Bildbiographie in German
Fritz J. Raddatz Books
Fritz Joachim Raddatz was a prominent German literary critic and writer, known for his insightful analyses of German literature. He contributed significantly through his essays, novels, and biographies, shaping literary discourse with his distinctive voice. Raddatz's work offered a sharp perspective on the literary landscape, leaving a lasting impact on the understanding of German literary traditions. His keen observations and critical evaluations made him a formidable presence in the literary world.




![Die ZEIT-Bibliothek der 100 [hundert] Sachbücher](https://rezised-images.knhbt.cz/1920x1920/73841763.jpg)

Die ZEIT-Bibliothek der 100 [hundert] Sachbücher
- 383 pages
- 14 hours of reading
Die ZEIT-Bibliothek der 100 Bücher war eine pädagogisch ambitionierte Artikelserie der Feuilleton-Redaktion der Wochenzeitung Die Zeit. Begonnen 1978, wurde in den folgenden zwei Jahren Woche für Woche eine Rezension zu einem Werk der Weltliteratur veröffentlicht.1980 erschien eine Buchausgabe dieser Essays im Suhrkamp Verlag, herausgegeben von Fritz J. Raddatz, deren Verkaufserfolg das große Interesse an dieser Art Kanonbildung bestätigte; die Essaysammlung liegt 2009 in der unveränderten 13. Auflage vor.Der Erfolg der Unternehmung führte dazu, dass das Projekt fünf Jahre später um eine Sammlung ZEIT-Bibliothek der 100 Sachbücher ergänzt wurde, die Buchausgabe 1984 besorgte wiederum Raddatz als Herausgeber.
Ein «Riesenschnörkel» steht am Anfang dieses Buchs. Ein junger Mann in Ostberlin staunt darüber. Der junge Mann heißt Fritz J. Raddatz, damals, als die Geschichte dieses Buches beginnt, stellvertretender Cheflektor des Ostberliner Verlags Volk und Welt; der Schnörkel ist die Unterschrift, in ihrem Schwung nicht leicht zu entziffern auf Briefen und Verträgen, von Heinrich Maria Ledig-Rowohlt. Ende der fünfziger Jahre lernen beide sich kennen, und aus dem Schnörkel wird eine Person, dann auch ein literarischer Gefährte, ein «Chef», ein Freund, ein Mit-Abenteurer auf den Beutezügen in die deutsche und die ausländische Literatur. Davon erzählt dieses Buch: wie das deutsche Verlagswesen nach dem Krieg neu begann und wie im Rowohlt-Verlag, Reinbek, zwei Männer in gemeinsamer Begeisterung für die Literatur einen internationalen Verlag schufen, wie er nicht seinesgleichen hatte. Dieses Buch ist ein Denkmal aus Worten, eine Erinnerung, es ist aufbewahrtes Wissen um einen Mann, der einer der entscheidenden Modernisierer des deutschen Verlagswesens gewesen ist. Normalerweise bleiben von Verlegern nur die Bücher, die sie herausgebracht haben: Was es aber darüber hinaus zu sagen gibt über Heinrich Maria Ledig-Rowohlt, das steht, mitreißend erzählt, empfindungsgenau in der Zustimmung wie im Widerspruch, in diesem Buch.
Gottfried Benn
- 320 pages
- 12 hours of reading
Sind Sie Benn-Kenner? Wenn nicht, setzt die Lektüre dieses Buches viel voraus. Als erster Zugang zum Autor ist das Werk von Raddatz nicht geeignet. Besser bedient sind Sie mit Benns Gedichten in der Fassung der Erstdrucke. Beginnen Sie nicht mit den frühen Leichen- und Krebsbarackenversen, sondern gehen Sie weiter hinten. Wenn Sie dann immer noch nicht verzaubert sind, lassen Sie Benn einfach weg. Liebhaber des Dichters werden Raddatz kritisch sehen. Er ist ein Getriebener, der ein Leben lang Wörterberge verschlungen hat, und seine eigenen Eruptionen führten zu oft verrissenen Büchern. Nun hat Raddatz sich selbst zum 70. Geburtstag ein Benn-Buch geschenkt. Bringt es etwas Neues? Kaum, da Werner Rübe 1993 bereits alles zusammengefasst hat, was Briefwechsel und Archive hergeben. Der Reiz bei Raddatz liegt in seiner rhapsodischen Herangehensweise, die große Benn-Komplexe in Kapiteln wie Pfarrhaus, Frauen, Nietzsche und Faschismus behandelt. Er findet schöne Bilder für den bemerkenswerten Benn, etwa als "Flaneur der Düsternis, ein Jäger der Dämmerung". Raddatz formuliert präzise und griffig. Dieser Groß-Essay weckt Appetit auf mehr – mehr kann eine Dichterbiografie nicht leisten.
Unruhestifter
- 494 pages
- 18 hours of reading
Fritz J. Raddatz zählt zu den großen Feuilletonisten und Literaturkritikern unserer Zeit. Fast 50 Jahre lang hat er in unterschiedlicher Funktion dem deutschen Literaturbetrieb wichtige Impulse gegeben, hat heftige Debatten ausgelöst, Maßstäbe gesetzt. Nun legt er seine Memoiren vor. Der Rückblick auf sein bewegtes Leben ist zugleich ein kulturhistorisches Panorama der vergangenen Jahrzehnte
Ein Buch wie dieses hat es noch nicht gegeben. Es beschreibt die deutschen Intellektuellen und die bundesrepublikanische Gesellschaft auf eine Weise, die so klar und prägnant nie zuvor festgehalten wurde: mit einem scharfen, subjektiven Blick, der sowohl einfühlsam als auch treffend ist. Dieses Werk, das von der Kritik lange ersehnt wurde, stellt den großen Gesellschaftsroman der Bundesrepublik dar – ein Porträt unserer Zeit. Fritz J. Raddatz, als einer der widersprüchlichsten Intellektuellen seiner Generation, bringt Witz und Eigensinn zusammen. Er ist geistreich, gebildet, streitbar und umstritten, stets geprägt von einem Gefühl der Unzugehörigkeit. Bereits in den sechziger Jahren bemerkte Erich Kuby, dass für jemanden wie Raddatz in Deutschland kein Platz sei. Dieses Urteil spiegelt sich im Lebensgefühl des Tagebuchschreibers wider. Raddatz tritt unmaskiert auf, als hochmütiger Melancholiker, treuer Freund, Hypochonder und Misanthrop. Die Aufzeichnungen reichen von seinen letzten Jahren als Feuilletonchef der ZEIT bis zum Beginn des neuen Jahrhunderts, wobei die deutsche Wiedervereinigung und der Fall der Mauer als zentraler, kontroverser Punkt hervorgehoben werden.
Literarische Grenzgänger
- 271 pages
- 10 hours of reading
Eros und Tod
- 271 pages
- 10 hours of reading



