Dieser prachtvolle Band bietet einen Überblick über Höhepunkte der Malerei vom Mittelalter bis zum 19. Jahrhundert. Die schönsten Bilder der bedeutenden Gemäldegalerie Berlin werden beschrieben und gedeutet, Bildvergleiche erklären die wichtigsten Etappen der Geschichte der Malerei. Der Leser wird vertraut gemacht mit deutschen, niederländischen, flämischen, italienischen, spanischen, französischen und englischen Meistern.
Die Gemäldegalerie der Staatlichen Museen zu Berlin beherbergt eine der reichsten und vollständigsten Sammlungen der europäischen Malerei. Sie vermittelt einen nahezu lückenlosen Überblick über deren gesamte Entwicklung vom Beginn der mittelalterlichen Tafelmalerei bis zu den Werken des Klassizismus um 1800. Dieser repräsentative Band stellt 200 der schönsten und bekanntesten Gemälde aus dieser einzigartigen Sammlung vor. Fast alle berühmten Meister der deutschen, holländischen, flämischen, niederländischen, italienischen, französischen, spanischen und englischen Malerschulen sind vertreten. Jedes Werk wird in einer großen Farbabbildung vorgestellt und ausführlich beschrieben und interpretiert. Ganzseitige Bildausschnitte eröffnen überraschende Einsichten in die dargestellten Welten, anhand von Vergleichsabbildungen werden übergreifende Zusammenhänge erläutert. Aus einer Sammlung kleiner, in sich abgeschlossener Werkmonografien ergibt sich in der Zusammenschau ein faszinierender Überblick über die wichtigsten Etappen der Geschichte der europäischen Malerei.
Ronald Searle zählt zu den herausragendsten zeitgenössischen Zeichnern, dessen Einfluss auf die kritische Graphik bemerkenswert ist. Mit seiner unverwechselbaren Handschrift erlangte er früh Bekanntheit und wurde als Revolutionär im gezeichneten Humor gefeiert. Im Laufe seiner Karriere, die vor 43 Jahren mit seiner ersten Zeichnung begann, eroberte er neue Ausdrucksformen wie den Zeichentrickfilm, Druckgraphik und dreidimensionale Gestaltungen. Dennoch blieb er dem Humor treu und verfolgte unermüdlich sein Ziel, zu karikieren. Searles Werke fanden ihren Weg in Museen für Schöne Künste und brachten dort ein oft trockenes, aber dennoch erfrischendes Lachen. Diese umfassende Würdigung seines Schaffens versammelt Zeichnungen, Lithographien und Aquarelle der letzten zehn Jahre, viele davon unveröffentlicht. Beiträge von Kennern seines Werkes bieten tiefere Einblicke: Professor Dr. Henning Bock, Direktor der Gemäldegalerie in Berlin-Dahlem, stützt sich auf persönliche Erfahrungen mit Searle, während Pierre Dehaye, Direktor der Monnaie de Paris, Searles satirische Gedenkmünzen würdigt. Autobiografische Notizen und ein dokumentarischer Anhang runden das Bild des Künstlers ab. Searles künstlerische Entwicklung basiert auf einer traditionellen Ausbildung in Cambridge und seinen Erfahrungen in japanischer Kriegsgefangenschaft, die ihn prägten und ihm einen ausgeprägten Sinn für schwarzen Humor verliehen.
Für Edvard Munch (1863-1944) war Malerei ein Akt der Selbstbefreiung. Seine Auseinandersetzungen mit Angst, Verzweiflung und Tod üben bis heute eine starke visuelle und psychologische Wirkung auf moderne Betrachter aus. Von all Munchs Gemälden ist Der Schrei (1893), das eine von Horror gequälte Figur darstellt, das bekannteste und sicherlich eines der ausdrucksstärksten. Der Künstler spiegelte seine innersten Gefühle in seiner Arbeit wider: In Wirklichkeit ist meine Kunst ein freies Geständnis, ein Versuch, mir selbst mein eigenes Verhältnis zum Leben zu klären... Obwohl Edvard Munch nicht eindeutig mit einer einzelnen Bewegung identifiziert werden kann, gilt er als Pionier des Expressionismus.