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Gerhard Roth

    June 24, 1942 – February 8, 2022

    Gerhard Roth is perhaps the most significant writer to emerge from the "hot-bed of geniuses," Forum Stadtpark, which has radically influenced German letters over the last two decades. His diverse body of work, encompassing experimental novels, plays, and a children's book, has garnered him numerous major awards, and several of his books have been adapted into films. He is an author who explores uncomfortable territory, with his writing often revolving around extreme mental states and behaviors.

    Voluntary Action
    The Odyssey of Michael Aldrian
    Hell Is Empty - And All the Devils Are Here!
    The plan
    The labyrinth
    There Is No Evil Angel But Love
    • There Is No Evil Angel But Love

      • 194 pages
      • 7 hours of reading

      The story follows Lilli Kuck as she travels to Venice after her husband's mysterious death, delving into his notebook and retracing his last days. As she uncovers hidden secrets about her late husband, Lilli confronts her own understanding of their relationship. Her investigation takes a dark turn when she witnesses a murder and finds herself in danger. Ultimately, this journey not only seeks answers about her husband's life but also leads Lilli to a deeper exploration of her own identity and the complexities of existence.

      There Is No Evil Angel But Love
      1.0
    • The plan

      • 249 pages
      • 9 hours of reading

      In The Plan, Gerhard Roth’s main character, Konrad Feldt, is not properly a criminal – his supervisor privately hands him a stolen Mozart autograph along with the name of an art dealer prepared to purchase it, before he commits suicide in Feldt’s presence; however, Feldt is indirectly complicit in the crime by not reporting it and by not surrendering the costly artifact. He takes the autograph and travels around the world to Japan in hopes of exchanging the invaluable autograph for a million dollars. For Feldt, a middle-aged, middle-class civil servant, a librarian in Vienna’s Nationalbibliothek addicted to reading, this prize represents a fleeting opportunity to alter his structured, hollow existence. But our educated European finds himself in an unfamiliar environment – the inscrutable language and culture of Japan – where his perceptions and thus his rational “plan” for wealth and a new life are jeopardized. (from publisher's website)

      The plan
      3.4
    • The story follows Emil Lanz, an Austrian translator in Venice, who faces a mid-life crisis that leads to a suicide attempt, interrupted by witnessing a murder. As mobsters target him, he fights back, altering his life dramatically. With the help of an eccentric billionaire, Emil grapples with his new reality, questioning whether he has entered a different dimension, an afterlife, or if he is merely insane. The narrative explores themes of survival, identity, and the nature of reality in the face of chaos.

      Hell Is Empty - And All the Devils Are Here!
      3.2
    • The Odyssey of Michael Aldrian

      • 360 pages
      • 13 hours of reading

      A retired opera prompter finds himself ensnared in a web of intrigue when he travels to Venice for the holidays, only to discover his brother and sister-in-law missing. While attempting to write a travel guide, he faces threats and violence, leading to a chilling package containing their severed hands. As he delves deeper into the mystery, Aldrian becomes an unwilling participant in a deadly game, navigating the flooded city and confronting his own sanity amidst the chaos.

      The Odyssey of Michael Aldrian
    • Voluntary Action

      Brains, Minds, and Sociality

      • 392 pages
      • 14 hours of reading

      We all know what a voluntary action is - we all think we know when an action is voluntary, and when it is not. Yet, performing an action and defining it are different matters. What counts as an action? When does it begin? Does the conscious desire to perform an action always precede the act? If not, is it really a voluntary action? This is a debate that crosses the boundaries of philosophy, neuroscience, psychology and social science. This book brings together some of the leading thinkers from these disciplines to consider this deep and often puzzling topic. The result is a fascinating and stimulating debate that will challenge our fundamental assumptions about our sense of free-will.

      Voluntary Action
    • Ein achtunddreißigjähriger Buchhändler aus Wien, verheiratet und unsicher, wird von seiner Frau manchmal gehasst. Nach der Scheidung flieht Daniel Haid nach Amerika, um der Einsamkeit und seinen Erinnerungen zu entkommen. In San Francisco beginnt seine verzweifelte Suche nach Identität im Chaos von Sicherheit, Reichtum, Armut und Gewalt. Sucht nach Erfahrungen treibt ihn in die Schrecken der amerikanischen Realität, wo er das Leid und die Lust der Verzweifelten um ihn herum wie ein Schlafwandler wahrnimmt. Um sich zu schützen, schlüpft er in fremde Rollen, besonders die des Detektivs Philipp Marlowe, der immer weiß, was zu tun ist. Doch diese Rolle zieht ihn in einen Kriminalfall und einen Mordverdacht hinein. In Panik flieht er nach Los Angeles, verfolgt von Erinnerungen, und reist weiter nach Las Vegas und New York. Unter dem Druck von Angst und Bedrohung wandelt sich sein Realitätsempfinden in eine selbsterfüllte Wahrnehmung. Ein starkes Gefühl der Liebe überwindet schließlich seinen langen Traum. Der Autor schafft einen modernen Entwicklungsroman, in dem die innere Spannung durch die äußeren Elemente der Kriminalgeschichte vorangetrieben wird. Die Verbindung von Poesie und Realität, die der Protagonist schätzt, spiegelt sich in seiner Selbstfindung im Chaos einer entfremdeten Welt wider.

      Der grosse Horizont
      4.9
    • Im Irrgarten der Bilder

      Die Gugginger Künstler

      • 358 pages
      • 13 hours of reading

      Die Künstler von Gugging: ein faszinierender Einblick in eine fantastische Bilderwelt mit bisher unveröffentlichtem Fotomaterial. 1976 fuhr Gerhard Roth zum ersten Mal nach Gugging, in die Landesnervenheilanstalt nahe Wien, um den Leiter Leo Navratil und den Dichter Ernst Herbeck zu besuchen. Herbeck lebte in Gugging, mit anderen Patienten, die wie er an chronischen psychischen Erkrankungen litten, später wurde dort das so genannte „Haus der Künstler“ eingerichtet. Es war der Auftakt für eine tiefgreifende Auseinandersetzung, die bis heute anhält und Gerhard Roth stark geprägt hat. In der Folge besuchte er sie alle und immer wieder: August Walla, Johann Hauser, Oswald Tschirtner, heute ohne Ausnahme Künstler von Weltruf, aber auch die Vertreter der „zweiten Generation“ wie Arnold Schmidt, Karl Vondal, Leonhard Fink u. a. Roth war nicht nur von ihrer Kreativität beeindruckt, sondern auch von den Persönlichkeiten der Künstler und der Einheit von Leben und Werk, die er in ihnen erkannte. Dieses Buch dokumentiert eine bereits 35 Jahre dauernde Begegnung: mit zahlreichen Abbildungen der Künstler und ihrer Werke sowie Texten von Gerhard Roth über ihr Leben und ihre Bilder. Mehr als 300 seiner Fotografien zeigen sein tiefes Verständnis für das Leben und Schaffen dieser aussergewöhnlichen Menschen.

      Im Irrgarten der Bilder
      5.0
    • Portraits

      • 317 pages
      • 12 hours of reading

      Mehr als dreißig Jahre lang hat Gerhard Roth neben seiner Arbeit als Romancier Menschen porträtiert, die zu den größten und bemerkenswertesten ihres Faches gehören. Viele dieser aus intensiven Begegnungen entstandenen Porträts widmen sich bedeutenden Autoren wie Elias Canetti, Max Frisch oder Thomas Bernhard, andere beschäftigen sich mit außergewöhnlichen künstlerischen Außenseitern wie August Walla, Bruno Gironcoli und Franz Gsellmann. Darüber hinaus spannt sich der Bogen weit: vom Bombenleger und mehrfachen Mörder Franz Fuchs bis zum Fußballtrainer Ivan Osim, vom »Zirkuskünstler« André Heller bis zum legendären österreichischen Bundeskanzler Bruno Kreisky. Vincent van Gogh: Geheimnisse und Wahrheiten – Max Frisch: Fuchsjagd an den Ufern des Zürichsees – Elias Canetti: Im Spiegelkabinett der zweitausend Masken – Thomas Bernhard: Der lebendige Tote – Bruno Kreisky: Ein österreichisches Schauspiel – Simon Wiesenthal: Der Ingenieur der Erinnerung – Franz Fuchs: Das Bombenhirn – Franz Gsellmann: Die Weltmaschine am Ende der Welt – August Walla: Die Welt im Zimmer – Bruno Gironcoli: Der Künstler als Regent des Chaos – Günter Brus: Eine abenteuerliche Reise durchs Gehirn – Ivan Osim: Der schweigende Merlin des Fußballsports – André Heller: Ein Circustraum – Tennessee Williams: Der Schlangenbeschwörer – Eugène Ionesco: »Ich habe alle meine Fässer geleert« – Abschied von Wolfgang Bauer

      Portraits
      5.0
    • Die erste Erinnerung ist ein flackernder Schwarzweißfilm: Winter 1945, ein Fliegerangriff auf einen Zug, den das Kind überlebt. Zwanzig Jahre später ist aus dem Kind ein junger Medizinstudent geworden, der in der Anatomie der Grazer Universität Leichen seziert und heimlich ersten Schreibversuchen nachhängt. Dazwischen entfaltet sich ein Leben in unvergesslichen Geschichten und exemplarischen Szenen: meisterhaft und aus dem überwältigenden Reichtum der Erinnerung erzählt Gerhard Roth von den Bedrängnissen durch Elternhaus, Schule und Religion, aber auch von der Flucht in die Wunderwelten des Kinos und der Literatur und vom Glück, Menschen zu begegnen, die das eigene Leben für immer verändern.Mit Aufrichtigkeit und Hingabe erzählt Gerhard Roth vom Rätsel der Kindheit und dem Wagnis des Erwachsenwerdens: von der Entdeckung des eigenen Ich und dem Weg ins Leben, vom Gang der Zeit und dem Wunder der Erinnerung.

      Das Alphabet der Zeit
      4.6
    • Im tiefen Österreich

      • 209 pages
      • 8 hours of reading

      Im tiefen Osterreich ist der erste Rand des Romanzyklus Die Archive des Schweigens von Gerhard Roth. Er kann jedoch auch als ein selbständiger Text- und Bildband über Gegenwart und Geschichte des \"tiefen Österreich\" betrachtet werden. Das Buch enthält einen umfangreichen Teil mit historischen Abbildungen über das Leben in der österreichischen Provinz und - in sechs Abteilungen gegliedert - Aufnahmen, die Roth gleichsam als visuelle Tagebuchaufzeichnungen wahrend der Arbeit an seinem Romanzyklus von Menschen und Landschaft in der Südsteiermark gemacht hat.

      Im tiefen Österreich
      4.7
    • Die Archive des Schweigens: 1. Im tiefen Österreich2. Der Stille Ozean3. Landläufiger Tod4. Am Abgrund5. Der Untersuchungsrichter6. Die Geschichte der Dunkelheit7. Eine Reise in das Innere von Wien

      Die Archive des Schweigens
      4.6
    • Orkus

      Reise zu den Toten

      32 Jahre lang hat Gerhard Roth an seinen beiden Romanzyklen »Die Archive des Schweigens« und »Orkus« gearbeitet – ein einzigartiger Kosmos der Literatur und des Denkens, der neben klassischen Romanen auch dokumentarische und essayistische Bände umfasst. Der Band »Orkus« ist der Schlussstein dieser monumentalen Arbeit: ein autobiographischer Roman, in dem das Leben des Autors mit dem seiner Figuren auf faszinierende Weise verschmilzt. »Orkus« ist die Essenz eines Schriftstellerlebens: ein Buch über das Wesen des Menschen, die Wahrnehmung der Welt, die Suche nach einer anderen Wirklichkeit. Eine lange Reise zu den Toten und der grandiose Versuch, das Leben zu verstehen, ohne es zu zerstören. Zum Werk von Gerhard Roth gibt Auskunft der Materialienband »Die Zeit, das Schweigen und die Toten«, herausgegeben von Jürgen Hosemann.

      Orkus
      4.5
    • Die Imker

      Roman

      • 560 pages
      • 20 hours of reading

      Es ist der Morgen des 1. April, als etwas Ungeheures geschieht: Ein gelber Nebel zieht auf, der die Menschen buchstäblich in Luft auflöst. Aber nicht alle Menschen sind verschwunden, stellt Franz Lindner fest, der Erzähler dieses alle Grenzen sprengenden Romans. Er selbst hat als Patient einer Einrichtung für psychisch beeinträchtigte Künstlerinnen und Künstler die Katastrophe überlebt – wie auch die anderen Patienten, Ärzte und Besucher. So unfasslich das Ereignis ist, so konkret muss der Alltag jetzt organisiert werden. Eine Dorfgemeinschaft aus Bienenzüchtern entwickelt sich, und Franz Lindner wird ihr Chronist. Aber die neue Welt ist keine friedliche: Gewalt, Hass und Eifersucht sind nicht verschwunden, und auch die Natur scheint sich vom Menschen befreien zu wollen. Zwei Jahre begleiten wir »die Imker« durch eine Welt, in der Traum und Wirklichkeit nicht zu unterscheiden sind. Dann macht ein weiteres unerklärliches Ereignis der Geschichte ein überraschendes Ende. Gerhard Roths »Die Imker« ist ein philosophischer Roman im Setting einer Dystopie. Er behandelt die Entstehung von Gesellschaft und das Wesen des Menschen, vor allem die Bedeutung des Unbewussten und das Rätsel des Todes. Es ist das Spätwerk eines großen Autors, der in einem parabelartigen Gedankenspiel noch einmal alle Motive seines Denkens und Schreibens versammelt.

      Die Imker
      4.5
    • Als zu Beginn der siebziger Jahre Gerhard Roth seine ersten Kurzromane publizierte, horchten die Kritiker auf: Er hatte einen neuen Ton in der Literatur angeschlagen. Seine fünf Kurzromane segeln bei Kennern unter dem Stichwort »Schizophrenie-Romane«. Es waren, wie der Kritiker und Literaturwissenschaftler Jörg Drews schrieb, »raffinierte Recherchen in Grenzgebieten des Bewußtseins, wo die Anfänge paranoider Deformation die Wahrnehmung der Welt verzerren und zugleich die Wahrheit über die Monstrosität unserer Innen- und Umwelt zum Vorschein kommt, gerade weil die „gesunden“, kontrollierten Selektionen der Wahrnehmungen außer Kraft geraten.« Bevor Roth seinen endgültigen Durchbruch mit seinen großen Romanen schaffte – und dafür mit Preisen ausgezeichnet wurde – und seitdem in einem Atemzug mit Handke oder Bernhard genannt wird, hat er gezeigt, »daß er Bewußtseinszustände, die an der Grenze zur Schizophrenie liegen und schließlich in sie umkippen, mit sparsamen Mitteln und mit einem für den Leser faszinierenden und irritierenden Sog darstellen konnte«. (Drews)

      Die Autobiographie des Albert Einstein
      5.0
    • Gerhard Roth, geboren 1942, ist promovierter Philosoph und promovierter Biologe. Seit 1976 ist er Professor für Verhaltensphysiologie und Entwicklungsneurobiologie am Institut für Hirnforschung der Universität Bremen, seit 2016 leitet er zudem das Roth Institut in Bremen. Von 1997 bis 2008 war er Rektor des Hanse-Wissenschaftskollegs, von 2003 bis 2011 Präsident der Studienstiftung des Deutschen Volkes, außerdem ist er Mitglied der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften. Für sein Werk erhielt er zahlreiche Auszeichnungen, zuletzt den Life Achievement Award. Gerhard Roth gilt als einer der bedeutendsten Neurowissenschaftler im deutschsprachigen Raum, seine Bücher erreichen regelmäßig Bestsellerstatus.

      Aus Sicht des Gehirns
      4.4
    • Coaching, Beratung und Gehirn

      Neurobiologische Grundlagen wirksamer Veränderungskonzepte

      Das Buch beleuchtet das Thema Coaching aus neurobiologischer sowie psychologischer Perspektive und bietet fundierte Grundlagen für eine wirksame Beratungspraxis. Es erläutert Faktoren, welche die Entwicklung und Veränderbarkeit von Persönlichkeit sowie Erlebens- und Verhaltensweisen bedingen, und vermittelt ein tiefgreifendes Verständnis verschiedener Interventionsansätze und ihrer Wirkungsweise. Die wichtigste Aufgabe eines Coaches ist es, den Klienten dabei zu unterstützen, einschränkende Erlebens- und Verhaltensmuster zu erweitern. Die Autoren schildern, mit welchen neurowissenschaftlich fundierten Methoden dies in der beratenden Praxis gelingen kann. Das Buch wirft einen differenzierten Blick auf verschiedene Veränderungsebenen und -strategien sowie auf die Wirksamkeit von Coaching-Interventionen. Ein neurowissenschaftliches Standardwerk für qualitativ hochwertige Beratung. - Gerhard Roth ist »der bedeutendste Naturwissenschaftler im deutschsprachigen Raum« (Zeitschrift Cicero) - Alica Ryba ist erfahrene Coaching-Praktikerin Dieses Buch richtet sich an: - Alle Coaches - Alle Psychologischen BeraterInnen - PsychotherapeutInnen

      Coaching, Beratung und Gehirn
      4.3
    • Körperlich Verstörte, so heißt es, erfahren für ihr Leiden häufig einen gelinden Ausgleich, indem sie sich in anderen Sinnesbereichen besonders befähigen. Die Hauptperson Franz Lindner in Gerhard Roths Roman ›Landläufiger Tod‹ ist stumm. Er muß genauer als andere beobachten und nachdenken, und wenn er sich ausdrücken will, muß er es aufschreiben. In seinen Niederschriften entsteht ein poetisches Bild seiner Umgebung und unserer Zeit, in dem »alle Menschen und Geschichten aus der Luft gegriffen sind«. Lindner erzählt in diesem Buch ganz real Stationen seines Lebens, entwirft sich in ausschweifenden Episoden die Welt neu und zeichnet vor allem den verwirrend vielfältigen Mikrokosmos eines kleinen Dorfes auf, in dem es alles, nur keine Idylle gibt. Auswegloses Elend verbindet die Bewohner des kleinen südostösterreichischen Fleckens. »Roths Phantasie beginnt dort zu arbeiten«, schrieb ›Der Spiegel‹ zum ›Landläufigen Tod‹, »wo menschliche Erkenntnis aufhört. Sie füllt die Leerstellen, in die Wissenschaftler und Philosophen nicht eindringen können.« Roths Roman von der »Verrücktheit« Franz Lindners ist zugleich das Buch von dessen Hellsichtigkeit.

      Die Archive des Schweigens: Landläufiger Tod
      4.2
    • Am letzten Tag des Jahres gibt der Lehrer Nagl seinen Beruf auf. Er verläßt Österreich und macht mit seiner Freundin Anna eine Reise durchs winterlich helle Italien. »›Vielleicht‹, dachte er plötzlich, ›ist es wirklich das Gescheiteste, sich dem Leben anzuvertrauen, wie man sich dem Tod anvertraut, auch wenn die Nähe zum Leben eine Nähe zu den Schrecken des Lebens bedeutet.‹« Während der Reise zerbricht die Beziehung zu dem Menschen, der ihm am nächsten steht. Anna fährt nach Österreich zurück. Er bricht auf nach Fairbanks, Alaska, in die Kälte. Nagls Geschichte ist die Geschichte einer großen, schmerzvoll erfahrenen Resignation gegenüber allen bis dahin gelebten Sicherheiten (Heimat, Beruf, Liebe, Reli-gion, soziale Bindungen). Die Radikalität dieses existenziellen Ansatzes und genaue Darstellung aller sinnlichen und emotionalen Wahrnehmungen lassen seine Selbstanalyse zur Analyse dieser Zeit werden. Nicht in gesicherten Verhältnissen vermag Nagl Ruhe, Wärme und Geborgenheit zu finden, er vermutet sie in der Einsamkeit des ›ewigen Eises‹.

      Winterreise
      4.2
    • Das Gehirn und seine Wirklichkeit

      Kognitive Neurobiologie und ihre philosophischen Konsequenzen

      • 383 pages
      • 14 hours of reading

      Roth, Das Gehirn und seine Kognitive Neurobiologie und ihre philosophischen Konsequenzen (suhrkamp taschenbuch wissenschaft). Taschenbuch. Mit leichten Gebrauchsspuren am Softcover.

      Das Gehirn und seine Wirklichkeit
      4.1
    • Kopf oder Bauch?

      • 157 pages
      • 6 hours of reading

      Warum schreiben Menschen auf Zigarettenpackungen die Warnung, dass Rauchen tödlich sein kann? Weil wir es dem Einzelnen nicht zutrauen, immer diejenige Entscheidung zu treffen, die die Allgemeinheit für die richtige hält. Für eine Antwort auf die Frage>>Was soll ich tun?< >falschen<<Entscheidungen zu bewahren. Diese Gefahr wird offensichtlich als groß eingestuft. Anders als es eine vernunftgeprägte Ethik nahe legt, fügen sich selbst ethische Entscheidungen vollständig in ein System der Ökonomie ein. Ökonomie ist hierbei als die Organisation unserer Lebensbedürfnisse zu verstehen: Unser Gehirn versucht nach Möglichkeit alles zu vereinfachen und schonend mit seinen Ressourcen umzugehen. Dadurch ist es einer Denkökonomie verpflichtet. Die Autoren des Buches erörtern die Frage, wie sich unser Bild von Ökonomie, Ethik, Moral und Entscheidung verändert, wenn wir die Ergebnisse der neueren Hirnforschung ernst nehmen

      Kopf oder Bauch?
      4.0
    • Der Untersuchungsrichter

      die Geschichte eines Entwurfs

      • 171 pages
      • 6 hours of reading

      Der Untersuchungsrichter beschreibt die dunkle Höhle des Lebens, in der Ängste hausen, denen sich der Erzähler radikal aussetzt. Er nimmt die Herausforderung in einem System der Systemlosigkeit an, in dem es a priori keine Gerechtigkeit und Gesetzmäßigkeit gibt, wobei er die Justiz als markanteste Scheinverfestigung ansieht. Sonnenberg untersucht nicht nur Kriminalfälle, sondern auch die sogenannte Wirklichkeit, die ihm immer mehr entgleitet. Er erkennt, dass Tatsachen nur Übereinkünfte sind und dass die Justiz Ausdruck der Angst ist, die die Gesellschaft vor sich selbst hat. Immer mehr verliert er sich in einer halluzinierten Welt, bis er zwischen alltäglichen Erfahrungen und Wachträumen nicht mehr unterscheiden kann. Die Justiz erfindet die Welt, die sie benötigt, und diese paranoide Welt ist selbst eine Welt des Verbrechens. Den Untersuchungsrichter begleitet der sprechende Hund Schwiff, der die Vernunft verkörpert und die Rolle des Verbrechens in der alltäglichen Wahnwelt erfasst. Auch er kann sich dem Verbrechensprozess nicht entziehen. Der Erzähler unterbricht immer wieder die fragmentarischen Ereignisse, erkennt jedoch, dass seine Gedankensplitter nicht gegen die Welt des Verbrechens bestehen können. So wird Sonnenberg zum Erzähler, der sich selbst untersucht. Beide erkennen schließlich, dass der Schlüssel zum Verständnis von Opfern und Tätern im Wissen des Menschen über sich selbst liegt.

      Der Untersuchungsrichter
      3.5
    • Die Hirnforschung ist nach wie vor eines der faszinierendsten und meistdiskutierten Unter-suchungsgebieten in den Naturwissenschaf-ten. Ständig sind neue Erfolgsmeldungen zu verzeichnen, doch sind immer noch viele - vielleicht sogar immer mehr? - allgemeinin-teressierende Fragen offen, man denke nur an das Leib-Seele-Problem oder die Simulation von Hirnvorgängen durch Computer. Doch wo sind die Grenzen heute, wo in der Zu-kunft? Welche Funktionen dürfte man und in welcher Vollständigkeit klären können? Wissenschaftler beantworten in diesem Buch die Fragen aus der Sicht ihrer jeweiligen Dis-ziplin. Zu den Autoren zählen u. a. Ansgar Beckerman, Hans Flohe, Ernst Florey, Ran-dolf Menzel und Eckhart Scheerer. Auf ver-ständlichem Niveau wird der Leser in ein breites Spektrum fachübergeifender, natur-wissenschaftlicher und philosophischer Fra-gestellungen eingeführt.

      Kopf-Arbeit
      3.0
    • Die Stadt

      Entdeckungen im Inneren von Wien

      Ein grandioses Porträt der Stadt Wien und ihrer Bewohner: ein literarischer Reiseführer, eine Erkundung der menschlichen Seele. In den fast zwanzig Jahren nach Erscheinen seines legendären Essaybands »Eine Reise in das Innere von Wien« hat Gerhard Roth unermüdlich weiter die Stadt erforscht, in der er seit vielen Jahren lebt. Seine neuen Erkundungsgänge führen ihn hinter die Kulissen des Naturhistorischen Museums und der Nationalbibliothek, durch das k. k. Hofkammerarchiv und die Wunderkammern der Habsburger, ins Josephinum und in das der Öffentlichkeit unzugängliche Gerichtsmedizinische Museum – grandiose Essays über menschlichen Größenwahn, Sammelwut und den Kampf gegen die Vergänglichkeit. Das Uhrenmuseum und der Zentralfriedhof – die Zeit und der Tod – sind die Leitmotive dieses Schreibens, im Mittelpunkt aber steht immer der Mensch: Gerhard Roths präzise Beschreibungen des Wiener Blindeninstituts und des Bundes-Gehörloseninstituts weiten sich zu einer bewegenden Geschichte der Ausgrenzung, und sein Besuch des Flüchtlingslagers Traiskirchen wird zur Studie über Menschlichkeit in einer globalisierten Welt.

      Die Stadt
      4.0
    • Die Geschichte der Dunkelheit

      Ein Bericht

      • 160 pages
      • 6 hours of reading

      Mit dem Bericht ›Die Geschichte der Dunkelheit‹ schließt Gerhard Roth seinen siebenbändigen Romanzyklus ›Die Archive des Schweigens‹ ab. Die Lebensgeschichte des Wiener Juden Karl Berger wird erzählt, der in der Leopoldstadt aufwächst und sich mehr als Österreicher denn als Jude fühlt. In den frühen dreißiger Jahren machen sich jedoch antisemitische Ressentiments bemerkbar, und Berger beobachtet besorgt den Aufstieg der Nationalsozialisten im Deutschen Reich. Nach dem Einmarsch der deutschen Truppen emigriert er mit 18 Jahren nach London, tritt in die tschechoslowakische Exilarmee ein und kämpft an der Befreiung Deutschlands. Nach dem Krieg erfährt er, dass sein Vater von den Nazis ermordet wurde, während seine Mutter und Schwester überlebten. Berger reist zurück nach England und dann nach Israel, bevor er 1962 nach Wien zurückkehrt. Sein Leben ist stark geprägt von Antisemitismus und den politischen Katastrophen des 20. Jahrhunderts. In diesem Buch treten die politischen Dimensionen von Roths Zyklus besonders hervor. Der Bericht zeigt historische Beispiele für soziale Ausgrenzung, Untertanentum und Denunziation und weist auf latente sowie offene antisemitische Strömungen im heutigen Wien hin.

      Die Geschichte der Dunkelheit
      3.5
    • Atlas der Stille

      • 310 pages
      • 11 hours of reading

      Atlas der Stille Gerhard Roth Der Schriftsteller Gerhard Roth verwendet seit vielen Jahren den Fotoapparat wie eine Sonde, die ihm beim Beobachten und Aufspüren hilft. Nicht die 'schöne', 'gute' Fotografie, sondern alles, was nebensächlich und selbstverständlich scheint, interessiert ihn, das Alltäglichste vor seiner Haustür. Lange Zeit war ihm der Fotoapparat ein Hilfsmittel, eine andere Form, Tagebücher oder Notizen zu verfassen, ein Erinnerungsspeicher außerhalb des eigenen Kopfes. Fotografieren geschah dabei so selbstverständlich und unaufgeregt wie Gehen: Unkompliziert, einfach, nebenbei. Allmählich wurde jedoch der Fotoapparat zu einem Gerät, das die Aufmerksamkeit steigerte. Mit Bildern ließen sich nicht nur Notizen, sondern Kürzestgeschichten für die schriftstellerische Arbeit, ja ganze Beobachtungsserien anfertigen. In Obergreith, wenige Kilometer von der slowenischen Grenze entfernt, lebte und fotografierte Roth von 1977 bis 1986, in dieser Zeit entstanden mehr als 10.000 Fotografien. Roth erkundete diesen Landstrich, seine Häuser und Lebensgeschichten, die Jahreszeiten und Lebensläufe, das Dorfleben und Tierleben, die Landschaften, allesamt Schauplätze für Geschichten. Das Besondere im Alltäglichen, im Allgemeinsten zu erkennen, ist Gerhard Roths fotografisches Credo: 'Ich sah, wie ein Schwein geschlachtet wurde und ein Huhn. Für mich geschah alles wie zum ersten Mal, weil ich es beschrieb und fotografierte.'

      Atlas der Stille
      3.0
    • Freiheit, Schuld und Verantwortung

      Grundzüge einer naturalistischen Theorie der Willensfreiheit

      • 190 pages
      • 7 hours of reading

      In den letzten Jahren wurde der Streit um die Willensfreiheit intensiv öffentlich diskutiert. Der traditionelle Begriff setzt voraus, dass Menschen unabhängig von psychologischen und neurobiologischen Determinanten entscheiden können. Diese Auffassung ist jedoch weder begrifflich noch empirisch haltbar. Gerhard Roth und Michael Pauen entwickeln ein neues Konzept der Willensfreiheit, das auf einem "aufgeklärten Naturalismus" basiert und sowohl vorwissenschaftliche Phänomene als auch wissenschaftliche Methoden berücksichtigt. Ihr Verständnis von Freiheit betont die Fähigkeit zu selbstbestimmtem Handeln, das auf eigenen Wünschen und Überzeugungen beruht. Dadurch umgehen sie die Probleme traditioneller Konzepte, erfassen das Alltagsverständnis von Willensfreiheit und berücksichtigen die Erkenntnisse der Neurobiologie. Die Autoren argumentieren, dass ihr Ansatz ein differenzierteres Verständnis von Schuld und Verantwortung ermöglicht, was weitreichende Konsequenzen für das Strafrecht und den Strafvollzug hat. Sie formulieren das Autonomieprinzip, das besagt, dass freie Handlungen weder unter Zwang noch vollständiger Determination erfolgen dürfen, und dass solche Handlungen nicht zufällig sein dürfen.

      Freiheit, Schuld und Verantwortung
      3.8
    • Ein neuer Morgen

      Roman

      • 160 pages
      • 6 hours of reading

      Man hat das Vergnügen, hieß es in einer Kritik, »endlich einen Kriminalroman ohne das obligate schlechte Gewissen genießen zu können«. Gerhard Roth spannt in diesem Roman ein seltsames Paar zusammen: den Defraudanten Dalton, der nach dreißig Jahren Fron als Bankangestellter Frau und Kinder verlässt und mit ein paar hunderttausend auf die Seite gebrachten Dollar endlich frei und ohne Verpflichtungen mit seiner Freundin leben will, und den Wiener Fotografen Weininger, der für einen Bildband Aufnahmen in New York machen soll. Weininger erlebt Dalton auf der Flucht vor Erpressern und vor einem Privatdetektiv, den ihm die verlassene Ehefrau auf die Spur gesetzt hat. Nach einigen verschlungenen Umwegen, an deren Rand auch ein paar Leichen zurückbleiben, findet sich das Gespann Dalton-Weininger an der Côte d‘Azur wieder. Zu einem neuen Lebensanfang für Dalton und seine Freundin Patricia möglicherweise ... Eine Kritikerin befand: »Aus tausend winzigen Facetten setzt sich da ein Spiegelbild der großartig abenteuerlichen Stadt zusammen, wie man es so leicht nicht gezeigt bekommt. Hier ist Roths Stil von einer subtilen Genauigkeit, die die Fülle des Geschauten und Gespürten aufzeichnet, mit unendlicher, den Leser nie ermüdender Geduld.«

      Ein neuer Morgen
      3.7
    • Eine Reise in das Innere von Wien

      Essays

      • 283 pages
      • 10 hours of reading

      Jahrelang durchforschte Gerhard Roth die licht abgewandten Bezirke Wiens. Auf seinen Streifzügen durch die Hauptstadt ließ er sich nicht vom Glanze der ehemaligen k. u. k. Residenzstadt blenden. Er suchte und fand deren realen und ihren seelischen Untergrund. Im FAZ-Magazin publizierte Roth eine Serie mit seinen Erkundungen. Er berichtet darin vom ehemaligen Hetztheater (in dem Tiere so lange aufeinander gehetzt wurden, bis sie todwund verendeten), von den Katakomben in der Inneren Stadt, von den geistesverwirrten Künstlern in der psychiatrischen Anstalt Gugging, vom ehemaligen Judenviertel in der Leopoldstadt; Roth beschreibt das stadtbekannte Männerwohnheim in der Meldemannstraße, in dem Hitler knappe vier Jahre zugebracht hat, stattet dem so genannten Narrenturm und dem Heeresgeschichtlichen Museum Besuche ab. Unversehens gerät der Band zu einem Reiseführer durch die Abgründe der österreichischen Seele.

      Eine Reise in das Innere von Wien
      4.1
    • Zwei Fragen haben die Menschen seit jeher beschäftigt: Soll ich bei Entscheidungen eher meinem Verstand oder eher meinen Gefühlen folgen? und: Wie schaffe ich es, andere so zu verändern, dass sie das tun, was ich von ihnen will - und warum ist es noch schwieriger, sich selbst zu ändern? Auf der Grundlage neuer psychologischer und neurobiologischer Kenntnisse können wir zu einem vertieften Verständnis von Entscheidungsprozessen und der Veränderbarkeit des Menschen kommen. Der Autor erläutert, wie innerhalb der Individualentwicklung die Persönlichkeit auf unterschiedlichen unbewusst-bewussten und emotional-rationalen Ebenen des Gehirns entsteht. Sie weist jeweils eine ganz spezifische Dynamik auf und bestimmt dadurch den Ablauf von Entscheidung sowie die Möglichkeiten und Grenzen der Verhaltensänderungen. Ein grundlegendes Buch für unser Selbstverständnis und natürlich für Fragen der Erziehung, Personalführung, Psychotherapie. In der Zeitschrift Cicero (Oktober 2009) wurde Gerhardt Roth als der bedeutendste Naturwissenschaftler in Deutschland ausgezeichnet.

      Persönlichkeit, Entscheidung und Verhalten
      4.0
    • Das Gehirn und seine Freiheit

      • 168 pages
      • 6 hours of reading

      Viele Menschen verbinden mit dem Begriff der Willensfreiheit intuitiv die Vorstellung, dass man unter identischen Bedingungen auch anders hätte handeln und entscheiden können, als man es faktisch tat. Daran ist die Auffassung geknüpft, dass der Mensch letztendlicher Urheber seiner willentlichen Handlungen ist und deshalb auch dafür verantwortlich.In den Geisteswissenschaften dominierte bislang der Wunsch nach Autonomie des Geistigen nahezu alle Forschungsfragen, doch zeigen die Neurowissenschaften, dass dieser Wunsch keinesfalls mit den Beobachtungen an unserem Gehirn korrespondiert. Diese Erkenntnisse lösen heftige Kontroversen und mitunter Bestürzung aus, rühren sie doch an die Grundfesten unseres menschlichen Selbstverständnisses als autonome, frei entscheidende und selbstverantwortliche Personen.Obwohl das Problem der Vereinbarkeit von Willensfreiheit und Determinismus eines der ältesten der Philosophie ist, genießt das Thema derzeit auch in der breiteren Öffentlichkeit bemerkenswerte Aufmerksamkeit.

      Das Gehirn und seine Freiheit
      3.4
    • Fühlen, Denken, Handeln

      • 488 pages
      • 18 hours of reading

      Gerhard Roth, geboren 1942 in Marburg, ist Professor für Verhaltensphysiologie an der Universität Bremen und Rektor des Hanse-Wissenschaftskollegs in Delmenhorst. Er veröffentlichte rund 180 Publikationen auf dem Gebiet der experimentellen und theoretischen Neurobiologie und der Neurophilosophie, darunter vier Bücher (u. a. Das Gehirn und seine Wirklichkeit, Frankfurt/Main 1994). Sein besonderes Interesse gilt dem interdisziplinären Brückenschlag zwischen den Neurowissenschaften, der Psychologie und den Sozialwissenschaften.

      Fühlen, Denken, Handeln
      3.8
    • Am Abgrund

      • 172 pages
      • 7 hours of reading

      Seit seinem Debüt mit der ›autobiographie des albert einstein‹ (1972) schildert Gerhard Roth mit Vorliebe Gestalten, die zu ihrer Umwelt ein gestörtes, mindestens aber ein irritiertes Verhältnis haben; das geht bis zum schizophrenen Auseinanderfallen von Ich und Welt. Dieses Thema bestimmt auch die Handlung seines zuletzt publizierten Buches ›Am Abgrund‹. Erzählt wird die Geschichte des ungleichen Freundespaares Lindner und Jenner. Beide ziehen vom Land in die Großstadt (Wien). Während der „verrückte“ Lindner sich im Kopf und auch auf dem Papier seine Welt entwirft, streift der Jurastudent Jenner durch die Stadt und begeht wie absichtslos Morde. (Und erlebt während einer Gerichtsverhandlung mit, wie ein gänzlich Unschuldiger an seiner Stelle verurteilt wird; Jenner bleibt ungerührt.) Der »Archäologe der Gegenwart«, wie Roth sich selbst bezeichnet, spürt ›Am Abgrund‹ Wahrnehmungsweisen der Welt und der Sprache von Gewalt und Ohnmacht nach, von Opfern und Tätern. »Auf geradezu unheimliche Art und Weise«, fand die Zürcher Weltwoche, »hat der Grazer Gerhard Roth in seinem jüngsten Buch ›Am Abgrund‹ die Undurchdringlichkeit der Realität und die Undurchschaubarkeit dessen, was wir Schicksal zu nennen pflegen, literarisch gestaltet.«

      Am Abgrund
      3.6
    • Warum es so schwierig ist, sich und andere zu ändern

      Persönlichkeit, Entscheidung und Verhalten

      Der Autor erläutert, wie unsere Persönlichkeit im Gehirn entsteht, wie sie bewusst und insbesondere unbewusst unsere Entscheidungen und unser Handeln lenkt. Der Leser erfährt, warum es schwer ist, uns selbst und andere nachhaltig zu ändern, und wie dies dennoch zu schaffen ist. Zwei Fragen haben die Menschen seit jeher in Theorie und Praxis beschäftigt: Wie schaffe ich es, andere so zu verändern, dass sie das tun, was ich von ihnen will, – und warum ist es noch schwieriger, sich selbst zu ändern? Und: Soll ich bei Entscheidungen eher meinem Verstand oder eher meinen Gefühlen folgen? Bei Verhaltensänderungen und Entscheidungen haben die unbewussten Anteile unserer Persönlichkeit das erste und das letzte Wort, Verstand und Vernunft sind nur Berater. Die stark überarbeitete Neuauflage des erstmals 2007 erschienenen Bestsellers »Persönlichkeit, Entscheidung und Verhalten« enthält die neuesten Einsichten in die Persönlichkeitsentwicklung und zwei neue Kapitel zur Frage der »Führung« und des »Change Management« in Wirtschaft und Gesellschaft. Es setzt neue Standards für viele Praktiker, die Antworten auf die Frage suchen, wie man die Erkenntnisse am besten umsetzt.

      Warum es so schwierig ist, sich und andere zu ändern
      2.5
    • Wie das Gehirn die Seele macht

      • 425 pages
      • 15 hours of reading

      Seit dem Altertum wird das Gehirn als Organ der Seele angesehen. Wo und wie aber das Psychische im Gehirn entsteht, wie sich dabei unsere Gefühlswelt, unsere Persönlichkeit und unser Ich formen, kann mit Hilfe der modernen Verfahren der Hirnforschung erst seit kurzem erforscht werden und wird in diesem Buch dargestellt. Die jüngsten Fortschritte der Neurowissenschaften in Kombination mit modernen Forschungsmethoden machen es möglich, fundierte Antworten darauf zu geben, - wo im Gehirn die Seele zu verorten ist - wie der Aufbau der Persönlichkeit verläuft - worauf psychische Erkrankungen beruhen - warum die Wirksamkeit von Psychotherapien nicht gut belegt ist - warum alte Muster immer wieder unser Verhalten bestimmen und so schwierig zu verändern sind - warum Menschen mit antisozialen Persönlichkeitsstrukturen nur schwer behandelbar sind - wie man im Rahmen der Psychotherapie oder mit Medikamenten auf die Psyche einwirken kann.

      Wie das Gehirn die Seele macht
      3.4
    • Viktor Gartner, ein Journalist, gibt vor, einen Reisebericht über den Berg Athos und die dortigen griechisch-orthodoxen Klöster zu schreiben. In Wahrheit sucht er den serbischen Dichter Goran R., den er während des Bosnienkriegs kennengelernt hat. Goran R. ist ein unfreiwilliger Zeuge eines Massakers, das General Mladic in Srebrenica verübt hat, und lebt aus Angst vor Verfolgung und dem Wunsch, nicht auszusagen, im Verborgenen. Gartners Suche wird von erschreckenden Ereignissen begleitet: Sein erster Informant in Thessaloniki wird ermordet, und zwei weitere brechen den Kontakt ab, als sie von seinem Vorhaben erfahren. Auf Athos wird er von einem Arzt begleitet, der ihn eher von Goran R.'s Spur abzubringen scheint. Gerhard Roth schafft eine gespenstische Atmosphäre der Irritation und Bedrohung, in der nichts so ist, wie es zunächst scheint. Gartners festes Bild der historischen Realität löst sich allmählich auf, ähnlich wie die alten Fresken in den baufälligen Klöstern. Roths Roman ist ein literarisch anspruchsvoller Thriller mit politischen und mystischen Motiven, der von einer präzise geschilderten Atmosphäre und Roths Detailwissen über investigativen Journalismus, christlich-orthodoxe Mystik und die Kulturen Südosteuropas lebt. Es ist eine Reise in das 'Herz der Finsternis' des Balkans.

      Der Berg
      3.8
    • Die Hölle ist leer - die Teufel sind alle hier

      Roman

      • 368 pages
      • 13 hours of reading

      »In Venedig hat sich mir das Rätsel des Unsichtbaren gezeigt.« Gerhard Roth Der Übersetzer Emil Lanz lebt allein in einem Haus auf dem Lido von Venedig und beschließt, seinem eintönigen Leben ein Ende zu setzen. Auf der Suche nach einem guten Platz zum Sterben fährt er mit dem Vaporetto auf die Insel Torcello, betrinkt sich und schläft ein. Als er erwacht, beobachtet er einen Mord. Aber ist dieser wirklich passiert oder ist sein Selbstmordversuch doch gelungen, und er bewegt sich von nun an in einer anderen Dimension? Bald gerät Lanz in höchste Gefahr. Er, der eben noch sterben wollte, will jetzt nur noch überleben und sieht die Welt wie nie zuvor. Welche Rolle spielt das tote Mädchen am Strand und die Flüchtlinge im alten Krankenhaus? Was hat es mit Lanz‘ offenbar unendlich reichem Nachbarn Blanc mit seinen phantastischen Forschungsprojekten auf sich? Immer deutlicher wird für Lanz, dass die Wirklichkeit weit mehr ist als das, was wir wahrnehmen. Unterstützt von einem Falkner mit Namen Vogel und der Astronomin Caecilia nimmt er es schließlich mit einem übermächtigen Gegner auf – dem Unsichtbaren.

      Die Hölle ist leer - die Teufel sind alle hier
      3.6
    • Die Irrfahrt des Michael Aldrian

      Roman

      • 489 pages
      • 18 hours of reading

      Michael Aldrian, der lange bei der Oper als Souffleur gearbeitet hat, reist im Winter nach Venedig, um seinen dort lebenden Bruder zu besuchen. Der aber scheint mitsamt seiner Frau spurlos verschwunden zu sein. Aldrian, der eigentlich vorhatte, einen Reiseführer über Venedig zu schreiben, macht sich in der vom Hochwasser heimgesuchten Stadt auf die Suche. Aber irgendjemand will ihn offenbar davon abhalten. Nacheinander erhält er eine Morddrohung, ein Paket mit Falschgeld und eines, in dem sich eine abgeschnittene Hand befindet. Unaufhaltsam und fast ohne sein Zutun wird er in eine Geschichte hineingezogen, in der er immer mehr vom Zuschauer zum Täter wird. Wie in einem Albtraum bewegt er sich durch die Stadt und erledigt fast nebenbei mehrere Menschen, die sich ihm in den Weg stellen. Ist er selbst wahnsinnig geworden oder ist es die Welt? »Man hat Venedig oft genug als eine Märchenstadt bezeichnet. Das stimmt nur insofern, als es nicht nur verklärende, sondern auch grausame Märchen gibt.«Gerhard Roth

      Die Irrfahrt des Michael Aldrian
      2.0
    • Thomas Mach, ein junger Österreicher aus Wien, reist nach Ägypten. Er soll an die Stelle Eva Blums treten, einer jungen Reiseleiterin, die kurz zuvor aus dem Fenster in Kairo stürzte. Aber war ihr Tod wirklich nur ein Unfall? Geleitet von Evas Tagebuch folgt Mach den Spuren der Verstorbenen. Als plötzlich ihr Ehemann zusammen mit einem Detektiv auftaucht, scheinen sich die Dinge in einen Kriminalfall zu entwickeln

      Der Strom
      3.3
    • Bildung braucht Persönlichkeit

      • 354 pages
      • 13 hours of reading

      Der bekannte Autor Gerhard Roth erklärt, woran die Bemühungen um Bildung und Weiterbildung scheitern: Die Erkenntnisse der Psychologie und Neurowissenschaften haben bisher keinen Eingang in unser Bildungssystem gefunden. Im Buch werden die wichtigsten Fragen zum Thema Bildung und Lernen beantwortet: • Wie lernt der Mensch eigentlich? • Warum sind Emotionen beim Lernen so wichtig und wie kann ich Begeisterung für einen Stoff wecken? • Wie kann das Gelernte dauerhaft im Gedächtnis implantiert werden? • Welche Rolle spielt die Sprache beim Lernen? • Warum sind manche Lehrer erfolgreich, andere nicht?

      Bildung braucht Persönlichkeit
      3.4
    • Der See : Roman

      • 239 pages
      • 9 hours of reading

      Paul Eck wird von seinem Vater überraschend an den Neusiedler See eingeladen. Als er dort eintrifft, verschwindet sein Vater jedoch spurlos. Man vermutet einen Bootsunfall. Paul beginnt mit genaueren Nachforschungen, stößt bald auf dunkle Geschäfte und gerät aber selbst in Verdacht, seinen Vater beseitigt zu haben. Mit den Elementen der klassischen Detektivgeschichte porträtiert Roth eine durch Verbrechen und Korruption aus den Fugen geratene Gesellschaft.

      Der See : Roman
      3.6
    • Durch äußere Umstände sieht sich Ascher gezwungen, seinen Arztberuf aufzugeben und vorübergehend ein leeres Bauernhaus in der Südsteiermark zu mieten. Dort beobachtet er die Natur, die Menschen und sich selbst. Die Dorfbewohner gewöhnen sich schnell an ihn, da er nichts von ihnen will, und so wird er Teil ihres Lebens: bei der Ernte, der Jagd, einer Wahlveranstaltung, einem Todesfall und einer Hochzeit. Ascher taucht ein in ein Leben, das von Jahreszeiten, Traditionen, Aberglauben und Armut geprägt ist. Er nimmt die Schwere der Arbeit, den Mangel an medizinischer Versorgung und die Enge der Verhältnisse wahr, die Gewalt erzeugt. Auch die kleinen Freuden und den Fatalismus der Menschen gegenüber den Wechselfällen des Lebens erkennt er. Roth idealisiert das Landleben nicht; so führt der Verdacht auf Tollwut zu einer Tötungsorgie, und die Jagd wird zur politischen Parabel von Aggression. Dennoch bleibt Ascher, weil er erkennt, dass die Menschen ihn brauchen. Der Roman ist eine Suche nach den anderen, in der Ascher unter ihrem Elend leidet und zu sich selbst findet. Roth erzählt diese Geschichte in klarer, ruhiger Sprache, die den Beobachter zugunsten des Wahrgenommenen in den Hintergrund rückt. Es ist ein Kunstwerk von seltener Eindringlichkeit und ein Dokument der faszinierenden Ruhe gelebter Menschenliebe.

      Der Stille Ozean
      3.3
    • Ein Schriftsteller stirbt bei einer Gasexplosion in Wien, drei tschetschenische Flüchtlinge werden ermordet, eine Apothekerin versucht sich mit ihrem Kind gegen widrige Umstände zu behaupten, ein Schauspieler kehrt an den Ort seiner Kindheit zurück, eine Journalistin reist auf der Flucht vor sich selbst nach Japan, und ein alter Mann ist Augenzeuge, als 1902 in Venedig der Campanile einstürzt. In Gerhard Roths grandiosem Roman der Täuschungen ist nichts, wie es scheint, und alles möglich: Die Ungewissheit ist das verborgene Abenteuer des Alltags. ›Grundriss eines Rätsels‹ ist selbst ein Rätsel, Spiegel des großen Rätsels unseres Lebens. »schön, abgründig, lang nachklingend« Jörg Magenau, Süddeutsche Zeitung »Zum Versinken schön ist das. Zum Träumen und Grübeln. Zum Bangen und Hoffen. Hier gibt ein Schriftsteller alles und ist zum Dichter geworden.« Peter Pisa, Kurier

      Grundriss eines Rätsels
      2.9
    • Körperlich Verstörte, so heißt es, erfahren für ihr Leiden häufig einen gelinden Ausgleich, indem sie sich in anderen Sinnesbereichen besonders befähigen. Die Hauptperson Franz Lindner in Gerhard Roths Roman Landläufiger Tod ist stumm. Er muß genauer als andere beobachten und nachdenken, und wenn er sich ausdrücken will, muß er es aufschreiben. In seinen Niederschriften entsteht ein poetisches Bild seiner Umgebung und unserer Zeit, in dem »alle Menschen und Geschichten aus der Luft gegriffen sind«. Lindner erzählt in diesem Buch ganz real Stationen seines Lebens, entwirft sich in ausschweifenden Episoden die Welt neu und zeichnet vor allem den verwirrend vielfältigen Mikrokosmos eines kleinen Dorfes auf, in dem es alles, nur keine Idylle gibt. Auswegloses Elend verbindet die Bewohner des kleinen südostösterreichischen Fleckens.»Roths Phantasie beginnt dort zu arbeiten«, schrieb ›Der Spiegel‹ zu Landläufiger Tod , »wo menschliche Erkenntnis aufhört. Sie füllt die Leerstellen, in die Wissenschaftler und Philosophen nicht eindringen können.« Roths Roman von der »Verrücktheit« Franz Lindners ist zugleich das Buch von dessen Hellsichtigkeit.

      Landläufiger Tod : Roman
    • Gerhard Roth nutzt die Kamera als Lupe, um Eindrücke und Geschichten festzuhalten. In seinem Bildband über Venedig zeigt er nicht nur die Schönheit der Stadt, sondern auch ihre verborgenen, geheimen Orte. Ergänzt werden seine Fotos durch unveröffentlichte Texte und historische Aufnahmen, die eine intime Perspektive auf die Lagunenstadt bieten.

      Venedig. Ein Spiegelbild der Menschheit
    • Schule mit Köpfchen

      Erkenntnisse aus der Hirnforschung für den Unterricht nutzen

      Wie hirngerechtes Lehren und Lernen gelingt Zu den herausfordernden Aufgaben von Lehrerinnen und Lehrern gehört es, ihren Schülerinnen und Schülen erfolgreiches Lernen zu ermöglichen. Hierzu liefern die Erkenntnisse der Neuro- und Kognitionswissenschaften einen wichtigen Beitrag.Das vorliegende Buch zeigt, wie diese Erkenntnisse konkret im Schulalltag genutzt werden können, wie Lehr- und Lernsettings aussehen, die selbstständiges Lernen ermöglichen, und welche Rolle dabei Motivation, Konzentration, Fleiß und Wiederholung spielen.Die Autoren ermutigen alle Unterrichtenden, neue Wege zur Verbesserung ihrer Unterrichtsqualität zu gehen. Sie erläutern die wissenschaftlichen Grundlagen und zeigen deren Anwendung anhand zahlreicher praktischer Beispiele aus dem Schulunterricht. Ein motivierendes und nachhaltiges Praxisbuch für jede Lehrerin und jeden Lehrer.

      Schule mit Köpfchen
    • Jenseitsreise

      Roman

      • 416 pages
      • 15 hours of reading

      Als Gerhard Roth am 8. Februar 2022 starb, war sein neues Buch zu etwa zwei Dritteln fertig – in einer handschriftlichen Fassung in seinen Notizbüchern. Es ist eine Reise durchs Totenreich, die der Erzähler Franz Lindner als Verstorbener unternimmt. Die Reise führt durch Ägypten, ein Land, das Gerhard Roth immer wieder bereist hat. Dort, im Fegefeuer der Totenstadt Kairo, begegnet Franz Lindner einer Fülle von realen Figuren – vor allem Künstlerinnen und Künstlern aller Sparten, die Gerhard Roth in seinem Leben wichtig waren. Sein Romanfragment ist eine große Hommage an diese Persönlichkeiten und zugleich ein letztes Nachdenken über den Menschen, seine Hoffnungen, seine Kreativität, seine Grenzen. Und ein Selbstporträt des Autors, der mit diesem Buch – in dem alles möglich ist – das Reich der Freiheit erreicht hat.

      Jenseitsreise
    • Psychoneurowissenschaften

      • 415 pages
      • 15 hours of reading

      Das Lehrbuch verbindet die Neurowissenschaften mit den Psychowissenschaften und bietet beiden Disziplinen verständliche, wissenschaftlich fundierte Kenntnisse. Lange galt das Verhältnis zwischen psychischem Erleben und Gehirnvorgängen als rätselhaft. Neueste Erkenntnisse zeigen, dass beide Bereiche eine unauflösliche Einheit bilden, auch wenn sie unterschiedlich erfahren und untersucht werden. Diese Einheit wird in der psychologisch-neurobiologischen Theorie sowie in der psychiatrisch-psychotherapeutischen Praxis konkretisiert. Es werden die Prinzipien der neurobiologischen Erregungs- und Informationsverarbeitung, der Aufbau und die Funktion des limbischen Systems sowie die Entwicklung der Persönlichkeit behandelt. Dabei werden die Wechselwirkungen genetisch-epigenetischer Faktoren und Umwelteinflüsse berücksichtigt. Auf dieser Grundlage werden wichtige psychische Störungen wie Suchterkrankungen, schizophrene Störungen, affektive Störungen und Angststörungen beispielhaft dargestellt. In Anlehnung an den Psychotherapeuten Klaus Grawe wird das Konzept der „Neuropsychotherapie“ eingeführt, das die Verbindung zwischen Psychotherapie und Neurobiologie beleuchtet. Unser psychoneurowissenschaftlicher Ansatz fördert ein Menschenbild, das auf der Integration von Psyche, Gehirn, Verhalten und Erleben basiert, anstatt auf Gegensätzen.

      Psychoneurowissenschaften
    • Kaum ein Forschungsgebiet hat sich in den letzten drei Jahrzehnten so rasant entwickelt wie die Neurowissenschaften, die gleichzeitig intensive interdisziplinäre Debatten ausgelöst haben. Im Zentrum dieser Diskussion steht die Frage, ob neurowissenschaftliche Erkenntnisse unser traditionelles Menschenbild infrage stellen. Philosophen lehnen dies oft ab und argumentieren, dass die Neurowissenschaften nicht in der Lage sind, Aussagen über die geistig-kulturelle Welt des Menschen zu treffen. Sie behaupten, Konzepte wie Sinnhaftigkeit, Geschichtlichkeit, Lebensweltlichkeit, Willensfreiheit und Sprache könnten nicht mit naturwissenschaftlichen Methoden untersucht werden. Gerhard Roth widerlegt in seinem neuen Werk diese Sichtweise und beleuchtet die komplexen Beziehungen zwischen Gehirn und Geist, Anlage und Umwelt sowie die Bedingungen für Entscheidungen und Handeln. Anknüpfend an seinen Bestseller entwirft er ein zugängliches Bild des Menschen als geistig-soziales Wesen, das auf die Erfassung seines eigenen Sinns und seiner Lebenswelt ausgerichtet ist. Roths Fazit ist, dass der Mensch in seiner Komplexität weder allein durch Neurowissenschaften noch durch Geistes- und Sozialwissenschaften vollständig erfasst werden kann, sich jedoch dennoch in die Einheit der Natur einfügt.

      Über den Menschen
    • Das doppelköpfige Österreich

      Essays, Polemiken, Interviews

      Der österreichische Schriftsteller Gerhard Roth genießt einen nahezu legendären Ruf als engagierter Essayist, der unermüdlich gegen Mißstände in Österreich polemisiert - auch wenn er dafür im eigenen Land oft als Netzbeschmutzer diffamiert wurde. Dieser Band versammelt Beiträge der letzten zehn Jahre, die Roth in überregionalen Zeitungen, etwa als Autor für Die Zeit oder profil publiziert hat. Er fungiert darin als Seismograph der jüngsten historischen Epoche Österreichs, die von der Wahl Waldheims zum Präsidenten 1986 bis zum EU-Beitritt 1995 reicht. Seine Artikel sind Warnungen vor Antisemitismus und Fremdenparanoia in Österreich, sie wollen verhindern, daß das Land Etappen seiner Vergangenheit, besonders die Rolle im nationalsozialistischen Machtgefüge, ausblendet. Analytische Wahrhaftigkeit treibt Roth dazu, die Ursachen für Verdrängung und Kleingeistigkeit in Österreich aufzuspüren, das eigentliche Wesen der Republik und ihrer Mentalität zu erkunden. Seine Recherche erhellt auch Orte, an denen sich die Institution Staat ihrer schwächsten Mitglieder höchstpersönlich annimmt: Obdachlosenunterkünfte, Erziehungsheime, Psychiatrien. Aufgeschlossen berichtet er in den Interviews am Ende des Bandes über sein Leben als Schriftsteller und die Arbeit am großen Romanzyklus Die Archive des Schweigens.

      Das doppelköpfige Österreich
    • Besser lehren – besser lernen

      • 188 pages
      • 7 hours of reading

      Wie können die Erkenntnisse der Neuro- und Kognitionswissenschaften konkret für den Schulalltag genutzt werden? Wie lassen sich Lehren und Lernen „hirngerecht“ gestalten? Unter dieser Fragestellung initiierten der renommierte Neurobiologe Gerhard Roth und der Lehrer Michael Koop im Jahr 2008 ein Projekt an der Gesamtschule Bremen-Ost, dessen Umsetzung im Schuljahr 2012/2013 begann. Im Rahmen dieses Schulprojekts wurde eine enge Verzahnung von schulischer Bildung und neuesten Erkenntnissen der Hirnforschung angestrebt. Die Autoren zeigen die wissenschaftlichen Grundlagen und die praktischen Erfahrungen mit dem Pilot-Projekt auf: Mit zahlreichen Praxisbeispielen ist „Besser lehren – besser lernen“ eine spannende und erhellende Lektüre für jede Lehrerin und jeden Lehrer!

      Besser lehren – besser lernen
    • Zukunft des Lernens

      Neurobiologie und Neue Medien

      • 153 pages
      • 6 hours of reading

      Theorie und Praxistipps rund um das mediengestützte Lernen Ausgewiesene Experten und Expertinnen berichten über aktuelle Entwicklungen und neue Konzepte des Lernens und des schulischen Unterrichts. Neben der Vermittlung von Erkenntnissen aus der Neurobiologie zum erfolgreichen Lehren und Lernen liegt der Schwerpunkt auf dem Bereich des mediengestützten Lernens. Wie sieht das Lernen der Zukunft aus? Wie können neue Medien das Lernen unterstützen? Ändert sich die Art und Weise, wie wir lernen? Diese und viele weitere Fragen von Lehrern und Lehrerinnen, Pädagogen und Pädagoginnen, aber auch Eltern und allen anderen Interessierten werden in diesem Buch beantwortet. Der Leser erhält neben theoretischem Grundlagenwissen aber auch praktische Ratschläge für das Lernen in Schule und Alltag.

      Zukunft des Lernens
    • Ressource Begabung

      • 216 pages
      • 8 hours of reading

      Das deutsche Bildungssystem ist undurchlässig, die soziale Mobilität gering: Kinder aus nichtakademischen Elternhäusern stoßen auf Barrieren; Schüler mit Migrationshintergrund haben einen schweren Stand; die gläserne Decke für Frauen ist auch im Hochschulsystem sprichwörtlich geworden. Viel Talent bleibt unerkannt und dadurch ungenutzt. Dies ist nicht bloß eine sozialpolitische Frage, sondern auch eine ökonomische. In diesem Buch schreiben namhafte Vertreter aus Wissenschaft und Wirtschaft, Gesellschaft und Politik über die Frage, wie die Ressource Begabung am besten genutzt wird - und betrachten Begabung aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln. Der bekannte Hirnforscher Gerhard Roth leitet das Buch mit einem ausführlichen Essay ein.

      Ressource Begabung
    • Im unsichtbaren Wien

      Fotografien aus Wien von 1986-2009

      • 312 pages
      • 11 hours of reading

      Der Schriftsteller Gerhard Roth verwendet seit vielen Jahren den Fotoapparat wie eine Sonde, die ihm beim Beobachten und Aufspüren hilft. Nicht die »schöne« Fotografie, sondern alles, was nebensächlich und selbstverständlich scheint, interessiert ihn, das Alltäglichste vor seiner Haustür. Lange Zeit war ihm der Fotoapparat ein Hilfsmittel, eine andere Form, Notizen zu verfassen, ein Erinnerungsspeicher außerhalb des eigenen Kopfes. In Wien entstanden in 23 Jahren mehr als 10.000 Fotografien. Roth hat auf seinen Streifzügen zahlreiche verborgene Orte aufgesucht: den Narrenturm ebenso wie das Wittgensteinhaus, das Mumiendepot im KHM ebenso wie die Depots im Naturhistorischen Museum oder das Gehörloseninstitut. Er suchte das Flüchtlingslager Traiskirchen auf und den Jüdischen Friedhof in der Seegasse. Ein anderes Wien wird so sichtbar, das Wien der unbekannten, geheimen, der vergessenen, der tabuisierten Orte. Das Wien der Mauerflecken, eine Welt imaginärer Landkarten, die Roth mit großer Leidenschaft für sich entdeckt hat.

      Im unsichtbaren Wien
    • Die Photo-Notizbücher

      • 143 pages
      • 6 hours of reading

      Die Photo-Notizbücher zeigen, wie der Dichter Roth die Welt sieht, lassen uns die Themen seiner Bücher erahnen: ein Alltag, an der Oberfläche unspektakulär, durchdrungen von Einsamkeit, Isolation und Gewalt. Seit über zwanzig Jahren begleiten diese Bilder seine Arbeit. Mehr als 12.000 hat er von ihnen gemacht. Anfangs war die Photographie für den Dichter Gerhard Roth eine andere Form von Tagebuch. Um nicht zuviel Zeit beim Notieren der Ereignisse, die er sah, zu verschwenden, ließ er die Kamera für sich arbeiten. Und da seine Romane in gewisser Weise „road novels“, die Helden seiner Bücher als reisende Ich-Sucher, Flüchtende und Getriebene einer niemals endenden Lebens-Odyssee unterwegs sind, bot die Photographie eine optimale Vorstufe in der Arbeitsweise des Dichters. „Ich ging ganz nah mit der Kamera an die Gegenstände heran und versuchte gleichsam ihre Aura mitzuphotographieren, aber immer, indem ich nicht eingriff. Ich wollte unabhängig sein von photographischen Regeln und nicht etwas Besonderes machen, sondern das Besondere im Alltäglichen erkennen.“

      Die Photo-Notizbücher
    • Der Schriftsteller Gerhard Roth verwendet seit vielen Jahren den Fotoapparat wie eine Sonde, die ihm beim Beobachten und Aufspüren hilft. Lange Zeit war ihm der Fotoapparat ein Hilfsmittel, eine andere Form, Notizen zu verfassen, ein Erinnerungsspeicher außerhalb des eigenen Kopfes. Nach den bei den literarischen Fotobänden „Atlas der Stille“ und „Im unsichtbaren Wien“ legt Gerhard Roth nun den Abschlussband seiner fotografischen Dokumentation der beiden Romanzyklen „Archive des Schweigens “ und „Orkus“ vor. „ Über Land und Meer“ umfasst mehr als 700 Fotografien von so unterschiedlichen Ländern und Städten wie Japan, Ägypten, dem Berg Athos, Spanien, Portugal, Madeira sowie Florenz und Amsterdam . All diese Orte sind sozusagen „Originalschauplätze“ seiner atmosphärisch dichten Romane, Gerhard Roth hat sie oft mehrmals für seine literarische Recherche bereist. Und wieder ist es sein Blick für das überraschende Detail, für das Besondere im ganz Alltäglichen , der dieses Fotobuch so außergewöhnlich macht.

      Über Land und Meer: Fotografien aus drei Kontinenten von 1995-2011
    • Alte Hansestadt in Neuen Reimen

      Unterhaltsame Stadtführung

      • 88 pages
      • 4 hours of reading

      Eine unterhaltsame Stadtführung durch das Weltkulturerbe der einstigen "Königin der Hanse". Bilder, Reime und eine kurze Beschreibung der Sehenswürdigkeiten.

      Alte Hansestadt in Neuen Reimen