mal. In seinem Ostberliner Lotterbett liegt die traumhafte Geliebte Garance, die sich an der langen Leine der Stasi in Westberlin prostituieren muss. In diesen und weiteren Storys zeichnet Wolf Biermann ein berührendes, vielfältiges Bildnis von der Liebe und von tapferen Menschen in bewegten Zeiten.
Prosaische Versuche über Deutschland
German
'Berlin ist meine erste Liebe seit 1955. Und die Stadt wurde meine alte Liebe, weil ich mich immer wieder neu in sie verliebt habe. Ach! solch eine kapriziöse Dauergeliebte muss der Poet bei mancher Gelegenheit neu besingen, verdichten und im Streit auch zerdichten. Sie will besänftigt werden, gefeiert, betrogen, wieder verführt und womöglich beseligt. Also finden sich in diesem Buch rabiate Liebeslieder, zärtliche Wutballaden und Sehnsuchtsgesänge versammelt, Pasquille in Zeiten der Diktatur, poetische Sittenbilder vom Alltag, politische Gassenhauer und plebejische Elegien.'
"Wir naschen Dill, und du hältst still, wenn ich dich zärtlich kämme ..."Sie ist erotisch und zuweilen melancholisch, allerinnigst und schön die Liebespoesie von Wolf Biermann. Andreas Öhler hat die schönsten Gedichte und Lieder der letzten Jahrzehnte zusammengestellt. Seine Auswahl führt mitten ins Herz von Biermanns poetischem Schaffen.
Die besten Balladen des François Villon der DDR. Biermann, bejubelt und überwacht, gefürchtet und ausgebürgert, auch im Westen gefeiert und angefeindet zugleich, besingt den 'großen Bruder Franz Villon', Bert Brecht und Berlin, die 'alten Genossen' und die 'armen Stasi-Hunde' - und nicht zuletzt sich selbst. Die Auswahl bietet einen Überblick über Biermanns Werk von 1962 bis heute.
Der Exilant Heinrich Heine, mittlerweile in Paris wohnhaft, reist im Jahr 1843 durch sein (ehemaliges)Heimatland. Er reist nach Köln, Hagen und Paderborn, über Minden, Harburg schließlich nach Hamburg, wo er seine Mutter besucht. Seine Eindrücke und Erfahrungen, die er auf dieser Reise gewinnt, schildert er in dem Versepos "Deutschland. Eine Winterreise".
Wolf Biermann interpretiert William Shakespeares Sonette neu und zeigt die poetische Kraft der deutschen Sprache. Er übersetzt 40 bedeutende Sonette authentisch und kreativ, ergänzt durch Arbeitsnotate. Das Buch enthält auch die Noten für das vertonte 66. Sonett.
Selten sind persönliches Schicksal und deutsche Geschichte so eng verwoben wie bei Wolf Biermann. Ein Leben zwischen West und Ost, ein Widerspruchsgeist zwischen allen Fronten. Mit sechzehn ging er in die DDR, die er für das bessere Deutschland hielt. Hanns Eisler ermutigte ihn, Lieder zu schreiben, bei Helene Weigel assistierte er am Berliner Ensemble. Dann fiel er in Ungnade, erhielt Auftritts- und Publikationsverbot. Die Stasi observierte ihn rund um die Uhr, während er im Westen gefeiert und geehrt wurde. Die Proteste gegen seine Ausbürgerung 1976 gelten als Anfang vom Ende der DDR. Eindringlich erzählt Biermann vom Vater, der als Jude und Kommunist in Auschwitz ermordet wurde, von der Mutter, die ihn aus dem Hamburger Bombeninferno rettete, vom väterlichen Freund Robert Havemann, mit dem er das Los des Geächteten teilte. Er führt uns in die absurde Welt der DDR-Diktatur mit ihren Auswüchsen, aber auch ihren täglichen Dramen menschlicher Widerständigkeit. Und er erzählt von seinen in den Westen geschmuggelten, im Osten heimlich kursierenden Liedern, deren »Verskunst, robuste Rhetorik und gewaltige Sprachkraft« Marcel Reich-Ranicki lobte. Bei aller Heftigkeit des Erlebten lesen sich Biermanns Erinnerungen wie ein Schelmenroman in bester schweijkscher Manier. Ein einzigartiges Zeitzeugnis.
Eine Sammlung von Gedichten, die die Hauptstadt des wiedervereinigten Deutschland porträtieren
Der Dichter Wolf Biermann ist bekannt als politischer Rebell. Es gibt da allerdings noch einen anderen Wolf Biermann, der bislang sehr viel weniger kenntlich war. Biermanns neues Buch Mensch Gott! versammelt Gedichte und Texte aus fünf Jahrzehnten. Zeugnisse eines Ungläubigen im lebenslangen Disput mit Gott, und – nicht zu vergessen – mit »Gottes Bodenpersonal« aller Glaubensrichtungen. Biermann steckt »dem Hirten ins Gebetsbuch« sein Gedicht. Er erzählt vom Zweifel am »Kinderglauben« und vom irdischen Sinn der göttlichen Auferstehung. Ein Spottlied vom »armen Teufel« und ein Bekenntnis zum »Phantomschmerz aus dem Paradiese«. Biermann erklärt, warum ausgerechnet die schwarze Madonna den Aufsässigen den Rücken stärkt. Texte voll Ermutigung und Hoffnung, Trost, aber auch Zorn und manchmal fast zärtlichem Sarkasmus. Kein Wunder, daß sein Lied »Ermutigung« es bis ins Gesangbuch der protestantischen Schwedischen Kirche geschafft hat.
Ein literarisches Ereignis: Neue Gedichte von Wolf Biermann, dem "echten Erben Heinrich Heines" (Marcel Reich-Ranicki), der in diesem Jahr seinen siebzigsten Geburtstag feiert. Große Lyrik, die melancholisch und kämpferisch ist, schnodderig und poetisch, böse und zart und immer vital.
Preußischer Ikarus - Lieder, Balladen, Gedichte - Prosa - bk1294; DTV Verlag; Wolf Biermann; pocket_book; 1981
Hetzlieder, Gedichte, Balladen.Mit Noten zu allen Liedern
Seit mehr als fünf Jahrzehnten ist Wolf Biermann vor allem eines: Liederdichter. Von Hanns Eisler ermutigt, hat er bereits Ende der 1950er Jahre begonnen, zu komponieren und seine Verse zu singen. Es sind Lieder zwischen »aufständischer Wut und ganz leise werdender Melancholie«, wie Fritz Raddatz einmal schrieb. Der Band versammelt eine Auswahl von Liedern und Gedichten aus fünfzig Jahren, vor allem jene, die in Biermanns Leben eine Schlüsselrolle gespielt haben – wie das Lied »Ermutigung«, das zur heimlichen Hymne der politischen Häftlinge in der DDR wurde, Spottlieder wie die »Stasiballade« oder »Die hab ich satt!«, aber auch die kurz vor der Ausbürgerung geschriebene »Ballade vom preußischen Ikarus«, erstmals gesungen im legendären Kölner Konzert 1976. Die »Ballade von den verdorbenen Greisen« über das Politbüro der SED, die Biermann am 1. Dezember 1989 in Leipzig sang, als er erstmals wieder in der DDR auftreten durfte, und Lebenslieder wie das nach dem Mauerfall verfasste »Nur wer sich ändert, bleibt sich treu« oder »Heimat« aus dem Jahr 2006 runden die poetische Sammlung ab.
Geboren am 5. 10. 1936 in Prag, erlangte der Autor aufgrund seiner «bourgeoisen» Herkunft nur auf Umwegen eine Ober- und Hochschulbildung. Nach einer Lehre als Chemielaborant und dem Abitur an einer Abendschule 1954 debütierte er 1955 mit Kritiken in der Zeitschrift «Kveten» und veröffentlichte später in bedeutenden tschechischen Literaturzeitschriften. Sein erstes Stück, der Einakter «Rodinný vecer», entstand 1959. Nach der sowjetischen Okkupation widersetzte er sich der neostalinistischen Gleichschaltung, erhielt ein Publikationsverbot und wurde wegen seiner Beteiligung an Protestaktionen schikaniert und observiert. 1977 wurde er als Mitbegründer und Sprecher der Charta 77 zu vierzehn Monaten Gefängnis verurteilt. Danach folgte Hausarrest aufgrund seiner fortgesetzten Bürgerrechtsaktivitäten. 1979 erhielt er eine Verurteilung zu viereinhalb Jahren Haft, von der ihm nur die letzten Monate wegen einer lebensgefährlichen Erkrankung erlassen wurden. Im Januar 1989 wurde er erneut festgenommen und zu neun Monaten verschärfter Haft verurteilt, jedoch nach weltweiten Protesten im Mai entlassen. Am 29. 12. 1989 wurde er zum Präsidenten der CSFR gewählt. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Österreichischen Staatspreis für europäische Literatur (1969) und den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels (1989). Elsbeth Wolffheim, die Germanistik und Slawistik studierte, war als Literaturkritikerin tätig und Mitglied des PEN
Lyrik zum Thema Freundschaft
German
Op 23 september 1939 speelt de jonge pianist Wladyslaw Szpilman een Chopin-recital, terwijl bombardementen de zaal teisteren. Een half uur later wordt de Poolse Omroep getroffen, en de radio is uit de lucht. De gevolgen van de bezetting zijn verschrikkelijk: het getto, de joodse opstand en deportaties. Terwijl zijn familie en vrienden worden vermoord, overleeft Szpilman in de verwoeste stad, mede dankzij Poolse verzetsstrijders. Uiteindelijk wordt hij gered door de Duitse officier Wilm Hosenfeld, die hem Chopin hoort spelen, dezelfde nocturne die hij op 23 september 1939 speelde. Szpilman schreef zijn opmerkelijke overlevingsverhaal direct na de oorlog, gepubliceerd in 1946, maar het werd snel door het Stalinistische regime verboden. Zijn verhaal is zowel verbijsterend als bemoedigend, een triomf van de menselijke geest. Het toont aan dat zelfs in het antisemitische Polen mensen hun leven waagden om joden te redden. Van de 3,5 miljoen joden in Polen overleefden slechts 240.000 de oorlog. Van de 16.000 niet-joodse verzetsstrijders die in Yad Vashem worden herdacht, is een derde Pools. Dit boek belicht de moedige daden van deze mensen, die met gevaar voor eigen leven en dat van hun families handelden, en onthult een vrijwel onbekende kant van de Tweede Wereldoorlog.