Voller Wehmut, Stolz, Zorn, Vergnügen und Nachdenklichkeit zugleich betrachten und analysieren namhafte Autoren, die fast alle die sechziger Jahre miterlebt und mitgestaltet haben, die Kultur und das Lebensgefühl jener Jahre, die einer restaurativen Nachkriegszeit ein Ende setzten und die Tür für einen geistigen Neubeginn öffneten
Einer der markantesten Zeitzeugen der Bundesrepublik Deutschland erinnert sich: Unter der Devise "Kultur für alle" ist Hilmar Hoffmann zum Inbegriff des modernen, erfolgreichen Kulturpolitikers geworden. Seit 1993 vertritt er als Präsident des Goethe-Instituts die deutsche Kultur auch nach außen. Aus der Perspektive dieser Welterfahrung blickt er zurück auf wichtige Begegnungen seiner fünfzigjährigen kulturpolitischen Karriere
Kunstwerke sind Signaturen ihrer Zeit. Ihnen wohnt die Tendenz inne, Entstehungsbedingungen und Strategien, denen sie geschuldet sind, gerade mit Hilfe ihrer ästhetischen Form zu rechtfertigen oder zu verschleiern. Das Olympiagelände von 1936 in Berlin haben seit dem Ende der Naziherrschaft Millionen Menschen genutzt, künftig werden es Angehörige vieler Kulturen aus aller Welt betreten. Wie können sie dieses Pantheon steinerner Zeugnisse auch als eine Anhäufung von Relikten und Symbolen immer aufs neue zu bekämpfender faschistischer Propaganda entschlüsseln lernen? Dazu macht Hilmar Hoffmann, Kulturbeauftragter der Berliner Olympia GmbH, in diesem Buch eine Vielzahl von Vorschlägen, denen Politiker, Künstler, Sportler, Historiker und Architekten, unter ihnen Ignatz Bubis, Willi Daume, Eberhard Diepgen, Björn Engholm, Wolfgang Matthauer, Wolf Jobst Siedler und Katarina Witt, widersprechen oder zustimmen
Das Frankfurter Museumsufer ist einzigartig. Zwischen Eisernem Steg und Friedensbrücke geben sich zahlreiche Museen die Hand. Ob Senckenberg, Städel oder Deutsches Filmmuseum, ob Historisches Museum oder Museum für Kommunikation – Frankfurt bietet eine große kulturelle Vielfalt in allen Facetten. Hilmar Hoffmann, ehemaliger Kulturdezernent der Stadt Frankfurt, ist der Schöpfer des Museumsufers. Tatkräftig hat er die Maßnahmen während seiner Amtszeit unterstützt und Kontakte zu Museumsleitern hergestellt, wie niemand sonst. Detailreich präsentieren eben diese Chefs der Museen und Kulturinstitutionen ihre Häuser. Hilmar Hoffmann unterstreicht das Buch mit einem Vor- und Nachwort durch persönliche Eindrücke und Erlebnisse mit den Museen und ihren Leitern.
Von Petra Roth über Hannelore Elsner bis zu Liesel Christ – Frankfurt ist seit langem eine Stadt der starken Frauen. Ihr Einfluss zeigt sich in Politik, Kunst, Wirtschaft und Forschung gleichermaßen, sie haben Frankfurt nach dem Krieg zu dem gemacht, was es heute ist: Eine liebenswerte, dynamische und kreative Stadt im Herzen von Deutschland. Hilmar Hoffmann hat sich Frankfurts bedeutende Frauen genauer angesehen und stellt die interessantesten und einflussreichsten von ihnen vor. Es sind Persönlichkeiten, die Frankfurt bewegt und Stadtgeschichte geschrieben haben. Das Buch ist eine Hommage an diese Frauen, denen Frankfurt viel verdankt, und es ist zugleich ein Dankeschön – nicht zuletzt durch die wunderbaren Fotografien der Fotokünstlerin Anna Meuer.
Hilmar Hoffmann ist der profilierteste kulturpolitische Denker der letzten fünfzig Jahre. Seine programmatische Aufforderung „Kultur für alle“ war prägend für die Kulturpolitik der Bundesrepublik, sein Engagement für das Frankfurter Museumsufer gilt noch heute als wegweisend für den Umgang mit unseren kulturellen Gütern. Als Leiter der Stiftung Lesen und Präsident der Goethe-Institute vertrat er wie kein anderer das intellektuelle und künstlerische Deutschland. Seit 1955 hat er sich immer wieder pointiert zu kulturpolitischen und kulturgeschichtlichen Fragen geäußert. Der Band versammelt zahlreiche dieser Aufsätze und Schriften und ist dabei zweierlei: Ein Querschnitt durch die Kulturpolitik der Bundesrepublik und zugleich ein noch immer hochaktueller Beitrag zum Thema „Kultur für alle“.
Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Kultur diskussieren die Lage der Kultur im Spannungsfeld zwischen öffentlicher und privater Trägerschaft. Das Zusammenspiel von Kunst und Kommerz. Wert der Kultur für die Gesellschaft im dritten Jahrtausend
Hilmar Hoffmann ; Mit Einem Originalbeitrag Von Wolfram Schütte. Based On Various Chapters In The Series Die Kultur Unseres Jahrhunderts. Includes Bibliographical References And Indexes.
Das aufwendig gestaltete Künstlerbuch erschien 2009 anlässlich der gleichnamigen Ausstellung im LWL-Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte in Münster. Es führt auf unkonventionelle Weise in die Bilderwelten des großen Surrealisten ein. Dem Betrachter und Leser eröffnen sich in neun Kapiteln die faszinierenden Wirklichkeiten des Unbewussten, Visionären, Erotischen und Fantastischen. Zahlreiche Statements des Künstlers aus Peter Schamonis international preisgekrönten Filmen über Max Ernst sowie hervorragende Aufnahmen von bekannten Fotografen machen nicht nur die Kunst, sondern auch die Persönlichkeit von Max Ernst lebendig. In lockerer und leicht verständlicher Form erschließt das Buch die poetische und tiefsinnige Welt dieses Jahrhundertkünstlers.
Mit dem Umzug des Deutschen Bundestages in die neue alten Hauptstadt spielt Kulturpolitik in der öffentlichen Debatte wieder eine Rolle. Was der Staat dringend braucht, ist eine Debatte über die Eigenständigkeit des Kulturellen, über realistische Perspektiven einer Kulturpolitik im 21. Jahrhundert. Der Staat braucht im Bund bündeln, föderal fördern und neue Kooperationspartners finden. Er braucht der Künste und den Künstler schützen und fördern