In den letzten Jahren wurden durch pro- und retrospektive Studien Kriterien identifiziert, die eine bessere Vorhersage der Entwicklung psychischer Störungen bei Kindern und Jugendlichen ermöglichen. Die psychische Entwicklung beeinflusst nicht nur die Gesundheit, sondern auch den schulischen und beruflichen Erfolg sowie die Lebenszufriedenheit. Therapeuten erhalten häufig Fragen wie: „Geht das wieder vorüber?“ oder „Was wird aus dem Kind einmal werden?“. Die Beantwortung dieser Fragen ist komplex, da Ärzte oft nicht in der Lage sind, den Langzeitverlauf der behandelten Kinder zu verfolgen und darauf basierend Prognosen zu erstellen. Das Buch bietet einen umfassenden Überblick über die wichtigsten Ergebnisse neuerer Studien zu diesem Thema und behandelt aktuelle Fragen zur Krankheitsentstehung aus der Perspektive der Kinder- und Jugendpsychiatrie sowie deren optimaler Behandlung. Es umfasst Themen wie Diagnose und Prognose, genetische Faktoren, die seelische Entwicklung von Kindern, die Bedeutung der Kindheit, pathogene Faktoren, ADHS als Risikofaktor, psychische Auffälligkeiten, den Einfluss von psychisch kranken Eltern, sexuelle Missbrauchserfahrungen und deren Auswirkungen sowie die Rolle früher Kindheitserinnerungen in der Psychotherapie.
Gerhardt Nissen Books






Dieser aktuelle Überblick umfaßt sowohl Hinweise auf die entwicklungsspezifische Metamorphose psychischer Merkmale als auch die vergleichende Darstellung tradierter Erkenntnisse und Einsichten.
Therapeutische Probleme bei psychomotorisch unruhigen Kindern
- 74 pages
- 3 hours of reading
Kinder- und jugendpsychiatrische Pharmakotherapie in Klinik und Praxis
- 385 pages
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In der Kinder- und Jugendpsychiatrie wird kontrovers diskutiert, ob und welche Psychopharmaka für die Behandlung psychisch gestörter Kinder und Jugendlicher geeignet sind. Gegner und Befürworter sind sich einig, dass psychotrope Medikamente familiäre Konflikte oder soziale Krisen nicht lösen können. Auch die Wirksamkeit von "antidepressiven" oder "antipsychotischen" Medikamenten ist umstritten, da sie Depressionen oder Psychosen nicht beseitigen. Das weit verbreitete Vorurteil, dass Kindern mit psychischen Störungen keine Psychopharmaka gegeben werden sollten, ist nicht haltbar. Dennoch ist es wichtig, Kinder nicht unnötig und ungezielt zu medikamentieren. Psychopharmakotherapie hat sich über Jahre als erfolgreiche Behandlungsmethode für verschiedene psychische Störungen im Kindes- und Jugendalter etabliert. Psychopharmaka sind eine Realität, die nicht nur beklagt, sondern auch bekämpft wird, jedoch ohne Aussicht auf Abschaffung. Sie haben entscheidend dazu beigetragen, dass aus Irrenanstalten Krankenhäuser wurden und psychotische Kinder, die früher als "schwer erziehbar" galten, heute nach relativ kurzen Klinikaufenthalten gebessert nach Hause entlassen werden können. Die medikamentöse Behandlung scheint einfach zu sein, da nur "Zielsymptome" erkannt und das passende Medikament ausgewählt werden müssen, was jedoch ein schwerwiegender Irrtum ist.
Kulturgeschichte seelischer Störungen bei Kindern und Jugendlichen
- 575 pages
- 21 hours of reading
Rare Book
Grundlagen des Lernens (P. LEYHAUSEN) . 14 Die Lernfahigkeit verschiedener Populationen (H. J.
