Marie-Luise Reckers kompakte Geschichte der Bundesrepublik Deutschland gilt inzwischen als Standardwerk. Das Buch beschreibt zuverlässig und anschaulich den Aufbau der parlamentarischen Demokratie, die wirtschaftliche Entwicklung, gesellschaftliche Veränderungen, die Wiedervereinigung sowie die europäische und internationale Einbettung Deutschlands. Für die dritte Auflage wurde der Band durchgesehen und auf den neuesten Stand gebracht.
Marie Luise Recker Books





Konrad Adenauer
- 110 pages
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Marie-Luise Recker schildert knapp und kenntnisreich das lange politische Leben Konrad Adenauers (1876–1967) von seinen rheinischen Wurzeln über die Zeit als Kölner Oberbürgermeister und die Verfolgung im „Dritten Reich“ bis hin zu seiner Rolle als Mitbegründer der CDU und Gründungskanzler der Bundesrepublik. Ihr facettenreiches Porträt bietet einen beeindruckenden Überblick über die politische Leistung und die Persönlichkeit dieses weltweit geachteten Staatsmanns.
In der zweiten Auflage analysiert Marie-Luise Recker die Entwicklungen der Forschung zur nationalsozialistischen Außenpolitik seit 1990. Sie beleuchtet die Antriebskräfte, insbesondere das Zusammenspiel von Großmachtpolitik und dem "Lebensraum"-Konzept, und zeigt die Unterschiede in den Zielen auf. Ein kompetenter Überblick über die Ereignisse von 1933 bis 1945 wird geboten.
Auf den ersten Blick verortete sich der Deutsche Bundestag tief in den Traditionen des Parlamentarismus in Deutschland. In seiner Organisation wie in seinen Verfahrensabläufen knüpfte er vielfach an seine Vorgänger an. Allerdings konnte er seine Stellung im Vergleich zu ihnen deutlich ausbauen. Sein politisches Gewicht in der westdeutschen »Kanzlerdemokratie«, anschließende Veränderungen unter sich wandelnden parlamentarischen Konstellationen, aber auch die Herausforderungen der sich entwickelnden Mediendemokratie stellt das Buch in neun Kapiteln konzis dar. Am Ende steht die Frage nach den Prinzipien parlamentarischer Repräsentation wie nach der Zukunft der parlamentarischen Demokratie. Ein Parlament auf Bewährung war der Deutsche Bundestag von Anfang an.
Vom fränkischen Königshof zur Handels- und Finanzmetropole: Stationen und Schauplätze der Frankfurter Stadtgeschichte. Frankfurt, mit seiner verkehrsgünstigen Lage, wurde ein bedeutender Ort für mittelalterliche Herrscher, Wahl- und Krönungsstätte sowie führende Messestadt. Nach dem Ende des Alten Reiches bewahrte die Stadt zentrale Funktionen, zunächst als Freie Stadt im Deutschen Bund und Sitz der Bundesversammlung sowie der ersten deutschen Nationalversammlung. Politisch entwickelte sich Frankfurt zu einem Vorposten von Liberalismus und Demokratie. Mit der Eisenbahn und späteren Verkehrsmitteln stärkte die Stadt ihre Rolle als Verkehrszentrum. Im Nationalsozialismus verlor Frankfurt zeitweilig an Bedeutung als Handels- und Finanzzentrum, insbesondere durch die Ausplünderung und Vertreibung jüdischer Bankhäuser. Durch den Kalten Krieg und die wirtschaftliche Westverschiebung wurde Frankfurt zum zentralen Bank-, Finanz- und Börsenplatz der Bundesrepublik. Der weltoffene, liberale Geist der Stadtgesellschaft, der bis 1933 vorherrschte, erlebte eine Erneuerung in der Auseinandersetzung mit radikalen Gegenpositionen, wie der 68er-Bewegung und Protesten. Bis heute ist Frankfurt geprägt von einem ständigen Wechselspiel zwischen Tradition und Wandel.