Was der dreißigjährige Ambrosi in sein Tagebuch, das ihm persönliches Zeugnis und Vademecum zugleich ist, notiert, kann als Maxime seines künstlerischen Daseins gelten. Durch Taubheit von Kindheit an war dem vielseitig Begabten ein schweres Schicksal auferlegt, dessen Bemeisterung durch künstlerisches Schaffen den Orgelpunkt einer einzigartigen Introspektion abgibt. Gleichwohl gehen Ambrosis Tagebücher weit über sein eigenes Ich und dessen Befindlichkeit hinaus. Die geistige Substanz der Aufzeichnungen und des Autors darin zutagetretende menschliche und künstlerische Größe machen sie zu einem zeitlos gültigen Dokument, dessen Lektüre uns Heutige mit Staunen zurückläßt.
Gustinus Ambrosi Book order (chronological)





