Die Parlamentsmarine
Geschichte(n) und Porträts zur ersten deutschen Flotte von 1848
Am 18. Mai 1848 zogen die Abgeordneten des ersten gewählten deutschen Parlaments unter Glockengeläut und schwarz-rot-goldenen Fahnen in die Frankfurter Paulskirche ein. Am 14. Juni beschloss dieses Parlament, sechs Millionen Taler für den Beginn einer deutschen Marine bereitzustellen. Diese Marine sollte nicht nur militärische Aufgaben im Schleswig-Holstein-Konflikt erfüllen, sondern auch als Symbol für deutsche Einheit und die freiheitlichen Grundlagen der im März 1849 beschlossenen Verfassung des deutschen Reiches dienen. Das Buch beleuchtet die Entstehung dieser Marine und die Protagonisten, die entscheidend zu ihrer Existenz und ihrem Fortleben beitrugen. Obwohl sie 1853 unter dem Auktionshammer verschwand, lebte ihr Geist in Schriften und Traditionen bis in die heutige Zeit fort. Sie ist Teil des historischen Bogens von der Revolution 1848 bis zur Wiedervereinigung Deutschlands und verbindet die damalige Nationalversammlung mit der heutigen Deutschen Marine. Diese Entwicklung zeigt den Weg von einer maritimen Streitkraft, die aus demokratischer Willensbildung entstand, hin zu einer Parlamentsmarine unter der schwarz-rot-goldenen Flagge, die am 14. Juni 1848 ihren Anfang nahm.
