Alles über den großen Literaten und sein einzigartiges Werk »Wenn wir wissen wollen, was Literatur wirklich ist und was sie wirklich kann, so gibt es kaum einen Autor wie Kafka, dessen Texte uns das so grandios vorführen: das Spiel, Sinnangebote zu machen und sie zugleich zu verweigern, und uns dabei beizubringen, dass dies eine Struktur der Welt ist, in der wir leben.« Menschen, die den Weg nie finden oder sich in Käfer verwandeln. Menschen, die vergeblich Einlass in ein Gesetz, eine Behörde, ein Dorf suchen – das sind die Helden Franz Kafkas. Ihre Welt erscheint düster und unverständlich, ihr Autor eigenartig und mindestens ebenso schwierig. Daraus speist sich der Mythos Kafka. Literaturwissenschaftler Oliver Jahraus zeigt Kafka jedoch vor allem als modernen Autor und grandiosen Erzähler: Sein Werk ist eine kritische Diagnose moderner Lebensverhältnisse in Familie und Gesellschaft, eine profunde Auseinandersetzung mit Geschlechterverhältnissen, mit Macht, mit dem eigenen Judentum – ein beeindruckendes Werk, das in der Weltliteratur ohne Beispiel ist. Ein tolles Geschenk für literarisch Interessierte, die die Texte von Franz Kafka lieben und sich ein Bild über Leben und Wirken dieses außergewöhnlichen Autors machen möchten. - Smart und fundiert: Reihe »Reclam 100 Seiten« – kompaktes Wissen für Neugierige und Fans - Unterhaltsam und informativ: Mit vielen Abbildungen und Infografiken
Oliver Jahraus Book order






- 2023
- 2016
Literaturtheorie ist ein wichtiger Bestandteil jedes philologischen oder kulturwissenschaftlichen Studiums. Das Feld der Theorien erscheint vielen Studierenden jedoch zunächst oft unübersichtlich und schwer zugänglich. Dieser Band schafft Orientierung, indem er nicht nur verschiedene theoretische Ansätze vorstellt, sondern sie zugleich an ein und demselben Text in ihrer praktischen Anwendung erprobt. Nach dem vollständigen Abdruck von E. T. A. Hoffmanns Erzählung »Der Sandmann« untersuchen 17 ausgewiesene Experten aus dem Blickwinkel von 17 verschiedenen Literaturtheorien den Text. Dabei kommen sowohl klassische Ansätze (Hermeneutik, New Historicism, Rezeptionsästhetik oder Strukturalismus/Literatursemiotik) wie auch neueste Strömungen (Akteur-Netzwerktheorie, Biopoetik, Traumatheorie, Raumtheorie oder Visual/media studies) zu Wort. Eine ausführliche Einleitung und ein Glossar der wichtigsten Fachbegriffe geben zusätzliche Orientierungshilfen.
- 2013
Literatur | Kultur | Theorie - 17: Die Kunst des moralischen Dichtens
Positionen der aufklärerischen Fabelpoetik im 18. Jahrhundert
- 261 pages
- 10 hours of reading
Obwohl die Fabel unbestritten eine der wichtigsten Gattungen der Aufklarungsliteratur darstellt, ist sie von der literaturwissenschaftlichen Forschung bislang kaum untersucht worden. Zu oft hat man ihr in der Vergangenheit Trivialitat unterstellt und sie als blosse Gebrauchliteratur verstanden. Dagegen wurde der dichtungstheoretische Diskussionszusammenhang ignoriert, in dem sie im 18. Jahrhundert steht. Dieser Diskussionszusammenhang wird in der vorliegenden Studie erstmals umfassend rekonstruiert. Dabei werden neben den Fabeltexten endlich auch die theoretischen Fabelabhandlungen systematisch auf Basis der Erstausgaben ausgewertet. Die chronologische Darstellung zeigt, wie sich die Fabeldiskussion der Aufklarung in drei Phasen um die zentrale Frage dreht, wie die Moralwirkung von Dichtung gesichert werden kann, vermag so die Bedingungen der aussergewohnlichen Karriere der Fabel zwischen 1730/40 bis 1770 im Detail zu kontextualisieren. Dabei gelingen wichtige Umakzentuierungen und eine Fulle von Neudeutungen: Nicht nur zeigt sich, wie das heutige Fabelbild sich in der aufklarerischen Diskussion erst langsam herausbildet. Indem der zentrale Einfluss von Autoren wie Daniel Wilhelm Triller, Johann Jacob Bodmer und Johann Jacob Breitinger hervorgehoben wird, ist auch eine Neubewertung von Lessings Fabelkonzept moglich, dessen Verankerung im Gattungskontext hier zum ersten Mal im Einzelnen dargelegt wird.
- 2013
Wann beginnt die deutsche Literatur, und mit welchem Werk? Was ist ein Volksbuch? Warum und für wen ist die jüdische Aufklärung wichtig? Wie naturalistisch ist der Naturalismus? Hat Hermann Hesse den Nobelpreis verdient? Kenntnisreich und unterhaltsam führt Oliver Jahraus seine Leser durch die deutsche Literatur vom Mittelalter bis in die unmittelbare Gegenwart. Das Buch gibt Antworten auf ungewöhnliche Fragen, stellt die wichtigsten literarischen Werke vor und sagt, was an ihnen neu und wichtig ist. Es ist zugleich ein kurzweiliger Grundkurs in deutscher Literatur.
- 2012
In vielen Disziplinen kontrovers diskutiert, prägt Niklas Luhmanns Systemtheorie die intellektuellen Debatten weit über den universitären Bereich hinaus. Neben einem Einblick in die Biografie Luhmanns zeichnet das Handbuch die Grundlagen seines Denkens und verschiedene Theoriestränge nach. Darunter: Evolutions-, Kommunikations-, Medien- und Gesellschaftstheorie. Detailliert werden einzelne Werke und Werkgruppen besprochen. Weitere Kapitel erklären zentrale Begriffe der Systemtheorie, wie Autopoiesis, Code, Komplexität, System u. v. a.
- 2010
Kafkas "Urteil" und die Literaturtheorie : zehn Modellanalysen
- 320 pages
- 12 hours of reading
Literaturtheorie nimmt an Schule und Universität immer größeren Raum ein. Der Band veranschaulicht die verschiedenen Theorien und zeigt ihre Anwendung an einem beispielhaften Text (der mit abgedruckt ist): Hermeneutik, Strukturalismus, Rezeptionsästhetik, Sozialgeschichte der Literatur, Psychoanalyse, Gender bzw. Queer Studies, Diskursanalyse, Systemtheorie, Intertextualität und Dekonstruktion.
- 2008
Für die gezielte und schnelle Vorbereitung auf Hochschulpüfungen! Zum Inhalt: - Prosa-, Drama-, Lyrikanalyse - Poetik-, Rhetorik-Stilistik - Edition und Textkritik - Gattungstheorie - Literatur und andere Medien - Hinweise zur Prüfungsvorbereitung - Auf diese und viele weitere Fragen finden Sie mit diesem Buch die Antworten und kommen erfolgreich zu Ihrem Wunschziel. Zum Autor: Oliver Jahraus ist Professor für Neuere deutsche Literatur und Medien an der Ludwig-Maximilians Universität München.
- 2006
Kafka
- 482 pages
- 17 hours of reading
Kafkas Werk provoziert. Der von ihm selbst in die Welt gesetzte Mythos vom armen Sohn, der unter dem grausamen Vater leidet und Pech mit seinen Verlobungen hat, prägt noch heute den Umgang mit seinem Werk. Doch dies Bild ist falsch. Oliver Jahraus, Professor für Neuere deutsche Literatur in München, demontiert diese Mythen: Schreiben ist für Kafka gleichbedeutend mit Leben, Leben wird als Schreiben inszeniert. Jahraus nutzt diese Konstellation als Ausgangspunkt für seine Untersuchung der einzelnen Werke - jenseits aller Klischees des „Kafkaesken“. Dabei werden die drei großen Romane „Der Verschollene“ („Amerika“), „Der Proceß“ sowie „Das Schloß“ ebenso untersucht wie die wichtigeren Erzählungen „Das Urteil“, „Die Verwandlung“, „In der Strafkolonie“ oder der berühmte „Brief an den Vater“.
- 2003
Erotische Filme tragen zum Diskurs über Erotik und Sexualität bei, der Teil anderer gesellschaftlicher Diskurse ist und eine Macht entfaltet, der sich Individuen unterwerfen müssen. Dieser Aspekt zeigt den widerständigen Charakter der Kunst, die durch Wissen, Innovation, Reflexion und Offenheit subversiv ist. Es ist wichtig, die spezifischen medialen Qualitäten des Films und deren Wechselwirkungen mit literarischen Vorlagen zu betrachten. Eine zentrale Äquivalenz zwischen Literatur und Film liegt in ihrer Fähigkeit, Geschichten zu erzählen, wobei die narrativen Formen der beiden Medien berücksichtigt werden müssen. Die Beiträge untersuchen verschiedene Facetten des erotischen Films: von der Diskursivierung des Erotischen in Ralph Bakshis „Fritz the Cat“ über die Skandalisierung von „Die Geschichte der O“ bis hin zu den Selbstaufhebungen des Erotischen in „The Postman Always Rings Twice“. Weitere Themen sind Körperinszenierung und Begehren in „Dangerous Liaisons“, die Verbindung von Sex und Tod in „Basic Instinct“ sowie die Erotik der Macht in „Dracula“. Auch die voyeuristischen Aspekte in Kubricks „Eyes Wide Shut“ und die Herausforderungen von Intimität und Männerkrisen werden thematisiert.
- 2000
Lyrik lesen! Dieser Imperativ bedarf für die 65 Beiträger keiner Rechtfertigung. Alle sind engagierte Leser, so engagiert, daß sie dafür bekannt sind, selber Lyrik zu schreiben oder über Lyrik zu schreiben. Der zweite Grund für den Titel und gleichzeitig der rote Faden: Alle Texte thematisieren das Lesen. Es handelt sich also um einen Spaziergang durch die Geschichte des Lesens, der nicht nur lehrreich, sondern, wie jeder Spaziergang, unterhaltsam ist. Die einzelnen Aufsätze orientieren sich am Beispiel der Frankfurter Anthologie, insbesondere, weil mit diesem Band einer der bekanntesten und dienstältesten Mitarbeiter der Frankfurter Anthologie geehrt werden soll: Wulf Segebrecht, der im Dezember 2000 sein 65. Lebensjahr vollendet. Da Wulf Segebrecht im oberfränkischen Bamberg lehrt und lebt, und um die durchaus vorhandenen, konzeptionellen Unterschiede deutlich zu machen, wurde der Untertitel Eine Bamberger Anthologie gewählt.



