Sammlung Verbund, Wien: Louise Lawler. Selected and Related
Ausst. Kat. Sammlung Verbund, Wien, 2018/19 - dt. Ausgabe
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Ausst. Kat. Sammlung Verbund, Wien, 2018/19 - dt. Ausgabe
"With greater energy than any artistic movement before, the feminist avant-garde of the 1970s deconstructed society's image of womanhood, dismantling centuries' worth of projections, stereotypes, and male hegemony. For the first time in the history of art, women, in an act of collective consciousness-raising, took the representation of their sex in visual art into their own hands and unfolded a wide spectrum of sel-determined female identies: provocative and radical, poetic and ironic. Gabriele Schor, director of the SAMMLUNG VERBUND Collection, coined the term the Feminist Avant-Garde in order to highlight the pioneering achievemetns of these artists. This book presents over six hundred works in the SAMMLUNG VERBUND Collection created by forty-eight women artists. Established in Vienna in 2004 by VERBUND AG, Austria's leading electricity provider and one of the largest producers of hydropower in Europe, the collection has two main foci: "Perceptions of Spaces and Places" and the "Feminist Avant-Garde of the 1970s".
Seit mehr als 30 Jahren visualisiert Cindy Sherman (*1954 in Glen Ridge, New Jersey) eine Vielfalt von Rollenbildern und weiblichen Identitäten. Schon als Jugendliche liebte es die Künstlerin, sich zu verkleiden. Entgegen der allgemeinen Ansicht bilden nicht die berühmten Untitled Film Stills (1978-1980) ihr Frühwerk, sondern jene Fotografien, die sie bereits als Studentin in Buffalo von 1975 bis 1977 schuf. In diesen Jahren erhob sie ihr Spiel der Verwandlung zu ihrem künstlerischen Konzept und entwickelte zahlreiche bis dato unbekannte Fotografien, die auffallend viele Elemente des Theaters in sich vereinigen. Mittels wechselndem Make-up, Perücken, Mimik, Gesten, Blicken und Kleidung veranschaulicht Sherman in unterschiedlichen Rollen eine Vielzahl sozialer Identitäten. Gabriele Schor, Leiterin der SAMMLUNG VERBUND hat die konzeptuellen Anfänge ihres OEuvre wissenschaftlich aufgearbeitet und gibt nun den Catalogue Raisonné ihres Frühwerkes heraus. (Englische Ausgabe ISBN 978-3-7757-2981-9) Ausstellung: Museum of Modern Art, New York ab Februar 2012
Seit 2008 erleben die MitarbeiterInnen der Austrian Power Grid, Österreichs größtem Stromtransporteur, direkt an ihrem Arbeitsplatz ein außergewöhnliches Kunstprojekt. 6 KünstlerInnen haben für die jeweilige Raumsituation in den Büros der APG im Wiener IZD-Tower spezifische Kunstwerke geschaffen und diese während der Anwesenheit der MitarbeiterInnen direkt an die Wand gemalt oder gezeichnet. Das Aufeinandertreffen von aktivem Kunstprozess und Bürowelt stellt sich als eine Horizonterweiterung für alle Beteiligten dar. Ingo Nussbaumer geht in seiner Wandmalerei auf Schattenfelder ein, die sich durch das Tageslicht laufend verändern, Franz Vana setzt zum weiten Ausblick über Wien ein fulminantes Gegengewicht. Margit Hartnagel schafft in ihrer Wandmalerei zwei große Ovale, Georgia Creimer entwirft zwei Zeichnungen, die sich in der Form wie Gefühlszustände räumlich verdichten und ausdehnen. Moni K. Huber verwandelt Zimmerpflanzen in ihren Collagen zu Zimmerhelden und Ingrid Pröller irritiert mit Überklebungen unsere Gewissheiten architektonischer Ordnung.
dalla Sammlung Verbund di Vienna
Die Österreicherin Birgit Jürgenssen (1949–2003) zählt zu den international herausragenden Künstlerinnen der feministischen Avantgarde. Ausgehend vom emanzipatorischen Potenzial des Surrealismus und im Dialog mit dem gesellschaftskritischen Diskurs ihrer Generation entwickelte sie seit dem Ende der Sechzigerjahre eine vielschichtige und stilistisch mannigfaltige Kunst. Der weibliche Körper und seine Metamorphosen stehen im Zentrum ihrer zeichnerisch, malerisch und fotografisch dominierten Arbeiten. Dank der Sammlung Verbund erscheint nun die erste Monografie zu ihrem Werk. In diesem reich bebilderten Band, der auch bisher unbekannte Arbeiten aus ihrem Nachlass erstmalig publiziert, wird Birgit Jürgenssens autonome Position kunstgeschichtlich verortet und in ihrer Beziehung zur Literatur, zur Psychoanalyse und zum Strukturalismus diskutiert. (Englische Ausgabe ISBN 978-3-7757-2461-6)
Ein Werk von Lawrence Weiner aus dem Jahr 1993 gibt dem vorliegenden, großzügig bebilderten Sammlungsband des Verbund, des größten österreichischen Elektrizitätsunternehmens, seinen Namen.
Artwork by Barnett Newman. Contributions by Gabriele Schor.