Recht und Moral
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German
Was bedeutet der Begriff »Moral«? Ist uns Moral vorgegeben? Kann Religion Moral begründen? Hilft uns die »Goldene Regel«? Muss die Moral alle gleich behandeln? Ist Trittbrettfahren unmoralisch? Und setzt Moral Willensfreiheit voraus? In seiner Einführung beleuchtet Norbert Hoerster auf ebenso zugängliche wie tiefsinnige Weise diese Fragen – und führt dabei auf kleinstem Raum in die Grundprobleme der Ethik ein.
Die Diskussion um die Voraussetzungen zulässiger Sterbehilfe ist in Deutschland von Dogmen und Vorurteilen bestimmt. Im Gegensatz zu den tonangebenden Rechtswissenschaftlern und Medizinern macht der Autor die realen Interessen der leidenden Menschen zum Ausgangspunkt seiner ethischen Überlegungen. Er plädiert für eine Liberalisierung der Sterbehilfevorschriften in Rechtsordnung und ärztlicher Standesmoral.
Worin besteht das Fundament einer Rechtsordnung, die in einer Gesellschaft Geltung und Wirksamkeit besitzt? Wodurch unterscheiden sich Rechtsnormen von anderen sozialen Normen? Kann das Recht einer Gesellschaft jeden beliebigen Inhalt haben, oder gibt es Kriterien für das moralisch richtige Recht? Kann die Anwendung des Rechts im Einzelfall tatsächlich objektiv erfolgen? Welcher Methoden hat sich eine rational vorgehende Rechtsanwendung zu bedienen? Norbert Hoerster gibt in seinem prägnanten und sachorientierten Buch auf diese und ähnliche Fragen für jedermann verständliche und nachvollziehbare Antworten. Der Leser verliert sich nicht in unwichtigen Details, sondern erfährt, was das Wesen des Rechts ausmacht.
Eine Sammlung von siebzehn klassischen Autoren - Schriften aus dem Altertum und vergangenen Jahrhunderten Wer sich ernsthaft mit Fragen nach Begriff, Formen und Rechtfertigung politischer Herrschaft auseinandersetzen will, kommt nicht umhin, die wesentlichen Texte der staatsphilosophischen Klassiker zu studieren. Ihre Entwürfe haben die politische Wirklichkeit in Ost und West bis in die Gegenwart hinein geprägt. Die vorliegende Auswahl von Texten aus den Werken siebzehn klassischer Autoren wendet sich an den staatsphilosophischen Anfänger. Sie will ihm nicht nur anhand primärer Quellen einen ersten historischen Überblick über die wichtigsten Stationen in der Entwicklung der abendländischen Staatsphilosophie verschaffen. Sie dient auch dem Ziel, ihn in die noch heute im Vordergrund stehenden Hauptprobleme des Faches selbst einzuführen. Eine kapitelweise Gliederung der Texte nach Epochen sowie Einführungen des Herausgebers bieten dem Leser wertvolle Orientierungshilfe.
Ist es rational, an den Gott der monotheistischen Religionen, insbesondere des Christentums zu glauben? Norbert Hoerster erörtert in leicht verständlicher Sprache die wichtigsten Argumente pro und kontra. Ausgangspunkt dieser Argumente sind das Weltbild der Wissenschaft und religiöse Erfahrungen ebenso wie die Suche nach dem moralischen Fundament und nach dem Sinn des Lebens. Besondere Beachtung findet das Problem der Vereinbarkeit des Übels in der Welt mit der Allmacht und Allgüte Gottes. Wer sich ernsthaft mit der Gottesfrage beschäftigen möchte, wird die kompromißlose Denkweise des Autors anregend finden.
Ein wahrer Skeptiker wird seinen philosophischen Zweifeln ebenso mißtrauen wie seiner philosophischen Überzeugung. David Hume Im zweiten Band der Klassiker des philosophischen Denkens werden David Hume, Immanuel Kant, Georg Friedrich Wilhelm Hegel, Karl Marx, Arthur Schopenhauer, Friedrich Nietzsche, Martin Heidegger und Ludwig Wittgenstein behandelt. Norbert Hoerster, geboren 1937, lehrte von 1974 bis 1998 Rechts- und Sozialphilosophie an der Universität Mainz. 2ahlreiche Veröffentlichungen zur Ethik und Rechtsphilosophie, u. a.: „Klassische Texte zur Staatsphilosophie“ (Hrsg., 10. Aufl. 1999, dtv 30147); „Klassische Texte zur Ethik“ (Hrsg. zus. mit D. Birnbacher, 11. Aufl. 2000, dtv 30096).
Was bedeutet der Begriff „Moral“? Ist uns Moral vorgegeben? Kann Religion Moral begründen? Hilft uns die „Goldene Regel“? Muss die Moral alle gleichbehandeln? Ist Trittbrettfahren unmoralisch? Und setzt Moral Willensfreiheit voraus? In seiner Einführung beleuchtet Norbert Hoerster auf ebenso zugängliche wie tiefsinnige Weise diese grundlegenden Fragen - und führt dabei auf kleinstem Raum in die Grundprobleme der Ethik ein.
Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, damit jemand mit Recht behaupten kann, etwas zu wissen? Und welches sind die wichtigsten Bereiche menschlichen Wissens? Gibt es neben logischem Wissen und Erfahrungswissen auch ein Wissen über soziale Werte sowie ein Wissen, das zur Religion führt? Diese Fragen werden – bezogen auf Wissen, wie es jeder haben kann – allgemeinverständlich behandelt.
Wie lässt sich intersubjektiv, also für jedermann nachvollziehbar, begründen, dass es allgemein verbindliche Moralnormen gibt? Diese grundlegende philosophische Frage ist durchaus auch von praktischer Bedeutung. Denn es gibt immer wieder moralische Fragen, über die es sogar in ein und derselben Gesellschaft zu gravierenden Meinungsverschiedenheiten kommt. Das zeigt, dass die Frage nach der richtigen Methode der Moralbegründung nicht nur in theoretischer, sondern auch in praktischer Hinsicht einer Antwort bedarf. Hoerster sichtet in diesem Buch kritisch verschiedene Möglichkeiten der Moralbegründung. Letztlich erteilt er in seiner leicht verständlichen Abhandlung allen prominenten Versuchen einer objektiven Moralbegründung ? wie Kants kategorischem Imperativ und Habermas? Diskurstheorie ? eine Absage. Eine Moralnorm, so das Fazit des Buches, ist nur insoweit begründet, als ihre soziale Geltung im Interesse aller betroffenen Individuen liegt.
Norbert Hoerster behandelt die vier zentralen Fragen staatlicher wie sozialer Gerechtigkeit: Individuelle Grundrechte, die Verteilung des Wohlstands, die Legitimität des Privateigentums sowie die Steuergerechtigkeit. Zunächst geht es um die Frage, wie sich Gerechtigkeitsurteile überhaupt begründen lassen und ob Gerechtigkeit dasselbe ist wie Gleichbehandlung. Anschließend behandelt Hoerster die vier zentralen Problemfelder: Erstens die verschiedenen Grundrechte, die jedem Individuum zugesprochen werden müssen. Zweitens – in Auseinandersetzung mit der berühmten Gerechtigkeitstheorie von John Rawls - die Frage, ob die natürlichen und sozialen Unterschiede zwischen den Individuen in irgendeiner Weise ausgeglichen werden müssen. Drittens versucht Hoerster zu zeigen, dass nichts dafür spricht, das Privateigentum an Naturgütern - insbesondere an Grund und Boden - ausschließlich jenen zu überlassen, die es von früheren Eigentümern als Erbe oder Schenkung erhalten haben. Und viertens vertritt er die Auffassung, dass der Staat, um als gerecht gelten zu können, zum einen nicht beliebige Projekte auf Kosten der Bürger verfolgen darf und zum anderen – auf dem Wege einer progressiv ausgerichteten Besteuerung - dafür sorgen muss, dass alle Bürger zur Finanzierung der legitimen staatlichen Aufgaben in gleichem Maße Einbußen an Lebensqualität erleiden.
Positionen der Philosophie
Soll Strafe abschrecken oder der Vergeltung dienen? Was verdient, bestraft zu werden? Genügt ein Verstoß gegen die Moral – und welche „Moral“ ist dabei gemeint? Der Philosoph Norbert Hoerster geht in diesem Buch solch elementaren Fragen nach und stellt anerkannte Positionen der Philosophie auf den Prüfstand. Renommierte Positionen von Kant und Hegel bis zur Gegenwart halten nach seiner Analyse einer rationalen Betrachtung kaum stand. Nach Hoerster ist nicht der vergeltungstheoretische, sondern einzig der generalpräventive Sinn von Strafe legitim. Wie in allen seinen Büchern schreibt Hoerster klar und allgemeinverständlich. Er erschließt für Leser ohne Vorkenntnisse wie auch für Kenner ein kontroverses Spannungsfeld zwischen Philosophie und Rechtswissenschaft.